10.07.2026 / Die wichtigsten Meldungen des Tages, die täglichen „Nachrichten AUF1“, präsentiert von Stefan Pollak
Albtraum in den Niederlanden: 15-jähriges Mädchen, das sich zunächst als Transjunge und später als Hund identifizierte, ermordet brutal ihre Eltern – und verschickt grausame, blutige Fotos an ihre Klassenkameraden

Ein 15-jähriges niederländisches Mädchen wurde unter dem Verdacht festgenommen, ihre Eltern in den frühen Morgenstunden des 18. Juni in ihrem Haus erstochen zu haben. Die Behörden ermitteln wegen Doppelmordes.
Der (die) Verdächtige, der sich zunächst als Junge und später als Hund ausgab, soll laut Dutch News ihre Eltern, Johan Enting und Mathilda Diemel, beide 53 Jahre alt, in ihrer Wohnung in Meerstad angegriffen haben .
Berichten zufolge erstach sie während ihres Amoklaufs auch den Golden Retriever der Familie.
In einem widerlichen Detail, das die Gemeinde entsetzt hat, soll das Mädchen Fotos von den blutbedeckten Leichen ihrer Eltern gemacht und die Bilder kurz nach den Morden über WhatsApp an Klassenkameraden geschickt haben, berichtete der Telegraaf .
Die niederländischen Behörden haben dringende Warnungen ausgesprochen und alle, die im Besitz solchen Materials sind, aufgefordert, es nicht weiterzugeben, sondern es direkt den Ermittlern zu übergeben.
Mitschülerinnen beschrieben das zunehmend bizarre Verhalten des Mädchens in den Monaten und Jahren vor der Tragödie. Eine Schülerin berichtete Medien, sie habe „einen Schwanz, Hundeohren und Handschuhe getragen“ und sei „auf allen Vieren herumgekrochen und bellend durch die Schulflure gerannt“, wie AOL berichtete.
Nachbarn berichteten, sie hätten sie nachts durch die Straßen rennen sehen, sich dabei wie ein Hund benommen, still auf Gartenzäunen und Schuppendächern gesessen und sich in Büschen versteckt; dieses Verhalten habe sich ihrer Aussage nach verschlimmert.
Die Familie und Freunde der Opfer veröffentlichten eine Erklärung, in der sie sagten, sie seien „zutiefst betroffen von den tragischen Ereignissen rund um den Tod von Johan und Mathilda aus Meerstad“ und könnten „kaum begreifen“, was geschehen sei, und dankten der Öffentlichkeit für die Unterstützung.
Die niederländische Polizei hat bestätigt, dass ein Minderjähriger in Gewahrsam genommen wurde, nannte aber kein Motiv. Die Ermittlungen dauern an.
Wer hat euch verraten?
Wer hat euch verraten? Es waren die Christdemokraten!
Es war Friedrich Merz, der die Asyl-Obergrenze versprochen hat – und jetzt kommen wieder 100.000 nach Deutschland! Es war Angela Merkel, die Millionen nach Europa gelockt hat. Es waren die scheinbar Konservativen in Deutschland und Österreich, die unsere Kinder und Enkel bis zum Hals verschuldet haben. Es waren genau diese Heuchler, die mit dem Green Deal die europäische Automobilindustrie restlos zerstört haben!
Nichts als Opportunisten und Schein-Konservative. Nun ist ihr Ende gekommen, in Deutschland wie in Österreich!
Lest selbst, wie Gerald Grosz mit ihnen abrechnet: „Ausgemerzt – Das Ende der Scheinkonservativen“
Zwiesel: Syrer begrapscht Frau, schlägt ihren Helfer nieder, wird sofort freigelassen und belästigt die nächste Frau
Ein 16-jähriger Syrer wurde in der Nacht zum Sonntag in Polizeigewahrsam genommen, weil er zwei Frauen in Zwiesel sexuell belästigt hatte. Nach Angaben der Polizei hatte der Jugendliche um etwa 1:30 Uhr eine Gruppe von Personen in der Angerstraße angesprochen. Er belästigte eine 30-Jährige und berührte sie unsittlich. Ein 30-Jähriger aus der Gruppe wollte helfen, wurde jedoch von dem 16-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der 30-Jährige fiel durch den Schlag zu Boden. Er erlitt leichte Verletzungen am Auge und am Knie. Der Frau, die ebenfalls belästigt wurde, versetzte der Jugendliche einen Schlag mit der Faust im Bereich der Nase.
