27.08.2026 / Die wichtigsten Meldungen des Tages, die täglichen „Nachrichten AUF1“, präsentiert von Stefan Pollak
Die stille Machtübernahme des Islam: Wie britische Gefängnisse zu Dawa-Zentren wurden

Der britische Schattenjustizminister Nick Timothy hat nun Zahlen zu einem seit Jahren diskutierten Thema vorgelegt. Daten des Justizministeriums zeigen, dass jeder fünfte muslimische Gefangene in England und Wales weiß ist. Das ist fast viermal so hoch wie der Anteil in der Gesamtbevölkerung. Die Zahl weißer muslimischer Häftlinge stieg von 2.767 im Jahr 2022 auf 3.218 im Juni 2025. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der muslimischen Gefangenen im gleichen Zeitraum von 14.037 auf 16.051. Sie stellen nun etwa 18 Prozent der Gefängnisinsassen in einem Land, in dem Muslime nur 6,5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.
Timothy sagt, die Diskrepanz werfe „ernsthafte Fragen auf“. Experten warnen schon lange vor muslimischen Banden, die hinter Gittern Konversionen erzwingen. Er fordert die Labour-Regierung auf, der Sache gründlich nachzugehen. Die Antwort des Justizministeriums ist die übliche: Einschüchterung und religiöser Zwang werden nicht toleriert. Gut. Das erklärt die Zahlen aber immer noch nicht.
Natürlich ist nicht jede Konversion erzwungen. Manche konvertieren wegen der Struktur, des Essens oder einfach, um nicht allein gelassen zu werden. Manche weiße Muslime sind im Glauben aufgewachsen. Verständlich. Das erklärt aber noch lange nicht das Ausmaß des Wandels.
Jonathan Hall KC, der Anti-Terror- Gesetze prüft, fand heraus, dass Muslime Teile von Gefängnissen als selbsternannte „Emire“ leiten. Sie locken einsame oder gefährdete Häftlinge mit Essen, Ratschlägen, kleinen Geschenken – und manchmal auch mit der Androhung von Gewalt.
Er nannte Usman Khan, den Attentäter von der London Bridge, der jahrelang andere Gefangene dazu drängte, muslimische Namen anzunehmen und sich entsprechend zu kleiden. Colin Blooms Bericht griff die Formulierung „Konvertiere oder du wirst verletzt“ auf, und auf den Betten neuer Gefangener wurden Korane hinterlassen. Wer sich nicht als Muslim identifizierte, konnte den Schutz der Mehrheitsgruppe auf dem Flügel verlieren. Ian Acheson, der dies für eine frühere Regierung untersucht hatte, sagte, dass es teilweise einfach pragmatisch sei: Man konvertierte, weil Muslime dort das Sagen hatten.
Nun gibt es auch offizielle Zahlen. Laut Timothys Daten gibt es 140 muslimische Gefängnisseelsorger, verglichen mit 87 anglikanischen und 94 katholischen. Eine umfassendere parlamentarische Erhebung im Jahr 2025 ergab eine Gesamtzahl von 263 muslimischen Seelsorgern unter mehr als 1.200 Geistlichen. Die Zahl der angestellten muslimischen Seelsorger stieg von nahezu null Anfang der 2000er-Jahre auf weit über hundert später. Keine andere nichtchristliche Gruppe weist eine vergleichbare Zahl auf.
Die meisten Gefängnisseelsorger erledigen einfach ihre Arbeit – Besuche, Freitagsgebete, Unterricht, Betreuung gefährdeter Gefangener. Für einige gehört aber auch die Dawa (Einladung zum Islam) dazu. Eine muslimische Gefängnisseelsorgerin schrieb, sie „betreibe Dawa unter den Gefangenen“, verteile Bücher und helfe Häftlingen, darunter auch Engländerinnen, das Glaubensbekenntnis (Schahada) abzulegen. Sobald man sich als Muslim registriert hat, erhält man regelmäßige Besuche, islamischen Unterricht und nimmt am Freitagsgebet teil. Für viele dieser Männer ist das die erste richtige islamische Unterweisung überhaupt. Wenn die größte Gruppe auf dem Flügel bereits muslimisch ist, funktioniert dieses System wie ein Katalysator.
Das ist nichts Neues. Schon vor 15 Jahren wurden britische Gefängnisse als Trainingslager für Dschihadisten bezeichnet. 2010 erklärte das Royal United Services Institute, dass bis zu 800 muslimische Gefangene von bereits inhaftierten Hardlinern rekrutiert werden und nach ihrer Entlassung gefährlicher sein könnten. Das Justizministerium widersprach der genauen Zahl, bestritt aber nicht die Anwesenheit von Rekrutierern.
