13.07.2026 / Die wichtigsten Meldungen des Tages, die täglichen „Nachrichten AUF1“, präsentiert von Bernhard Riegler
Umfrage-Beben in Tirol: ÖVP und FPÖ mit jeweils 29 Prozent gleichauf

Foto: Alois Endl
ÖVP und SPÖ reißen mit ihrem schlechten Regieren auch die Landesparteien ins Dilemma. In Tirol gibt es ein Jahr vor den Landtagswahlen ein Umfrage-Beben: ÖVP und FPÖ liegen mit 29 Prozent plötzlich gleichauf. Das geht aus einer Foresight-Befragung im Auftrag des ORF Tirol hervor.
Das Ergebnis ist deshalb dramatisch, weil alle Regierungsparteien der Verlierer-Ampel gegenüber der Landtagswahl im Jahr 2022 Federn lassen müssen. Die ÖVP trifft es dabei am härtesten: Hatte sie bei der vergangenen Landtagswahl noch 34,71 Prozent erreicht, käme sie jetzt – wenn am Sonntag Wahlen wären – nur noch auf 29 Prozent.
SPÖ am Weg in Einstelligkeit
Die SPÖ ist nicht nur im Bund, sondern auch im Land auf dem Weg in die Einstelligkeit. Vor vier Jahren wurden sie mit 17,48 Prozent noch drittstärkste Fraktion, die neueste Umfrage sieht die Roten allerdings nur noch bei zwölf Prozent Zustimmung der Wähler.
Neos nur noch bei fünf Prozent
Auch die Neos gehen unter. Mit fünf Prozent gegenüber der Wahl im Jahr 2022, wo die Pinken auf 6,29 Prozent gekommen waren, stürzt die Partei von Beate Meinl-Reisinger, die nach dem Rauswurf von Veit Dengler angeschlagen wirkt, in die Bedeutungslosigkeit ab.
FPÖ gewinnt fast zehn Prozent dazu
Die Freiheitlichen dagegen jubeln sowohl im Bund als auch im Land Tirol. Mit einem Riesenzugewinn von mehr als zehn Prozent gegenüber der Wahl vor vier Jahren, wo die Blauen 18,84 Prozent erreichten, konnte die Partei von Markus Abwerzger aktuell mit der in Tirol bisher als unschlagbar geltenden ÖVP gleichziehen.
Historische Momentaufnahme
“Für die Tiroler FPÖ ist die vom ORF heute, Montag, veröffentliche Umfrage zur Landtagswahl 2027 eine erfreuliche, positive und historische Momentaufnahme”, sagte Abwerzger gegenüber unzensuriert. Diese sporne die Partei an, noch intensiver für das Recht, die Demokratie und die Freiheit für die Tirolerinnen und Tiroler gemeinsam zu kämpfen. Abwerzger glaubt, dass die Menschen in Tirol vom Machtsystem der ÖVP genug haben.
Litauen: NATO-Atomwaffen könnten näher an Russland rücken!

Zuerst war es Finnland, das sein Verbot der Stationierung von Atomwaffen aufhob und seine Bereitschaft erklärte, das NATO-Arsenal – das größtenteils von den USA stammt – aufzunehmen.
Nun ist Litauen das jüngste europäische Land, das dasselbe tun will. Litauen, das seit 2004 NATO-Mitglied ist, hat kürzlich seine Bereitschaft erklärt, am nuklearen Teilhabeprogramm des Bündnisses teilzunehmen.
Integraler Bestandteil nuklearen Abschreckung
„Wir möchten ein integraler Bestandteil dieser nuklearen Abschreckung sein“, sagte der litauische Präsident Gitanas Nausėda am Freitag auf einer Konferenz in Berlin, wie die AFP berichtete. Nausėda weiter:
„Vor wenigen Tagen habe ich eine Verfassungsänderung initiiert, um die bestehende Beschränkung für eine mögliche Stationierung von Atomwaffen in Litauen aufzuheben.“
Kurz nach dieser Rede reichte eine Gruppe von 50 litauischen Abgeordneten einen Änderungsantrag ein, der jedoch noch formell im Parlament eingebracht werden muss. Nauseda betonte, dass es unter den Abgeordneten „praktisch einstimmige“ Unterstützung für die Aufhebung des Verbots gebe, das in Artikel 137 der litauischen Verfassung festgeschrieben ist.
