Kritik am Muezzin-Ruf in Köln

 Die christliche Gesellschaft in Deutschland ist gegenüber dem politischen Islam nicht abwehrbereit. Diese Ansicht vertrat die stellvertretende Bundessprecherin der AfD, Beatrix von Storch (Berlin), auf der Jahreshauptversammlung der „Christen in der AfD“, die vom 8. bis 10. Oktober im thüringischen Niederorschel-Reifenstein stattfand.

Die deutsche Gesellschaft stelle „ihr christliches Fundament und das Christentum im Alltag“ zunehmend infrage. In der Domstadt Köln, einem der ältesten Zentren des katholischen Glaubens in Deutschland, dürften „Erdogans Ditib-Islamisten“ nun den muslimischen Muezzinruf im gesamten Stadtgebiet verbreiten. Die Kölner Moscheen könnten nun jeden Freitag für fünf Minuten über Lautsprecher verkünden, dass es „keinen anderen Gott außer Allah“ gebe. Hintergrund ist die Entscheidung der Stadtverwaltung Köln, den Muezzinruf künftig zuzulassen.

Die Bundesvereinigung wählte turnusmäßig einen neuen Vorstand. Der bisherige Sprecher für die Protestanten, der EU-Abgeordnete Joachim Kuhs (Baden-Baden), wurde in seinem Amt bestätigt. Der 65-Jährige leitet die Vereinigung seit 2018. Sein neuer Stellvertreter ist der frühere baden-württembergische Landtagsabgeordnete Daniel Rottmann (51/Ulm). Er tritt damit die Nachfolge des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Volker Münz (Göppingen) an.

Die Katholiken wählten erneut den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ulrich Oehme (61/Chemnitz) zu ihrem Sprecher. Dessen Stellvertreter ist der Präsident des AfD-Landesschiedsgerichts in Berlin, Michael Adam (58).

Die 2013 gegründete Vereinigung versteht sich als Vertretung aller Christen in der AfD. Sie ist seit Anfang 2021 im Vereinsregister eingetragen und hat nach eigenen Angaben knapp 400 Mitglieder. Fast zwei Drittel davon sind landes- oder freikirchliche Protestanten. Ein Drittel sind katholisch oder orthodox.

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