Eine BBC-Recherche im selben Jahr deckte radikale muslimische Banden in Gefängnissen wie Belmarsh, Long Lartin und Whitemoor auf – mit Zwangsbekehrungen, Druck auf Nicht-Muslime und der Kontrolle über den Drogen- und Telefonhandel. In Whitemoor herrschte sogar Angst vor alltäglichen Dingen wie dem Zubereiten von Speck. Richard Reid (der Schuhbomber) und Muktar Said Ibrahim (einer der Attentäter von London 2005) radikalisierten sich beide während ihrer Haftstrafen für andere Verbrechen. Lord Reid, ein ehemaliger Innenminister, bezeichnete Gefängnisse als „äußerst fruchtbaren Boden für die Rekrutierung“.
Auch danach folgten immer wieder Kritiken. Das Muster blieb unverändert. Personalmangel in den Gefängnissen, Überbelegung und die Angst des Personals vor Rassismusvorwürfen führten zu einer Politik der Beschwichtigung, die die Beamten selbst als solche bezeichneten. Terroristische Gefangene werden verteilt, anstatt isoliert zu werden, wie es in Frankreich und den Niederlanden üblich ist. Die Zahl der muslimischen Gefangenen hat sich seit Anfang der 2000er-Jahre fast verdreifacht. Ein größerer Gefängnisdienst konnte die Banden nicht verkleinern.
Die Amerikaner sollten dies nicht als rein britisches Problem abtun. Auch in US-Gefängnissen gibt es zahlreiche Konversionen zum Islam. Der Unterschied besteht darin, dass Großbritannien muslimischen Netzwerken, kriminellen Banden und Geistlichen bereits erlaubt hat, unter denselben Lizenzen zu operieren, die es nun nicht mehr kontrollieren kann.
Diese Geistlichen tun dann so, als ob die meisten Konversionen rein spiritueller Natur wären. Die neuen Zahlen beweisen nicht, dass jeder Konvertit bedroht wurde. Sie zeigen aber, dass der Staat immer noch nicht klar zwischen echtem Glauben, Schutzgelderpressung und verdeckter Missionierung unterscheiden kann.
Die alte Warnung vor dem „Trainingslager“ ist noch lange nicht überholt. So läuft es dort immer noch.
Das Wahlduell Siegmund vs. Schulze: Die große NIUS-Analyse
Nur noch 10 Tage bis zur Schicksalswahl in Sachsen-Anhalt – und die aktuelle Infratest-dimap-Umfrage sorgt für Aufsehen: Die AfD liegt bei 42 Prozent, die CDU nur bei 22 Prozent. Die Linke folgt mit 11 Prozent, die SPD mit 8 Prozent, die Grünen mit 6 Prozent, BSW mit 4 Prozent und die FDP mit 3 Prozent. Passend dazu lieferten sich CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Sven Schulze und AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund gestern beim MDR ein hitziges TV-Duell. Auch das vieldiskutierte „Flachzangen“-Zitat spielte dabei erneut eine Rolle. Über das TV-Duell und die neuesten Umfragewerte sprach Nius-Live-Moderator Norbert Dobeleit mit Chefredakteur Julian Reichelt, Kolumnist Alexander Kissler und Reporter Julius Böhm bei NIUS Live.
Anti-Einwanderungsbewegungen gewinnen in Kanada, Irland und darüber hinaus an Boden
Von Kanada bis Europa wehren sich Bürger gegen Migration aufgrund von Bedenken hinsichtlich Kriminalität, Sozialhilfeabhängigkeit und der allgemeinen finanziellen Belastung. Foto mit freundlicher Genehmigung von CBC.
Eine kanadische Gruppe wird als rassistisch bezeichnet, weil sie sich gegen Einwanderung ausspricht , aber sie hat legitime Gründe für die Annahme, dass das Land von Massenabschiebungen profitieren würde.
Laut Statistics Canada gehören 44 % der Kanadier der ersten oder zweiten Generation an, entweder selbst Einwanderer oder in Kanada geborene Kinder von mindestens einem eingewanderten Elternteil. Davon entfallen 26,4 % auf die erste und 17,6 % auf die zweite Generation. Der Anteil wird bis 2041 voraussichtlich auf 49,8 % bis 54,3 % steigen. Im Dezember 2024 gab es in Kanada 755 Moscheen ; für die 30 Jahre zuvor liegen keine verlässlichen Daten zum Vergleich vor.
Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) berichtet, dass die Inanspruchnahme von Sozialhilfe unter Einwanderern stabil bei 6 % liegt und damit unter dem nationalen Durchschnitt von 8 %. Was Kriminalität betrifft, veröffentlicht keine kanadische Regierungsstelle oder Denkfabrik – weder links noch rechts – Daten, die nach Herkunftsland der Einwanderer aufgeschlüsselt sind, wie es beispielsweise Dänemark und Schweden tun.
Die 6 % stammen aus der Kategorie „Einwanderer“ von Statistics Canada. Diese Kategorie umfasst keine Personen mit befristetem Aufenthaltsrecht, sondern eine separate Kategorie für Inhaber von Arbeits- und Studienerlaubnissen sowie Asylbewerber. Nach Erhalt des Schutzstatus bezogen 39 % der Schutzberechtigten im ersten Jahr in Kanada Sozialhilfe ; nach zehn Jahren sank dieser Anteil auf 20 % . Diese Quoten sind um ein Vielfaches höher als die allgemeine Einwanderungsquote, werden aber in einer separaten Kategorie erfasst und nicht in diese integriert.