Zunächst flüchtete der 16-Jährige in eine unbekannte Richtung. Im Zuge der eingeleiteten Fahndung wurde der junge Syrer schließlich von der Polizei gefasst. Er wurde zunächst nach der Feststellung seiner Personalien und der Aufnahme der Anzeige wieder entlassen. Etwa zwei Stunden später trat jedoch wieder seine Auffälligkeit auf. Laut Polizei fasste er im Bereich Baumsteftenlenzstraße/Langdorfer Straße einer weiteren 30-jährigen Frau ans Gesäß, griff sie an der Hüfte und verlangte, dass sie mit ihm mitkommt. Als ein junger Mann das bemerkte, half er der Frau. Daraufhin lief der Syrer wieder weg. Erneut konnte ihn die Polizei im Stadtgebiet festnehmen. In der Folge wurde er in Gewahrsam genommen. Mehrere Strafverfahren wurden gegen den jungen Mann eingeleitet.
Einseitige Hitze-Panik des Robert Koch-Instituts (RKI): 5.120 Hitzetote soll es gegeben haben – Modellzahlen wie bei Corona?

Nach der Hitzewelle mit neuen Rekorden über 41 Grad in Brandenburg und mehreren Regionen jenseits der 40-Grad-Marke legt das Robert Koch-Institut (RKI) eine Zahl vor, die sofort ins Auge springt: 5.120 geschätzte hitzebedingte Todesfälle bis Ende Juni. Die allermeisten Opfer sollen über 85 Jahre alt gewesen sein. Doch die Schlagzeile täuscht. Es handelt sich nicht um direkt nachgewiesene Hitzschläge auf Sterbeurkunden. Es handelt sich um das Ergebnis eines statistischen Modells.
Die nackten Zahlen aus dem aktuellen RKI-Bericht
In der Kalenderwoche 26 allein, vom 22. bis 28. Juni, schreibt das Institut rund 4.310 hitzebedingte Sterbefälle zu. Insgesamt starben in dieser Woche etwa 23.600 Menschen – knapp 30 Prozent über dem langjährigen Mittel von rund 18.200. Die Übersterblichkeit lag bei mehreren Tausend. Das RKI ordnet den Großteil dieser zusätzlichen Fälle der Hitze zu. Besonders hart getroffen: die Hochbetagten. Fast 2.950 der geschätzten Hitzetoten entfallen auf die Gruppe ab 85 Jahren. Weitere 1.320 kommen aus der Altersgruppe 75 bis 84. Unter 65 Jahren bleiben die Zahlen mit etwa 300 vergleichsweise gering. Absolut sterben mehr Frauen, was vor allem an der demografischen Struktur liegt.
Modell statt Totenschein – das Verfahren hinter den Zahlen
Die Zahlen entstehen nicht durch Auszählung klarer Todesursachen. Hitze tötet selten allein. Sie verstärkt meist bestehende Erkrankungen des Herzens, der Lunge oder demenzielle Leiden. Deshalb greift das RKI auf ein statistisches Modell zurück. Es vergleicht die vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Sterbefälle mit jenen, die bei einer Wochenmitteltemperatur von maximal rund 20 Grad zu erwarten wären. Die Differenz gilt als hitzebedingt. Genau dieses Vorgehen gleicht den umstrittenen Methoden der Corona-Jahre, als Modelle Todesfälle bestimmten Kategorien zuordneten. Der staatliche Gesundheitsapparat erzeugt damit eine Parallelrealität, die sich der direkten Nachprüfung weitgehend entzieht.
