
Wegen eines mutmaßlichen Sexualdeliktes an einer Koblenzer Schule wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen einen möglichen Mittäter.
Der 20-jährige Tatverdächtige konnte laut Polizei am 4. Mai festgenommen werden. Er wurde demnach dem Haftrichter vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft. Er stehe im Verdacht, Ende April in einer Koblenzer Schule sexuelle Handlungen an einem 11-jährigen Mädchen vorgenommen zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz auf SWR-Anfrage bestätigte, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Afghanen. Zuvor hatte die Rhein-Zeitung darüber berichtet.
Gegen den Mann werde auch noch wegen einer weiteren mutmaßlichen Sexualstraftat ermittelt, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem sei er in einem früheren Verfahren schon einmal zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er eine Schreckschusswaffe hatte, obwohl er keine waffenrechtliche Erlaubnis besaß. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben auch gegen einen möglichen Mittäter. Weitere Details wollen die Strafverfolger nicht bekannt geben, um die noch laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.
Wie ein Polizeisprecher in der vergangenen Woche mitteilte, haben seit Bekanntwerden der Ermittlungen viele besorgte Eltern von verschiedenen Koblenzer Schulen bei der Polizei angerufen. Die Sorgen würden sehr ernst genommen, so der Sprecher. Dennoch bestehe keine Gefahr für Schülerinnen und Schüler. Die betroffene Schule stehe in Kontakt mit der Polizei. Dort sei ein Krisenteam eingerichtet worden, das mit Schülerinnen und Schülern und deren Eltern kommuniziere.