Die Arbeitsmarktdaten zeigen ähnliche Unterschiede je nach Herkunftsland. Die meisten Einwanderergruppen in Kanada weisen eine Erwerbsbeteiligung von Frauen zwischen 60 % und 80 % auf. Untersuchungen von Statistics Canada ergaben jedoch, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen aus Pakistan unter 50 % liegt. Eine von Fachkollegen begutachtete Studie, die verknüpfte Umfragedaten von Statistics Canada nutzte, zeigte, dass Frauen aus dem Nahen Osten und Nordafrika die niedrigste Erwerbsbeteiligung aller Einwanderergruppen aufweisen. Die Forscher führten diesen Effekt eher auf die Geschlechternormen im Herkunftsland als auf die Religion zurück.
Insgesamt betrachtet wiesen rassifizierte Einwanderinnen im Jahr 2021 eine Erwerbsbeteiligungsquote von 77 % und eine Arbeitslosenquote von 12 % auf – die niedrigsten bzw. höchsten Werte unter allen untersuchten Einwanderergruppen.
Das Fraser Institute schätzte die Netto-Fiskalbelastung Kanadas durch Einwanderung im Jahr 2005/06 auf über 6.000 Dollar pro Kopf, was insgesamt 16,3 bis 23,6 Milliarden Dollar in diesem Jahr ergab.
Hier kommt die Dominion Society of Canada ins Spiel. Die nationalistische Gruppe erregt landesweites Aufsehen mit einem Plan zur Abschiebung von Millionen Menschen. Ihr Aufstieg ist Teil eines breiteren Musters einwanderungsfeindlicher Mobilisierung, das sich in westlichen Demokratien ausbreitet, darunter eine lose organisierte Protestbewegung gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in Irland, die seit 2022 stetig an Zulauf gewonnen hat.
Die Dominion Society veranstaltet am 29. August in der Region Hamilton, Ontario, ihre nationale Konferenz „DomCon 2026“. Die Organisation wurde am 1. Juli 2025 von Daniel Tyrie, dem ehemaligen Geschäftsführer der People’s Party of Canada, zusammen mit Greg Wycliffe und Ken Jones gegründet . Sie ist als gemeinnützige Körperschaft mit Sitz in Ottawa registriert. Die Mitgliedschaft kostet 25 Dollar .
Die Gruppe befürwortet die sogenannte „ Rückwanderung “ von schätzungsweise fünf bis neun Millionen Menschen. Zu dieser Kategorie gehören ausländische Saisonarbeitskräfte, ständige Einwohner und in Kanada geborene Kinder von Eltern, die nicht die kanadische Staatsbürgerschaft besitzen.
Das Canadian Anti-Hate Network berichtete, dass die Dominion Society im Oktober 2025 etwa 1.600 registrierte Mitglieder hatte und bis Sommer 2026 die Mitgliederzahl auf rund 3.000 anstieg , während sie gleichzeitig Hunderttausende Dollar an Spenden einnahm. Evan Balgord, Leiter des Canadian Anti-Hate Network, erklärte gegenüber CBC , dass die Dominion Society wahrscheinlich Tausende Mitglieder habe, zumeist junge weiße Männer und Jungen.
Am 4. August 2026 veröffentlichten das Hamilton Anti-Racism Resource Centre und das Hamilton Centre for Civic Inclusion einen offenen Brief, in dem sie lokale Unternehmen davor warnten, Räumlichkeiten an die Dominion Society zu vermieten, und gewählte Amtsträger aufforderten, die Gruppe zu verurteilen.
Bürgermeisterin Andrea Horwath wandte sich am 12. August ebenfalls an die Veranstaltungsorte und schrieb, dass „die Website der Dominion Society die ‚Rückwanderung‘ als zentrales Ziel ihrer Bewegung nennt und das Canadian Anti-Hate Network die Organisation als Teil der breiteren weißnationalistischen Bewegung Kanadas identifiziert hat.“ Horwath betonte, sie fordere die Veranstaltungsorte nicht auf, gegen ihre eigenen Richtlinien zu verstoßen, sondern lediglich, sich vor der Buchung umfassend zu informieren.
Die Stadt Hamilton bestätigte, dass sie keine städtischen Einrichtungen an die Dominion Society vermieten werde, und der ursprünglich für die Konferenz gebuchte Veranstaltungsort stornierte seine Reservierung . Die Polizei von Hamilton gab jedoch weder den Namen des Veranstaltungsortes noch den Grund für die Stornierung bekannt. Die Dominion Society erklärte gegenüber CBC, sie halte den genauen Veranstaltungsort der DomCon geheim, um ihre Mitglieder vor Angriffen von Gegnern zu schützen.