Negative Schätzungen zeigen die Schwächen des Modells
Besonders aufschlussreich wird es bei den Feinanalysen. In manchen Alters- und Geschlechtsgruppen liefert das Modell sogar negative Werte. Für Frauen unter 65 Jahren reicht das Vorhersageintervall von minus 20 bis 250. Solche Ergebnisse beweisen: Die statistische Unsicherheit ist groß, und die saubere Trennung zwischen normaler Sterblichkeit und Hitzeeffekt gelingt nicht immer. Während das Institut in der Öffentlichkeit mit hohen Gesamtzahlen auftritt, offenbart die Detailbetrachtung die Grenzen der Methode. Die konkrete Lebenswirklichkeit der betroffenen Menschen – hochbetagte Bürger mit Vorerkrankungen in einer überalterten Gesellschaft – wird durch diese Rechenspiele in den Hintergrund gedrängt.
Wien: Irakischer Ladendieb verletzt auf der Flucht Passantin und Ladendetektiv
Nachdem ein Mann gestern Nachmittag ein Bekleidungsgeschäft in der Mariahilfer Straße mit unbezahlter Ware im Wert von über 300 Euro verließ, nahm ein Ladendetektiv dessen Verfolgung auf. Es gelang, den mutmaßlichen Ladendieb einzuholen. Der 26-Jährige (Sta.: Irak) zeigte sich jedoch äußerst aggressiv und versuchte sich loszureißen. Im Zuge dessen stieß er eine unbeteiligte Passantin und den Ladendetektiv zu Boden und schlug dann mehrfach auf diesen ein. Als alarmierte Beamte des Stadtpolizeikommandos Margareten an der Einsatzörtlichkeit eintrafen, ließ der Täter von seinem Opfer ab und versuchte erneut zu flüchten. Dabei stürzte er über ein abgestelltes Fahrrad und konnte von den Einsatzkräften angehalten und vorläufig festgenommen werden. Bei der Personsdurchsuchung des 26-Jährigen fanden die Beamten Suchtgift (vermutlich Cannabiskraut und Kokain) vor und stellten
dieses sicher. Der 25-jährige Ladendetektiv und die 46-jährige Passantin, die beide Kopf- und Armverletzungen erlitten hatten, wurden durch einen Rettungsdienst notfallmedizinisch erstversorgt und in ein Spital gebracht.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der 26-Jährige wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls, der fahrlässigen Körperverletzung und nach den Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes auf freiem Fuß angezeigt.
Höcke-Verbot, AfD-Verbot, Wahlverbot: Für den Machterhalt ist jedes Mittel recht
Die Umfragewerte der CDU sinken, während die Opposition zulegt – und die Reaktion der Union ist alarmierend. Roland Tichy analysiert in dieser Ausgabe der „Lage der Nation“, wie Friedrich Merz, Jens Spahn und Julia Klöckner zunehmend auf Verbote und Ausgrenzung setzen, statt sich inhaltlich mit der Kritik auseinanderzusetzen.
Ob es um Forderungen nach Parteiverboten geht oder darum, unliebsame Oppositionelle aus dem Parlament zu drängen: Das Gebaren der CDU-Führung wirft grundlegende Fragen über ihr Demokratieverständnis auf. Wir erleben, wie eine ehemalige Volkspartei aus Angst um ihre Pöstchen und Privilegien die demokratischen Spielregeln opfert – statt die Gründe zu konfrontieren, warum Wähler vor der CDU zur AfD fliehen.
Berlin: Polizeibekannter Türke nimmt Geisel im REWE-Supermarkt

Nach fast 12 Stunden ist die Geiselnahme in einem Supermarkt in Berlin-Marienfelde beendet worden. “Der Täter ist durch Spezialkräfte überwältigt und die Geisel befreit worden”, sagte Polizeisprecher Florian Nath am Samstagvormittag. Gegen 9:20 Uhr sei der Zugriff erfolgt.