Diese gefährliche Entwicklung steht klar in Zusammenhang mit der Osterweiterung der NATO. Noch dazu da Litauen unmittelbar an die russische Enklave Kaliningrad (Königsberg) grenzt. Neben den konventionellen Waffen könnten nun auch die Atomwaffen nach Osten rücken. Allerdings müssten die NATO und insbesondere die USA zunächst entscheiden, ob sie zusätzliche Nuklearwaffen in Litauen stationieren wollen.
Wie solche Entscheidungen aus Litauen in Moskau gesehen und bewertet werden, kann sich wohl jeder vorstellen.
Mit der weiteren Lieferung von Waffensystemen an die Ukraine und deren Einsatz bis ins russische Hinterland wird Russland immer mehr unter Druck gesetzt. Ein NATO-Manöver jagt das andere. Doch nun steht auch das Heranrücken von Atomwaffen ins Baltikum im Raum.
Man fragt sich, was nun als nächste Provokation kommen wird und wie Russland dies beantworten wird.
Völkermordprozess: IS-Iraker in München zu lebenslanger Haft verurteilt

Foto: VOA / Wikimedia (PD)
Das Oberlandesgericht München hat in einem Völkermordprozess einen Iraker wegen schwerster Verbrechen im Zusammenhang mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu lebenslanger Haft verurteilt, die Ex-Ehefrau des Islamisten erhielt eine Jugendstrafe von neun Jahren und sechs Monaten.
Besonders hohe Schuld festgestellt
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten zwei jesidische Mädchen in IS‑Gebieten verschleppt, als Sklavinnen gehalten und wiederholt misshandelt haben; die Taten wertete das Gericht im Kontext der systematischen Verfolgung der Jesiden durch den IS als besonders schwere Straftaten. Während des Verfahrens legten Zeugenaussagen und weitere Beweise ein belastendes Bild von Versklavung, körperlicher Misshandlung und sexueller Gewalt dar, weshalb die Richter beim Hauptangeklagten eine besonders hohe Schuldfeststellung trafen und die lebenslange Freiheitsstrafe verhängten.
Jugendstrafe für Islamisten-Braut
Bei der früheren Partnerin berücksichtigte das Gericht offenbar ihr Alter und ihre Rolle in den Tathandlungen bei der Strafzumessung, weshalb sie eine Jugendstrafe erhielt; nähere Details zu ihrer individuellen Beteiligung nannte das Gericht in der Urteilsbegründung. Der Prozess umfasste zahlreiche Verhandlungstage, in denen auch das Ausmaß des Leids der Opfer deutlich wurde und die systematischen Verfolgungspraktiken des IS gegen die jesidische Minderheit thematisiert wurden.
Ob die Angeklagten oder die Staatsanwaltschaft Revision gegen das Urteil einlegen, wird voraussichtlich in den kommenden Tagen entschieden; sollten Rechtsmittel eingelegt werden, könnte der Fall vor dem Bundesgerichtshof (BGH) rechtlich weiter geprüft werden.
Mord an der britischen Reform-UK-Politikerin Ann Widdecombe wird nun als Terrorismus behandelt – Verdächtiger erneut verhaftet

Die Anti-Terror-Einheit hat die Ermittlungen übernommen, die die örtliche Polizei als „nicht politisch motiviert“ bezeichnet hatte.
Die Ermordung der ehemaligen konservativen Ministerin und Reform-UK-Politikerin Ann Widdecombe wird als Terrorismus eingestuft.
Die britische Anti-Terror-Polizei übernahm die Ermittlungen zu ihrem Tod, nachdem „neue Informationen und Beweise“ aufgetaucht waren.
Wie wir hier im TGP bereits berichtet haben, wurde Widdecombe am vergangenen Donnerstag (9.) tot in ihrem Haus in Devon aufgefunden, wie Sie in
„Britische konservative Ikone Ann Widdecombe in ihrem Haus ermordet – Verdächtiger in Haft“ nachlesen können .
„Ein 28-jähriger weißer Brite, der am Samstag zunächst wegen Mordes festgenommen worden war, wurde nun erneut festgenommen, diesmal wegen des Verdachts der Begehung, Vorbereitung oder Anstiftung zu terroristischen Handlungen“, teilte die Anti-Terror-Einheit Südost mit.