Ein Teil des Drucks auf die Veranstaltungsorte rührte von der angekündigten Rednerliste der Konferenz her. DomCon 2026 bewarb den österreichischen Aktivisten Martin Sellner als Redner; Sellner hat aufgrund seiner Rolle im rechtsextremen und identitären Aktivismus ein dauerhaftes Einreiseverbot für Großbritannien, und kanadische Behörden äußerten sich nicht öffentlich dazu, ob ihm die Einreise nach Kanada gestattet würde. Als Sellner auf einen Beitrag der Dominion Society, der seinen Auftritt bewarb, mit den Worten „Ich hoffe, sie lassen mich rein“ antwortete, erklärte der Vorsitzende der Dominion Society, Daniel Tyrie, in einer E-Mail, dass das Rechtsteam der Organisation keinen Grund für ein Einreiseverbot finden konnte.
Die Stadt Hamilton bestätigte außerdem, dass Ordnungsbeamte die auf öffentlichem Grund angebrachten Werbeplakate der Dominion Society überwachen, und die Polizei von Hamilton erklärte, sie bereite einen Plan vor, um auf etwaige Risiken, Störungen oder kriminelle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Veranstaltung zu reagieren.
Kritik an der Gruppe kommt aus dem gesamten politischen Spektrum. Jason Kenney, ehemaliger konservativer Bundesminister für Einwanderung und Premierminister von Alberta, bezeichnete den Gründer der Dominion Society, Daniel Tyrie, öffentlich als „Rassisten“, nachdem Tyrie dem Nachrichtensender Juno News ein Interview gegeben und sich für die Rückwanderung ausgesprochen hatte. Kenney sagte, Tyries Gruppe sei „nicht nur gegen Masseneinwanderung, sondern gegen JEDE Form der Einwanderung“. Er verwies auf die Website der Gruppe, auf der ein „vollständiges Einwanderungsmoratorium für mindestens zehn Jahre“ und die „Zwangsabschiebung aller rechtmäßigen Daueraufenthaltsberechtigten in Kanada“ gefordert werden. In einem separaten Interview mit der CBC-Sendung „Front Burner“ erklärte Kenney, dass ein zu zögerliches Vorgehen gegen die Gruppe die Gefahr berge, „offen rassistische Ansichten zu normalisieren oder zu entstigmatisieren“.
Barbara Perry, Leiterin des Zentrums für Hass, Vorurteile und Extremismus an der Ontario Tech University, erklärte, die Gruppe propagiere auch die Verschwörungstheorie des „großen Bevölkerungsaustauschs“. Der Bericht des Canadian Anti-Hate Network über die Gruppe merkt an, dass die Plattform der Dominion Society sogenannte „Heritage Canadians“ von der Abschiebung ausnimmt – eine Kategorie, die die Gruppe laut dem Netzwerk widersprüchlich als ausschließlich weiß definiert –, während sie ihren Abschiebungsplan auf rechtmäßige Daueraufenthaltsberechtigte und eingebürgerte Staatsbürger anwendet, die nicht in diese Kategorie fallen.
Unabhängig von Aktivistenplattformen sind auch die Abschiebungszahlen der kanadischen Bundesregierung gestiegen. Die kanadische Grenzschutzbehörde (CBSA) schob 2025 23.160 Menschen ab – die höchste Zahl in einem einzigen Jahr in ihrer Geschichte. Bis März 2026 sollen die Abschiebungen auf etwa 400 Personen pro Woche ansteigen. Mehr als die Hälfte dieser Abschiebungen erfolgte in Québec, wo die Migrant Justice Clinic in Montreal eine deutliche Verschärfung der Abschiebungstaktiken festgestellt hat.
In Irland verlief die Organisation von Anti-Einwanderungsbewegungen zwar anders, aber mit einem ähnlichen Wachstumsschub. Die Garda Síochána verzeichnete 2022 307 Anti-Migrations-Proteste und bis August 2023 mindestens 169 weitere. Diese konzentrierten sich auf Dubliner Stadtteile wie East Wall, Ballymun, Finglas und Drimnagh sowie auf Städte wie Mullingar und Roscrea. Die Protestierenden organisierten sich unter Slogans wie „Irland ist voll“, und die Demonstrationen eskalierten mitunter zu Brandanschlägen auf Gebäude, die zur Unterbringung von Asylsuchenden vorgesehen waren, darunter auch Vorfälle in Coolock im Jahr 2024.
Der Internationale Schutzunterbringungsdienst (International Protection Accommodation Service) meldete Ende 2025 rund 33.250 Personen in seinem Unterbringungssystem – ein Anstieg um 450 Prozent seit 2021, obwohl die Zahl der Asylanträge zurückging. Die irische Regierung verabschiedete den International Protection Bill 2026, der die Asylverfahren beschleunigen und die Aufenthaltsdauer für die Einbürgerung auf fünf Jahre verlängern soll. Das Gesetz stieß auf Kritik seitens des UNHCR Irland, des Nationalen Flüchtlingsrats (NASC) und des Irischen Flüchtlingsrats.