Zum Zustand der Frau konnte der Polizeisprecher zunächst nur berichten, dass sie unter Schock stehe, von Rettungskräften behandelt und in eine Klinik gebracht wurde. Der Täter wurde leicht verletzt ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.
Bei dem Geiselnehmer handelt sich um einen 29-jährigen Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem rbb am Samstagmittag. Nach seinen Worten soll am Sonntag entschieden werden, ob der Mann einem Haftrichter vorgeführt wird.
Am Freitagabend hatte der Täter nach Angaben der Polizei gegen 22 Uhr eine Frau in einem Rewe-Markt in seine Gewalt gebracht und bedroht. “Wir haben Kontakt zu dem Geiselnehmer, zu dem Mann”, sagte Polizeisprecher Stefan Petersen-Schümann während des Polizeieinsatzes dem rbb.
Der Mann habe im Verlauf des Einsatzes unterschiedliche Forderungen gestellt.
Nach ersten Erkenntnissen sollen der Mann und die Geisel vor der Tat in keiner Beziehung zueinander gestanden haben.
Der Rewe-Supermarkt an der Hildburghauser Straße, Ecke Tirschenreuther Ring, wurde weiträumig abgesperrt, wie eine rbb-Reporterin berichtete. Die Polizei war mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie weiteren Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden die Beamten von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst.
Nach Angaben eines Mitarbeiters des Rewe-Markts handelte es sich bei der Geisel um eine Kollegin.
Der Mitarbeiter berichtete außerdem, dass der Täter mit einem sehr großen Messer bewaffnet gewesen sei. Seinen Schilderungen zufolge stand der Supermarkt am Freitagabend kurz vor der Schließung. Er habe die letzten Kunden aus dem Geschäft begleiten wollen, als der Mann plötzlich ein Messer gezogen habe.
Der Täter ist polizeibekannt, so der Sprecher zu BILD.
Antisemiten fälschen Haalands Anruf bei Hamas-Geisel

Erling Haaland erkundigte sich bei Omer Shem Tov, der 505 Tage als Geisel in Gaza festgehalten wurde. Aus einer menschlichen Geste machten Israelfeinde eine Lüge über Mord, Soldaten und angebliche jüdische Fußballmacht.
Wenn Norwegen am Samstagabend im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen England spielt, wird in Israel ein junger Mann besonders aufmerksam auf Erling Haaland schauen. Omer Shem Tov, Überlebender der Hamas-Geiselhaft, drückt dem norwegischen Stürmer die Daumen. Das allein wäre schon eine bewegende Geschichte: Ein Fußballstar ruft einen Fan an, der die Hölle überlebt hat, fragt nach seinem Befinden und schenkt ihm einen Augenblick Normalität. Doch in diesem Sommer reicht selbst eine solche Geste aus, um zur Zielscheibe antisemitischer Hetze zu werden. Die Jüdische Allgemeine berichtete über den Fall und ordnete ihn in eine Serie von Verschwörungsmythen ein, die die Weltmeisterschaft inzwischen begleiten.
Omer Shem Tov war beim Nova-Festival von Terroristen verschleppt worden. 505 Tage wurde er im Gazastreifen als Geisel festgehalten. Dass ein internationaler Fußballstar wie Haaland ihn im April 2025 anrief und sich erkundigte, wie es ihm gehe, hätte eine dieser seltenen Geschichten sein können, in denen Sport mehr ist als Ergebnislisten, Tore und Fernsehbilder. Ein Spieler zeigt Mitgefühl. Ein Überlebender bekommt Aufmerksamkeit. Ein Fan erlebt einen Moment, der ihm niemand mehr nehmen kann.
Doch genau das war offenbar schon zu viel für jene, die Israelis grundsätzlich keine Empathie zugestehen wollen. Aus dem Anruf wurde eine gefälschte Version verbreitet. In dieser manipulierten Erzählung soll Haaland Omer Shem Tov nicht als befreite Geisel angesprochen haben, sondern ihm angeblich dazu gratuliert haben, als Soldat Palästinenser ermordet zu haben. Die Botschaft dieser Fälschung ist durchsichtig: Aus einem Opfer der Hamas soll ein Täter gemacht werden. Aus Mitgefühl soll Komplizenschaft werden. Aus Haaland, der sich menschlich verhielt, soll ein Unterstützer angeblicher israelischer Gewalt werden.