Die örtliche Polizei von Devon und Cornwall sagte, der mutmaßliche Mord sei politisch motiviert, aber diese Einschätzung war offensichtlich falsch.
Die Reform UK Partei ihrerseits beharrt darauf, dass der Angriff möglicherweise durch Widdecombes Politik motiviert war – eine Behauptung, die sich nun als richtig erweist.
„Laurence Taylor, Leiter der nationalen Anti-Terror-Polizei, sagte am Montag: ‚Aufbauend auf den Fortschritten unserer Kollegen der Polizei von Devon und Cornwall verfügen wir nun über neue Informationen und Beweise, die dazu führen, dass die Anti-Terror-Polizei die Ermittlungen leitet. Wir verfolgen mehrere Ermittlungsansätze, um das Motiv für diesen Anschlag zu ermitteln.‘“
„Richard Tice, der stellvertretende Vorsitzende von Reform UK, sagte: ‚Viele Journalisten müssen sich jetzt bei Nigel und uns von Reform entschuldigen. Ihr wisst, wer gemeint ist.‘“
Leipzig: Syrer nach Raub unter Vorhalt eines Messers festgenommen
Nach einem mutmaßlichen Raub unter Vorhalt eines Messers im Bürgermeister-Müller-Park endete die Flucht eines 21-jährigen Syrer in der Nacht zu Sonntag ausgerechnet vor der Wache der Leipziger Bundespolizei im Hauptbahnhof. Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohte der Tatverdächtige einen 22-jährigen Syrer mit einem Messer und forderte ihn auf, das Bargeld aus seiner Hosentasche herauszugeben. Aus Angst kam der Geschädigte der Forderung nach und übergab dem Mann einen niedrigen dreistelligen Geldbetrag. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige mit dem Messer in der Hand in Richtung Hauptbahnhof. Er durchquerte die Westhalle und lief eine Treppe hinauf. Dort nahm der Sachverhalt eine ungewöhnliche Wendung: Der Beschuldigte sprach selbst Sicherheitsmitarbeiter an und bat diese um Hilfe. Fast zeitgleich traf auch der Geschädigte ein und machte die Sicherheitsmitarbeiter darauf aufmerksam, dass der Mann kurz zu-vor einen Raub begangen habe und noch ein Messer bei sich führe.
Die mutmaßliche Tatwaffe konnte wenig später in einem nahegelegenen Mülleimer, in dem der Beschuldigte sie offenbar kurz zuvor entsorgt hatte, entdeckt werden. Die Sicherheitsmitarbeiter hielten beide Männer bis zum Eintreffen der Bundespolizei im Bereich der Sitzgruppe vor der Wache der Bundespolizei fest. Bei der ersten Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte kein Messer. Die Bundespolizei leitete umgehend die ersten polizeilichen Maßnahmen ein, sicherte Spuren und klärte den Sachverhalt auf. Da der Raub in die Zuständigkeit der Landespolizei fällt, übergaben die Bundespolizisten den Tatverdächtigen, den Geschädigten sowie sämtliche Ermittlungserkenntnisse an die zuständige Landespolizei. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Steinmeier beleidigt jeden AfD-Wähler
Nach Wegners Rücktritt wird klar: auch Friedrich Merz hat die Öffentlichkeit in diesem Fall getäuscht. Wir die Affäre ihm gefährlich? Außerdem geht es bei Patzelt Politik in dieser Woche um Steinmeiers Attacke gegen alle AfD-Wähler und Spahns Vorstoß, Höcke das Wahlrecht zu entziehen.
„Schau mich nicht so an. Ich bin ein Mann und ich bin Muslim.“ Er fügt einer 23-jährigen Frau auf dem Bahnsteig der Mailänder U-Bahn mit einem Messer Schnittverletzungen zu. Erneute Festnahme des illegal eingereisten Algeriers Mohamed Saidi
Er war einige Stunden zuvor festgenommen worden, bevor er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Am Nachmittag soll er laut der Anklage eine unbekannte Frau in der Mailänder U-Bahn angegriffen und sie mit einem Messer im Gesicht verletzt haben. Dies ist die zeitliche Abfolge der Ereignisse, in die Mohammed Saidi, der 27-jährige Mann, verwickelt ist, der nach dem Angriff auf eine junge Frau an der Station Duomo festgenommen wurde. Nach der Rekonstruktion der Tageszeitung Corriere della Sera war der junge Mann bereits in der Nacht zuvor von der Polizei wegen Diebstahls und der Beschädigung mehrerer geparkter Autos festgenommen worden. Nachdem ein Richter seine Festnahme bestätigt hatte, wurde er jedoch wieder freigelassen. Wenige Stunden später soll sich der Angriff in der U-Bahn ereignet haben.