Ein Messerangriff im Juni 2026 in Belfast löste mehrere Nächte voller Unruhen in Belfast, Portadown, Derry und Newtownabbey aus, und Demonstranten auf beiden Seiten der Grenze übernahmen den Slogan „ Irische Leben zählen “, den der Polizeidienst von Nordirland als Hassvorfall einstufte, nachdem er am Kennedy Centre an der Falls Road in Belfast aufgetaucht war.
Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die offene Grenze im Rahmen des Gemeinsamen Reisegebiets es ermöglicht, dass Demonstrationen in Belfast und Dublin sich überschneidende Unterstützerbasen vereinen, und dass 90 Prozent der Asylsuchenden, die in die Republik Irland einreisen, möglicherweise zuvor durch Nordirland gereist sind.
Das Global Project Against Hate and Extremism hat mehr als ein Dutzend aktive nationalistische und einwanderungsfeindliche Gruppen in Irland beobachtet, darunter die Irish Freedom Party und die National Party, und führt das Wachstum der Bewegung auf die Zeit nach den COVID-19-Pandemiebeschränkungen zurück, als sich die Netzwerke der Gegner der Lockdown-Maßnahmen auf den Widerstand gegen die Unterbringung von Asylbewerbern konzentrierten.
Ähnliche Organisationen haben sich auch in anderen Ländern gebildet. In Italien organisierte die Identitäre Bewegung im Mai 2025 in Mailand den ersten Remigrationsgipfel , an dem rund 400 Personen teilnahmen. Ein Folgetreffen im Mai 2026 in Portugal lockte über 500 Aktivisten und Meinungsbildner an, darunter den ehemaligen Chef der US-Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, und den Herausgeber von American Renaissance, Jared Taylor.
In Spanien hat das Canadian Anti-Hate Network Parallelen zwischen der Dominion Society und Gruppen wie Núcleo Nacional festgestellt, gegen die wegen Hassverbrechen ermittelt wird , nachdem sie online einwanderungsfeindliche Inhalte verbreitet hatte. In Kanada selbst gibt es Überschneidungen in der Mitgliedschaft der Dominion Society mit Second Sons Canada , einer Gruppe, die unter der Aufsicht von Veteranen Schießtraining, Mixed Martial Arts und militärische Übungen anbietet.
In den Vereinigten Staaten ist die 1979 gegründete Federation for American Immigration Reform (FAIR) nach wie vor die größte und älteste Organisation des Landes, die sich für eine restriktive Einwanderungspolitik einsetzt. Das Southern Poverty Law Center stuft sie als Hassgruppe mit Verbindungen zu weißen Rassisten ein – eine Einstufung, die FAIR bestreitet.
Regierungsdaten aus mehreren europäischen Ländern zeigen, dass Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund bei Gewaltverbrechen, Verurteilungen wegen Vergewaltigung und dem Bezug von Sozialleistungen überrepräsentiert sind. In Dänemark machen nicht-westliche Einwanderer und ihre Nachkommen, die 8,9 % der Bevölkerung ausmachen, 25,4 % der Verurteilungen wegen Gewaltverbrechen aus. Die höchsten individuellen Raten wurden bei Männern verzeichnet, die im Libanon, in Somalia, Marokko, Syrien und Pakistan geboren wurden – allesamt mehrheitlich muslimische Länder.
In Schweden wurden in den letzten fünf Jahren 58 % der wegen Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung verurteilten Männer im Ausland geboren. Brå, die schwedische Behörde für Kriminalprävention, stellte fest, dass Personen nordafrikanischer Herkunft mit einem 4,7-fach höheren Risiko als gebürtige Schweden das höchste relative Risiko aufweisen, strafrechtlich verfolgt zu werden.
Bei den Sozialleistungen sind 45 % der deutschen Arbeitslosengeldempfänger Nicht-Staatsbürger, während eine niederländische Studie, die auf offiziellen Mikrodaten des Statistischen Bundesamtes basierte, ergab, dass Einwanderer aus nicht-westlichen Ländern relativ stark auf Leistungen außerhalb der Arbeitslosenhilfe angewiesen sind, was hauptsächlich mit niedrigeren Durchschnittseinkommen zusammenhängt.
Kolumbiens neuer Präsident sagt illegaler Einwanderung den Kampf an;Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus sollen rigoros abgeschoben werden
Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella gilt als Bewunderer von US-Präsident Donald Trump. Und wie sein Vorbild will auch de la Espriella die illegale Einwanderung rigoros bekämpfen, weshalb er Razzien gegen illegale Einwanderer zum Zweck von deren anschließender Abschiebung ankündigte. „Ich werde keine illegalen Einwanderer akzeptieren, egal woher sie kommen“, sagte de la Espriella in einem auf X veröffentlichten Video.