Das ist der Mechanismus des modernen Antisemitismus. Er erträgt keinen jüdischen Schmerz, solange er nicht gegen Israel verwendet werden kann. Er erträgt keine israelischen Opfer, weil diese Opfer die einfache Erzählung stören, nach der Israel immer nur Täter sein darf. Wer aus der Geisel Omer Shem Tov einen angeblichen Mörder macht, will nicht über Fußball reden. Er will die Erinnerung an die Entführung, die Gefangenschaft und die Verantwortung der Hamas auslöschen.
Haaland selbst hatte sich bereits beim WM-Qualifikationsspiel gegen Israel nicht in die politische Pose drängen lassen. Er erklärte damals, als Fußballer solle er dazu nichts sagen. Das war weder eine große pro-israelische Rede noch ein politisches Bekenntnis. Es war Zurückhaltung. Doch auch Zurückhaltung reicht manchen nicht. Wer Israel nicht öffentlich verurteilt, gerät schnell selbst ins Visier. Wer einer ehemaligen Hamas-Geisel Mitgefühl zeigt, wird in den Augen der antisemitischen Netzwerke zum Feind.
Die Jüdische Allgemeine beschreibt den Fall nicht isoliert. Sie verweist auch auf eine weitere groteske Erzählung aus dieser Weltmeisterschaft. Nach der Niederlage Ägyptens gegen Argentinien wurde der französische Schiedsrichter François Letexier in sozialen Netzwerken kurzerhand zum Juden erklärt. Sein englischer Wikipedia-Eintrag wurde manipuliert und mit der falschen Angabe versehen, er sei in eine jüdisch-orthodoxe Familie geboren worden. Diese Fälschung wurde anschließend als angeblicher Beweis für eine jüdische Fußballverschwörung verbreitet.
So funktioniert dieser Wahn. Wenn die eigene Mannschaft verliert, war nicht der Gegner besser. Dann war es der Schiedsrichter. Wenn der Schiedsrichter nicht reicht, war er Jude. Wenn Lionel Messi weiterkommt, dann nicht wegen Leistung, sondern wegen angeblicher zionistischer Macht. Wenn Haaland eine Geisel anruft, dann nicht aus Mitgefühl, sondern als Teil eines erfundenen israelischen Mordnarrativs. Antisemitismus braucht keine Logik. Er braucht nur einen Anlass, um Juden, Israelis oder angebliche „Zionisten“ wieder zum heimlichen Lenker der Welt zu erklären.
Die Weltmeisterschaft zeigt damit etwas, das weit über den Fußball hinausgeht. Früher stritt man nach solchen Spielen über Elfmeter, Abseits, Chancen und Trainerfehler. Heute verwandeln radikale Milieus selbst Sportereignisse in politische Projektionsflächen. Eine Palästinaflagge taucht nach einer marokkanischen Niederlage in europäischen Straßenszenen auf. In Den Haag werden nach Angaben der Jüdischen Allgemeinen antisemitische Vernichtungsparolen gerufen. Und im Netz wird ein Anruf zwischen einem Fußballstar und einer befreiten Hamas-Geisel in eine Lüge umgeschrieben.
Das Problem ist nicht, dass Fußball politisch sein kann. Sport war nie völlig frei von Politik. Das Problem ist, dass Judenhass inzwischen jede offene Stelle besetzt. Er hängt sich an Siege, Niederlagen, Schiedsrichter, Wikipedia-Einträge, Prominente, Geiseln und gefälschte Videos. Er braucht keinen Zusammenhang mit Israel. Er erzeugt ihn einfach.