Mohammed Saidi, ein 27-jähriger algerischer Staatsangehöriger, der sich ohne gültigen Aufenthaltsstatus in Italien aufhält, wird nun beschuldigt, einer 23-jährigen Frau marokkanischer Herkunft das Gesicht mit einer Klinge verletzt zu haben. Nach seiner ersten Festnahme und anschließenden Freilassung soll der junge Mann nach den ersten Erkenntnissen der Ermittlungen der örtlichen Polizei ziellos durch die Stadt geirrt sein, bevor er das Zentrum von Mailand erreichte.
Dort soll er der jungen Frau auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Linie 3 begegnet sein. Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag auf dem Bahnsteig der Station Duomo vor den Augen von Dutzenden von Menschen. Nach Angaben der Ermittler befand sich die junge Frau in Begleitung von Freunden, als der Mann sie gefragt haben soll, warum sie ihn anstarre. Sie soll bestritten haben, ihn angesehen zu haben, doch der Wortwechsel soll schnell eskaliert sein. Den Ermittlern zufolge soll der 27-Jährige geschrien haben: „Was guckst du mich so an? Ich bin ein Mann und ich bin Muslim“, bevor er ihr einen Faustschlag versetzte und ihr anschließend mit einem Messerstich ins Gesicht stach. Zeugen schlugen sofort Alarm, sodass die Polizei schnell eingreifen konnte.
Wiesbaden: Drei “Südländer” attackieren Radfahrer mit Schlägen und Messer

Am frühen Samstagmorgen kam es am Michelsberg zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, bei der eine Person mutmaßlich mit einem Messer verletzt wurde.
Gegen 04:45 Uhr geriet der 25-jährige geschädigte Wiesbadener mit weiteren Personen im Bereich des Istanbul Döner in eine verbale Auseinandersetzung. Im weiteren Verlauf wollte er sich mit seinem Fahrrad von der Örtlichkeit entfernen und wurde daraufhin zu Boden gerissen und von mehreren Personen gegen seinen Kopf geschlagen. Zudem habe einer der unbekannten Täter laut einem Zeugen ein Messer in der Hand gehalten.
Der Geschädigte erlitt neben Hämatomen an seinem Kopf eine Schnittverletzung an seinem Kinn und wurde zur Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Dieses konnte er im Anschluss wieder verlassen.
Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung nach den Tätern verlief negativ. Laut einem Zeugen soll es sich bei den Tätern um zwei männliche, ca. 18 Jahre alte Personen mit südländischem Phänotyp handeln. Die dritte Person mit dem Messer soll männlich, ca. 180 cm groß und mit einem weißen Hemd bekleidet gewesen sein. Auch sie soll einen südländischen Phänotyp haben. Zudem trug sie einen Vollbart, eine Gucci-Umhängetasche sowie eine Gucci-Kappe.
Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit Hinweisen unter der (0611)345-0 bei der Kriminalpolizei zu melden.
Wegner kapituliert: CDU in Berlin vor dem Absturz – “Wegner ist weg vom Fenster, aber das System Wegner bleibt”
Zwei Monate vor der Wahl wirft Berlins regierender CDU-Bürgermeister Kai Wegener das Handtuch und hinterlässt Chaos. Die AfD hat dafür klare Worte: “Das Versagen Wegners ist auch das Versagen der CDU, sein Scheitern ist das seiner personell ausgebrannten Partei. Die CDU, Wegner und sein Senat hinterlassen Berlin in einem katastrophalen Zustand.”
Nur zweieinhalb Monate vor der Abgeordnetenhauswahl zieht Kai Wegner die Konsequenzen aus monatelanger Selbstbeschädigung: Er verzichtet auf die Spitzenkandidatur der CDU. Der Grund? Die anhaltende Debatte um sein mangelhaftes Krisenmanagement beim Strom-Blackout im Januar und wiederholte Ungereimtheiten in seinen Aussagen. Der tiefere Grund: Eine katastrophale Politik.