Zudem sprach der rechtsgerichtete Präsident von klaren Anweisungen an die Einwanderungsbehörden: „An erster Stelle stehen diejenigen, die Straftaten begehen, an zweiter Stelle diejenigen, die ihren Aufenthaltsstatus nicht regularisiert haben und zu gegebener Zeit abgeschoben werden müssen.“ De la Espriella will mit seiner konsequenten Einwanderungspolitik die Kriminalität bekämpfen.
Von der Abschiebungsoffensive werden vor allem illegale Einwanderer aus dem benachbarten Venezuela betroffen sein. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben in Kolumbien rund 2,8 Millionen Venezuela, von denen sich 527.000 ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land befinden. Aufgrund widriger wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse gingen in den vergangenen Jahren zahlreiche Venezolaner nach Kolumbien, wo sie im Rahmen eines 2021 vom damaligen Präsidenten Ivan Duque eingeführten Programms eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis erhielten.
Diese Politik will de la Espriella nun offenkundig beenden, zumal sich die politischen Verhältnisse im Nachbarland mit der völkerrechtswidrigen US-Intervention zu Jahresbeginn grundlegend geändert haben.
Wuppertal: Ertappter syrischer Einbrecher attackiert Polizisten und wird neutralisiert
In der Nacht zu Donnerstag (27. August 2026) ist es in der Gerstenstraße in Wuppertal zu einem Einbruchdiebstahl gekommen. Im Rahmen der Fahndung konnten Bundespolizisten den 24-jährigen Syrer im Bereich des Wuppertaler Hauptbahnhofs stellen und vorläufig festnehmen.
Nach bisherigen Erkenntnissen flüchtete der Mann gegen 2.30 Uhr mit dem Diebesgut in Richtung Wuppertaler Hauptbahnhof. Im Rahmen eines Mitfahndungsersuchens der Landespolizei trafen Beamte der Bundespolizei den Tatverdächtigen auf Bahnsteig 4 an. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade dabei, Geld aus einer Geldkassette zu entnehmen.
Als der Mann die Einsatzkräfte bemerkte, flüchtete er und versteckte sich zwischen abgestellten Fahrzeugen. Die Bundespolizisten folgten ihm und forderten ihn auf, stehen zu bleiben. Der Syrer kam der Aufforderung jedoch nicht nach, stattdessen lief er plötzlich auf die Uniformierten zu und griff dabei in seine Hosentasche. Da der Mann trotz wiederholter Aufforderung nicht stehen blieb, setzten die Einsatzkräfte Pfefferspray ein.
Anschließend wurde der 24-Jährige gefesselt und zuständigkeitshalber an die Landespolizei übergeben.
Die eingesetzten Beamten wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.
Ethnische Wahl: Muslime füttern linke Parteien – in Berlin wie in Wien

Muslimische Wähler boosten die politische Linke durch ihr Wahlverhalten. Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen unter muslimischen Wahlberechtigten in Deutschland zeigen eine klare Schieflage: Die Linke kommt auf 29 Prozent, die SPD auf 28, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) auf 16. Union zwölf, AfD sechs, Grüne vier Prozent. Fast vier von fünf Stimmen gehen nach links.
Starke Abweichung vom allgemeinen Wahlverhalten
In der Gesamtbevölkerung sieht das ganz anders aus. Die aktuelle INSA-Umfrage vom 21. bis 24. August 2026 sieht die AfD bei 29 Prozent, die Union bei 20,5, die Grünen bei 13,5, die SPD bei zwölf und die Linke bei elf Prozent. FDP und BSW bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde. Was im Land nach rechts zieht, bleibt in der muslimischen Wählergruppe links. Der Gegensatz ist kein Zufall. Es ist ethnische Wahl: Wer Zuwanderung, Sozialleistungen und eine weiche Integrationsanforderungen verspricht, kassiert die Stimmen.
Wien kennt das Spiel schon lange
Dasselbe Muster gilt in Wien. Das Institut OGM hat das Wahlverhalten anhand der Sprengel und der Bevölkerungsdaten berechnet. Unter wahlberechtigten Wienern, die in der Türkei geboren wurden, kam die SPÖ auf 46 Prozent. Die FPÖ lag bei 21 Prozent, also ungefähr auf ihrem Stadt-Schnitt. Die Migrantenliste SÖZ holte 17 Prozent. ÖVP, Grüne und Neos spielten in dieser Gruppe praktisch keine Rolle. Bei Wahlberechtigten aus dem ehemaligen Jugoslawien lag die SPÖ bei 44 Prozent, die FPÖ bei 25, die KPÖ bei sechs. Allein rund 30.000 in der Türkei geborene österreichische Staatsbürger ab 16 Jahren lebten Anfang 2025 in Wien. Das sind knapp drei Prozent der Wahlberechtigten – in einzelnen Bezirken deutlich mehr.
Nicht Ideologie, sondern Interesse
Die SPÖ umwirbt diese Milieus seit Jahren. Sozialwohnungen, Bleiberecht, Transferleistungen, sichtbare Kandidaten aus der Community. Das Programm ist zweitrangig. Zuerst kommt die Gruppe. Aktuelle Wien-Umfragen von W24 und IFDD sehen die SPÖ stadtweit bei 36 Prozent, die FPÖ bei 25. Den Vorsprung der Roten sichert unter anderem genau jene Wählerbank, die andere Parteien kaum ankratzen. In Deutschland wiederholt sich das bei Linke und SPD.