Für Omer Shem Tov bedeutet das eine zweite Zumutung. Nach der Geiselhaft wird seine Geschichte nicht nur von Hamas und ihren Unterstützern relativiert. Sie wird verdreht. Ein junger Israeli, der verschleppt wurde und 505 Tage nicht frei war, soll in der antisemitischen Fantasie nicht als Opfer gelten dürfen. Genau das ist die Grausamkeit dieser Propaganda. Sie will nicht nur Israel beschädigen. Sie will Israelis das Recht nehmen, als Menschen gesehen zu werden.
Haaland verdient in diesem Zusammenhang keinen Spott, sondern Respekt. Er tat nichts Spektakuläres. Er hielt keine große Rede. Er machte einen Anruf. Aber dieser Anruf war menschlich. Und in einer Zeit, in der Israelfeindschaft oft als moralische Haltung verkauft wird, kann Menschlichkeit gegenüber einem israelischen Opfer bereits als Provokation gelten. Das sagt wenig über Haaland. Es sagt sehr viel über seine Kritiker.
Die gefälschte Version des Videocalls zeigt, wie gefährlich manipulierte Inhalte geworden sind. Ein Ausschnitt, ein falscher Untertitel, eine erfundene Behauptung, ein empörter Beitrag, und schon entsteht ein neues Stück Hetze. Viele prüfen nicht mehr, ob etwas stimmt. Sie fragen nur, ob es in ihr Feindbild passt. Und wenn es gegen Israel geht, genügt oft schon die Richtung.
Gerade deshalb müssen solche Fälle klar benannt werden. Nicht als „Kontroverse“. Nicht als „aufgeheizte Fußballstimmung“. Nicht als „Nahoststreit im Netz“. Es ist Antisemitismus, wenn eine befreite Hamas-Geisel zum Täter umgelogen wird. Es ist Antisemitismus, wenn ein Schiedsrichter nach einer Niederlage erfunden zum Juden gemacht wird, damit eine Verschwörungserzählung passt. Es ist Antisemitismus, wenn sportliche Enttäuschung, politische Wut und Hass auf Israel zu einem einzigen Gift vermischt werden.
Die Fußball-Weltmeisterschaft sollte Menschen verbinden. In diesem Fall zeigt sie, wie schnell selbst ein Spiel zur Bühne für alte Feindbilder wird. Haaland wird angegriffen, weil er Mitgefühl zeigte. Omer Shem Tov wird verleumdet, weil er Israeli ist. Und im Hintergrund steht dieselbe alte Botschaft: Juden dürfen Opfer sein, aber nur, wenn ihr Leiden politisch nützlich ist. Israelis dürfen nicht einmal Mitgefühl bekommen, ohne dass jemand daraus eine Verschwörung baut.
Das ist die Wahrheit hinter diesem Fall. Nicht Haaland hat sich politisiert. Nicht Omer Shem Tov hat den Fußball missbraucht. Antisemiten haben eine menschliche Geste genommen und sie in Hass verwandelt.
Vergewaltigung im Hamam in Wernau: Kuschelurteil für tunesischen Masseur

Ein junger Masseur hat im Berufungsverfahren um eine Vergewaltigung und Körperverletzung eine mildere Strafe erhalten. Er wurde nun nach Jugendstrafrecht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Damit korrigierte das Stuttgarter Landgericht das Urteil des Amtsgerichts Esslingen, das den Tunesier zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt hatte. Weil das Strafmaß nun zwei Jahre beträgt, ist dadurch auch eine Bewährungsstrafe möglich. Bei einer Strafe von mehr als zwei Jahren wäre das ausgeschlossen gewesen.
Der Mann hatte nach Überzeugung des Gerichts eine Frau in Wernau (Kreis Esslingen) vergewaltigt. Die Tat ereignete sich in einem Hamam. Im Berufungsverfahren ging es nun nicht um die Tat an sich. Diese hatte der Angeklagte im ersten Prozess eingeräumt. Viel mehr hatte die Verteidigung gefordert, dass der Mann nicht nach Erwachsenen-, sondern nach Jugendstrafrecht verurteilt wird. Der Angeklagte, der aus Tunesien kommt, war nach eigenen Angaben zum Tatzeitpunkt noch nicht 21 Jahre alt. Er hatte angegeben, er könne seinen Pass nicht finden.
