Ein türkisch-kurdisches Schulmädchen soll von neun Jungen arabischer Abstammung im Hinterzimmer eines Berliner Jugendzentrums in Gropiusstadt, Neukölln, begrapscht worden sein. Dann kam heraus, dass sie im November im Garten des Jugendzentrums vergewaltigt wurde. Ein Skandal ist ausgebrochen, nachdem berichtet wurde, dass das Jugendzentrum keine Anzeige erstattet hatte, offenbar aus Angst, die Verdächtigen könnten als “typische Muslime” bezeichnet werden.
Schon seit Monaten gab es beunruhigende Berichte aus dem Berliner Jugendzentrum im multikulturellen Stadtteil Neukölln: unerwünschte Umarmungen, Mädchen, die ohne Zustimmung mit Brüsten und Po berührt wurden, und das Ziehen auf den Schoß von Jungen.
All diese Vorfälle sollen offen vor dem Personal stattgefunden haben.
Dann, im Januar, ereignete sich der Vorfall mit der Massenbegrapschung des türkisch-kurdischen Opfers durch die neun Jungen, wobei jeder abwechselnd sie missbrauchte, während ein Junge in der Tür Wache hielt. Sie hörten erst auf, als ein Mitarbeiter hereinkam.
Drei Tage später gab das Mädchen gegenüber dem Personal zu, dass ihr etwas Schlimmeres passiert war. Sie war bereits im November vergewaltigt worden – abends im Garten des Jugendzentrums. Danach hockte sie stundenlang in einer Ecke. Als sie schließlich versuchte, den Bereich zu verlassen, war der gesamte Bereich abgeschlossen. Sie musste über den Zaun klettern, um herauszukommen, und brach sich dabei den Knöchel.
Auch der Übergriff war gefilmt worden. Der Junge, bekannt unter dem Spitznamen Medi, 17, soll das Filmmaterial zur Erpressung benutzt haben.
“Ich will dich jeden Montag hier sehen, sonst schicke ich das deinen Eltern.” Als sich das Video herumsprach, begannen andere Jungs in der Gruppe, sie zu verspotten: “Du lässt dich verarschen.” Sie wollten auch, dass das Mädchen sie ihrer 14-jährigen Schwester vorstellt.
Jetzt steht das Jugendzentrum wegen seiner unglaublichen Reaktion im Visir.
Berichten zufolge erhielten weibliche Besucher statt der Einschaltung der Behörden ein “Safeword”, das sie verwenden konnten, wenn sie sich bedroht fühlten. Außerdem wurde die Tür im Hinterzimmer aus den Angeln entfernt. Die Mitarbeiter weigerten sich, zur Polizei zu gehen, obwohl Kollegen aus anderen Einrichtungen Druck ausübten, dies zu tun. Die interne Rechtfertigung war laut Quellen, die mit der Zeitung Bild sprachen, der Wunsch, die Dinge ruhig zu halten, damit die jungen Leute nicht sofort als “typische Muslime” abgestempelt würden.
Jugendstaatssekretär Falko Liecke, 53, von den Christdemokraten (CDU), war in seiner Antwort unverblümt, als Bild ihn ansprach.
“Es ist empörend, dass die muslimischen Täter hier offenbar geschützt werden, um sie nicht zu stigmatisieren, während das Opfer im Stich gelassen wird. Diese Einstellung ist völlig inakzeptabel.” Er kündigte an, dass er prüfe, ob Kinderschutzgesetze verletzt worden seien.
Das Mädchen suchte schließlich außerhalb der Einrichtung Hilfe, da sie sich weigerten, zur Polizei zu gehen.
Ein Unterstützer des Mädchens sprach mit ihren Eltern, die die Nachricht über das, was ihrer Tochter passiert war, äußerst schwer nahmen. Zusammen mit einem Polizeipräventionsbeamten gingen sie zum Büro der staatlichen Kriminalpolizei, wo das Mädchen eine Videoaussage abgab, damit sie die Ereignisse nicht wiederholen musste.
Die Beamten handelten schnell, um das Mobiltelefon des Verdächtigen zu beschlagnahmen. Ihr Vater reichte eine formelle Beschwerde gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger ein und reichte auch Online-Beschwerden gegen die Verantwortlichen in der Einrichtung sowie gegen die Verantwortlichen ein, die nicht gehandelt haben.
Der Leiter des Jugendamtes war bereits am 29. Januar informiert worden. Die Erklärung der Regierung Neukölln gegenüber Bild, warum keine Anzeige eingereicht wurde, lautete, dass “das Jugendamt keine Anzeige erstattete, weil sie weder die Namen des Opfers noch des Täters kenne.”
Liecke antwortete auf ihre Ausrede und sagte: “Dieser Fall war eindeutig dazu gedacht, aus politischen Gründen unter den Teppich gekehrt zu werden. Es stand nicht einmal auf der Tagesordnung im Bezirksbüro, obwohl es hätte sein sollen. Weder das Jugendamt noch der zuständige Stadtrat erstatteten Anzeige bei der Polizei. Das ist ein Skandal und muss Konsequenzen haben.”
Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel von den Sozialdemokraten (SPD) sagte, er sehe keinen Grund für disziplinarische Maßnahmen gegen die Jugendrätin der Linken mit politischer Verantwortung für den Fall, da sie erst am 2. März von ihrem eigenen Sozialamt informiert worden sei.
Dennoch erkannte er die Schwere der Situation an: “Dieser schockierende Fall zeigt, dass die Strukturen und Prozesse im Jugendfürsorgsamt eine selbstkritische interne Überprüfung erfordern. In diesem Zusammenhang wäre eine Umfrage zum Thema sexuelle Übergriffe in Jugend-Freizeiteinrichtungen ratsam, um systematische Verbesserungen zu entwickeln. Das Bezirksamt wird das besprechen.”
Laut Kriminalitätsdaten werden fast die Hälfte aller Gruppenvergewaltigungen in Berlin von Ausländern begangen. Allerdings wird angenommen, dass auch die andere Hälfte eine hohe Anzahl deutscher Staatsbürger mit migrationshintergrund hat, obwohl offizielle Zahlen noch nicht veröffentlicht wurden.
Germany: After girl gang raped, Berlin youth center accused of cover-up because they did not want suspects to be labeled as ‘typical Muslims’