Schorndorf: Afghanen prügeln sich in der S-Bahn
Am Mittwochnachmittag (26.08.2026) kam es in einer S-Bahn der Linie S2 zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Männern.
Derzeitigen Erkenntnissen zufolge saßen zwei Beteiligte im Alter von 19 Jahren gegen 16:40 Uhr am Bahnhof Schorndorf in einer S-Bahn. Dort soll ein 27-Jähriger ebenfalls die S-Bahn betreten und die beiden jungen Männer unvermittelt angegriffen haben. Diese wiederum sollen daraufhin wohl auf den 27-Jährigen eingeschlagen haben.
Durch alarmierte Streifen der Landespolizei konnten die drei afghanischen Staatsangehörigen noch am Tatort gestellt und zur Dienststelle verbracht werden.
Die zuständige Bundespolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen die drei Personen.
Caritas ehrt Merkel für ihre Politik und Kanzlerschaft: Preis für „Menschlichkeit“

Die Caritas der Diözese Augsburg holt Alt-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Bühne. Die frühere Bundeskanzlerin (CDU) erhält den Elisabeth-Preis – die höchste Auszeichnung des Diözesanverbands. Offizielle Begründung: Haltung, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und ein „respektvolles Miteinander“.
Merkel übernimmt persönlich
Bekanntgegeben hat das der Verband am Dienstag. Die Übergabe folgt am 25. September im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses in Bayern, der nach zwei Jahren Renovierung wiedereröffnet wird. Merkel nimmt den Preis persönlich entgegen.
„Gerade jetzt“ – und ausgerechnet sie
Diakon Markus Müller, Direktor des Caritasverbands für die Diözese Augsburg, lieferte die Kernformel. „Gerade jetzt braucht unser Land Menschen, die für Menschlichkeit und Miteinander stehen“, sagte er. Mit der Ehrung würdige die Caritas „die herausragenden Verdienste von Angela Merkel und ihr Wirken für Solidarität, Verantwortung und ein respektvolles Miteinander“. Die Heilige Elisabeth von Thüringen (1207–1231) gilt als Schutzpatronin der Caritas; der Preis trägt ihren Namen.
Preis wird zunehmend politisch aufgeladen
Was der Verband nicht sagt: Derselbe Preis ging bisher in der Regel an Leute aus dem eigenen Betrieb – Pflegedienstleitungen, Sozialstations-Vorstände, langjährige Caritas-Mitarbeiter. Verliehen wird er seit 2013, meist einmal im Jahr, als Urkunde plus Glasquader mit lasergestochener Elisabeth-Figur. Nun steht eine ehemalige Regierungschefin auf der Liste, deren Migrationspolitik anderen Institutionen bereits den UNESCO-Friedenspreis und den Nansen-Flüchtlingspreis des UNHCR eingebracht hat.
Publikum des politischen Establishments
Die Festrede hält die ÖRR-Journalistin Sarah Bosetti. Sie betreibt beim ZDF das Format Bosetti will reden! und hat unter anderem den Band „Wer Angst hat, soll zuhause bleiben!“ – Poesie gegen Populismus vorgelegt.
Als Gäste angekündigt sind Augsburgs Bischof Bertram Meier und Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbands. Welskop-Deffaa, selbst CDU-Mitglied, tritt regelmäßig gegen schärfere Asylregeln und Abschiebe-Rhetorik auf. Zur „Stadtbild“-Debatte von Friedrich Merz sagte sie dem Stern, die Caritas sehe statt eines Stadtbilds den „Sozialraum“ und wolle „Begegnungsräume für alle“. Forderungen nach schneller Rückkehr syrischer Flüchtlinge nannte sie Populismus.
Der Festakt eröffnet zugleich die Caritas-Aktionstage rund um den Caritas-Sonntag 2026. Die Diözese Augsburg richtet die Zentralveranstaltung zur bundesweiten Herbstsammlung aus, Motto: „Zusammen geht was! Caritas verbindet Generationen.“ Erwartet werden Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Ehrenamt. Einen Monat später, am 1. Oktober, erhält Merkel in Kiel außerdem den Hermann-Ehlers-Preis der gleichnamigen CDU-nahen Stiftung.
Migrationsfanatiker ehren Migrationsfanatikerin
Die Caritas Augsburg selbst betreibt umfangreiche Migrationsarbeit. Nach Angaben des Bistums wurden 2024 rund 9.000 Menschen in der Migrations-, Flüchtlings- und Integrationsberatung betreut, die Aufwendungen lagen bei rund einer Million Euro. Dass ausgerechnet eine Protagonistin der offenen Grenzen geehrt wird, scheint aus dem Blickwinkel wenig überraschend.