Auf ausdrücklichen Wunsch der betroffenen Frau, die als Frauenärztin arbeitet, war der Prozess öffentlich. Christine Ost (Name geändert) zeigte sich nach dem Urteil enttäuscht, dass der Täter nicht ins Gefängnis muss. Sie kennt die Folgen einer Vergewaltigung auch aus ihrer Praxis. “Ich kenne keine Frau, die irgendwann mal sagt, das ist vorbei”, erzählt Ost dem SWR. “Ich hab Patienten, die können keinen Sex mehr haben. Ich hab Patienten, die können kein Kind mehr zur Welt bringen. Und die allermeisten Frauen zeigen es nicht an.”
Das Erlebnis begleite sie nach wie vor täglich. Ihr Leben sei in ein “Vorher” und ein “Nachher” geteilt, erzählte sie. Sie würde sich wünschen, dass in Zukunft mehr solcher Straftaten angezeigt werden. “Denn nur so bekommen wir endlich das Problem in den Griff, dass die Täter sich auch vor einer Strafverfolgung fürchten”, meint die Betroffene.
Ost hätte gern auf den Berufungsprozess verzichtet, schilderte sie dem SWR vor dem Urteil. Schließlich musste sie durch den zweiten Prozess die Tat gedanklich erneut durchleben. An den Tag im Dezember, als sie sich zur Entspannung eine Massage gebucht hatte, kann sie sich noch gut erinnern. Im textilfreien Bereich hatte sie zunächst vollstes Vertrauen. Doch dann sei der junge Mann beim Massieren immer dominanter geworden. Da habe sie gemerkt, dass etwas nicht stimmte. “Er ist mit seinen Fingern mehrmals bis zum Anschlag, das heißt bis zum Gebärmutterhals, in meine Scheide eingedrungen”, so die Frauenärztin. Sie selbst sei daraufhin wie in eine Schockstarre gefallen.
Im selben Raum sei die gesamte Zeit über ein zweiter, älterer Masseur anwesend gewesen. Christine Ost sagt, die beiden Männer hätten miteinander Blickkontakt gehabt. Im Dezember 2025 wurde der ältere Masseur wegen Vergewaltigung einer anderen Frau zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Das Urteil war damals aber noch nicht rechtskräftig.
Nicht das Opfer einer Vergewaltigung sollte sich schämen, sondern der Täter.
Christine Ost, Betroffene
Das Hamam in Wernau ist in den vergangenen Jahren bereits mehrmals wegen sexueller Nötigung in Verruf geraten. Nach der Vergewaltigung von Christine Ost wurde dem Pächter gekündigt.
Wien: Zwei Syrer attackieren Passanten mit dem Messer und berauben ihn
Als ein 30-jähriger Mann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der Mundygasse im 10. Bezirk von zwei Unbekannten ausgeraubt und dabei mit Faustschlägen sowie einem Messer attackiert wurde, schrie er laut um Hilfe. Die Angreifer ergriffen die Flucht, während aufmerksam gewordene Passanten sofort den Notruf wählten. Das Opfer, das Verletzungen im Gesicht sowie Schnittwunden im Bauchbereich erlitten hatte, wurde von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt und in ein Spital gebracht. Im Zuge der eingeleiteten Sofortfahndungsmaßnahmen konnten Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten die Tatverdächtigen (22 und 29 Jahre alt, beide Sta.: Syrien) kurz darauf in der Quellenstraße anhalten und vor-läufig festnehmen. Bei den Personsdurchsuchungen wurden die mutmaß-liche Tatwaffe, ein Küchenmesser, sowie das Diebesgut, das Mobiltelefon des Opfers, aufgefunden und sichergestellt.
Der 22-Jährige und der 29-Jährige wurden wegen des Verdachts des schweren Raubes angezeigt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden die Beschuldigten in eine Justizanstalt überstellt.