Ein Abgang voller Ausreden
Wegner räumte “kommunikative Fehler” ein und klagte, eine andere Debatte überlagere alles. In Wahrheit hat er sich selbst die Luft abgeschnitten. Vorwürfe, er habe während des Ausfalls Tennis gespielt und anschließend die Öffentlichkeit mit falschen Darstellungen seiner Telefonate getäuscht, ließen sich nicht mehr wegreden. Statt Verantwortung zu übernehmen, floh er in Urlaub, während seine Partei den Wahlkampf neu aufstellen muss.
Die Reaktion der AfD von Kristin Brinker: “Mit seinem selbstgerechten Statement hat Kai Wegner ein weiteres und hoffentlich letztes Mal unter Beweis gestellt, dass er dem Amt als Regierender Bürgermeister charakterlich nicht gewachsen ist. Tatsache ist auch: Das Versagen Wegners ist auch das Versagen der CDU, sein Scheitern ist das seiner personell ausgebrannten Partei. Die CDU, Wegner und sein Senat hinterlassen Berlin in einem katastrophalen Zustand.”
Der Rückzug kommt spät und wirkt erzwungen. Innerparteilicher Druck, Umfrage-Tiefs und der drohende Verlust der Macht haben den einstigen Sieger von 2023 zum Aufgeben gezwungen. Wegner bleibt bis zur Wahl Regierender Bürgermeister, doch sein politisches Kapital ist verbrannt.
Stefan Evers als Notnagel
Als Nachfolger drängt sich Finanzsenator Stefan Evers auf. Die Kreisvorsitzenden haben ihn rasch als neuen Spitzenkandidaten und kommissarischen Landesvorsitzenden nominiert. Evers ist ein loyaler Mitstreiter Wegners und gilt als treuer CDU-Mann. Doch ihm fehlt die breite Bekanntheit und das charismatische Profil für einen harten Wahlkampf. In Umfragen liegt die CDU bereits hinter der Linkspartei, den Grünen und hinter der AfD.
AfD prangert an: Evers‘ Kandidatur ist kein Neuanfang
Die Vorsitzende der AfD-Hauptstadtfraktion, Dr. Kristin Brinker, kommentiert die Übernahme der CDU-Spitzenkandidatur durch Finanzsenator Stefan Evers mit klaren Worten:
“Wegner ist weg vom Fenster, aber das System Wegner bleibt, denn mit Stefan Evers hebt die Union seinen engsten Vertrauten aufs Schild. Evers ist das letzte Aufgebot der CDU und als Finanzsenator für die mit Abstand größte Verschuldung in der Geschichte Berlins verantwortlich. Zudem hat er mehrfach klargemacht, dass er auf das Amt, für das er nun kandidieren soll, überhaupt keine Lust hat. Sein Anspruch, Regierender Bürgermeister zu werden, ist daher unglaubhaft. Evers‘ Kandidatur ist kein Neuanfang, sondern ein ‘weiter so’ mit anderer Gallionsfigur.“
Verspielte Chancen
Wegners Abgang offenbart tiefe Risse in der Berliner CDU. Statt auf Erfolge der vergangenen Legislatur zu setzen, dominieren Krisen und Glaubwürdigkeitsprobleme. Für Berlin bedeutet das: Weniger als drei Monate vor der Wahl wirkt die führende Regierungspartei orientierungslos. Die Wähler werden entscheiden, ob sie einem angeschlagenen Team noch Vertrauen schenken.
Rastatt: Afrikaner bedroht Fahrgast im Zug mit einem Messer
Am Samstagabend (11.07) wurde eine Streife der Bundespolizei wegen einer möglichen Bedrohung einer Person im Zug zum Bahnhof Rastatt gerufen. Bei Eintreffen der Streife hatte die Landespolizei bereits beide beteiligte Parteien in der Kontrolle. Ein 32-jähriger nigerianischer Staatsangehöriger soll im Zug kurz vor Rastatt einen 17-jährigen somalischen Staatsangehörigen angesprochen, mehrfach an der Schulter berührt und ihn im Verlauf des Gesprächs mit einem Messer bedroht haben. Das Messer befand sich bei Eintreffen der Streife in der Hosentasche des Beschuldigten und wurde sichergestellt. Eine Videoauswertung der Kameras im Zug wurde veranlasst. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.