Sachsen: CDU-SPD-Regierung verprasst Steuergeld für Bürokratie, linke NGOs und Asylbewerber
In Sachsen wird seitens der Landesregierung so viel Geld ausgegeben wie nie zuvor. Als wenn es kein Morgen gäbe. Die AfD prangert die Rekordausgaben der Regierung an. Die Neuverschuldung müsse begrenzt werden.
Während die CDU-SPD-Regierung auf Bundesebene mit ihrer Haushaltspolitik und Rekord-Schuldenaufnahme Deutschland in die Zinsfalle treibt, macht es die CDU-SPD-Regierung in Sachsen ebenso. Anstatt zu sparen und eine solide Finanzplanung vorzulegen, werden die Ausgaben erhöht.
Noch nie wurde in Sachsen eine solche Ausgaben-Summe geplant
Zur Haushaltsdebatte im Sächsischen Landtag erklärt der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Urban in einer Pressemitteilung:
“Noch nie hat eine sächsische Staatsregierung geplant, so viel Geld auszugeben. Doch das einzig Rekordverdächtige an diesem Haushalt ist die Unfähigkeit der Regierung, richtige Prioritäten zu setzen, und mit dem hart verdienten Steuergeld unserer Bürger ordentlich zu haushalten.
Bei Rekord-Steuereinnahmen, einem zusätzlichen Sondervermögen des Bundes und den Kohle-Milliarden für den Strukturwandel darf es zu keiner Neuverschuldung kommen.”
Allein die sächsischen Personalkosten steigen auf 10 Mrd. Euro pro Jahr
Weiterhin heißt es in der Pressemitteilung:
“Insbesondere kritisieren wir den weiterhin ungebremsten Anstieg der Personalkosten auf über zehn Milliarden Euro pro Jahr, die noch einmal höheren Ausgaben für linksaktivistische NGOs und die Fortführung unnützer Agenturen wie der Sächsischen Energieagentur (SAENA).
Gekürzt wurde wieder einmal nur bei den Familien, während die Ausgaben für Asylbewerber – immerhin 1,1 Milliarden Euro – in der Höhe der letzten Jahre bestehen bleiben.”
Asylkosten in Bayern seit 2020 mehr als verdoppelt

Bayern hat im vergangenen Jahr rund 2,22 Milliarden Euro für die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern aufgewendet. Fünf Jahre zuvor waren es noch knapp 1,08 Milliarden Euro. Damit haben sich die Ausgaben seit 2020 mehr als verdoppelt. Das zeigen Zahlen des Bayerischen Innenministeriums, die aus einer schriftlichen Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rene Dierkes hervorgehen.
Am teuersten war das Jahr 2024: Damals beliefen sich die Ausgaben auf knapp 2,33 Milliarden Euro. 2025 gingen sie zwar wieder etwas zurück, lagen aber weiterhin deutlich über den Werten der vorangegangenen Jahre. So hatte der Freistaat 2021 rund 1,11 Milliarden Euro ausgegeben, 2022 waren es 1,46 Milliarden und 2023 bereits 1,94 Milliarden Euro.
Die Milliardenbeträge lassen sich allerdings nicht genau auf die Unterkünfte herunterbrechen. Die Staatsregierung hält die Frage nach den „Gesamtkosten für die Asylunterkünfte“ für zu unspezifisch und nennt deshalb die gesamten Ausgaben für Unterbringung und Versorgung. Gleichzeitig werden die Kapazitäten inzwischen zurückgefahren. Seit Juli des vergangenen Jahres läuft laut Angaben des Innenministeriums ein entsprechender Abbau. Bis Ende 2026 sollen 20.000 Plätze wegfallen. Als Grund nennt das Ministerium den deutlichen Rückgang der Asylzugänge. Besonders die vergleichsweise teuren Unterkünfte sollen dabei in den Blick genommen werden.
Wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten und Landkreisen sind, zeigen die Angaben vom 30. April. Allein für die Stadt München werden 13.056 regelmäßig belegbare Betten ausgewiesen. Im Landkreis München waren es 5.179, in Nürnberg 4.894, in Augsburg 3.559 und im Landkreis Rosenheim 3.374.
Mit 104 Prozent lag Ebersberg bei der Auslastung an der Spitze. Die Landkreise Rosenheim, Starnberg und Würzburg meldeten jeweils 97 Prozent. In Ingolstadt waren 53 Prozent der Kapazitäten ausgelastet, in Hof 54 Prozent und in Memmingen 55 Prozent. Die Staatsregierung weist darauf hin, dass es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme handelt und die Werte täglich schwanken können.
Zum Stichtag waren in den bayerischen Asylunterkünften Menschen aus mehr als 110 Herkunftsländern untergebracht. Laut Innenministerium zählen zu den zehn häufigsten die Ukraine, Afghanistan, Syrien, die Türkei, Nigeria, der Irak, Somalia, Russland, der Iran und Äthiopien. Wie viele Personen jeweils aus diesen Staaten stammen, geht aus der Antwort nicht hervor.




