Die BILD im Fadenkreuz der Linken. Selbst gezüchtet!

Wenn selbst die BILD erfährt, wie „tolerant“ die Linken wirklich sind, bröckelt die Moral-Fassade. Wer jahrelang andere etikettiert, bekommt nun die eigenen Etiketten zurück an die Stirn geklebt. Deutschland: Wo Pressefreiheit gilt – außer für die falsche Presse. Genug mit dem politischen Schönreden. Zeit für Klartext.

„Go woke, go broke“: Wie Rossmann und Vorwerk sich ins eigene Knie schießen

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Kurz vor dem umsatzstarken Jahresendgeschäft haben zwei prominente Traditionsfirmen aus Deutschland eine Entscheidung getroffen, die manchem Kunden sauer aufstößt – und die Marktfolgen könnten schmerzlicher sein, als Vorstandsetagen jetzt hoffen. Die Drogeriekette Rossmann und der Haushaltsgerätehersteller Vorwerk haben ihre Mitgliedschaft im Verband „Die Familienunternehmer“ gekündigt. Auslöser war, dass der Verband ein bisher bestehendes Kontaktverbot zur AfD aufhob und Vertreter der Partei zu einem parlamentarischen Abend eingeladen hatte.

Was die Entscheidungsträgern in den woken Chefbüros von Rossmann und Vorwerk offenbar unterschätzen: Für einen erheblichen Teil der Bevölkerung wirkt diese Entscheidung nicht wie eine neutrale Abgrenzung, sondern wie ein vernichtendes Urteil über Millionen Bürger.

Menschen, die sich ohnehin seit Jahren als ausgegrenzt und moralisch abgestempelt fühlen, nehmen diesen Schritt persönlich – und sie lassen ihren Frust nun offen heraus.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Sowohl Rossmann als auch Vorwerk erleben in den letzten Tagen eine Welle von Boykottankündigungen.

Ihre Social-Media-Seiten sind voll mit Kommentaren, in denen empörte Kunden schreiben, sie würden künftig woanders einkaufen – viele betonen, dass sie seit Jahrzehnten treue Kunden waren und sich nun „politisch brüskiert“ fühlen.

Man findet dort hunderte Beiträge mit dem Tenor: „Wenn ihr uns nicht respektiert, respektieren wir eure Kasse nicht.“ Und es bleibt nicht nur bei Online-Worten.

In manchen deutschen Rossmann-Filialen soll es bereits Kunden gegeben haben, die volle Einkaufswagen demonstrativ stehen ließen – bewusst, sichtbar und kommentarlos.

Ein stiller Protest, aber ein unübersehbares Zeichen: „Ihr wollt uns nicht. Dann bekommt ihr unser Geld eben auch nicht.“

Solche Aktionen mögen für manche banal wirken, aber für Händler sind sie ein Warnsignal. Wenn Kundentreue bricht, bricht Umsatz — gerade im Weihnachtsgeschäft.

Viele der verärgerten Konsumenten formulieren denselben Kernpunkt: Sie fühlen sich nicht deshalb ausgeschlossen, weil ihre politische Meinung ungewöhnlich wäre — sondern weil Unternehmen zunehmend versuchen, politische und moralische Deutungshoheit über ihre Kunden zu gewinnen.

Der Austritt aus dem Verband, so die Wahrnehmung vieler, sei nicht einfach eine Entscheidung gegen einen Verband, sondern ein Statement gegen die Menschen, die man mit der AfD in Verbindung bringt. Und diese Menschen sind zahlreich — laut aktuellen Umfragen stellen sie bereits die stärkste Kraft in Deutschland.

Die Botschaft, die viele empfinden, lautet: „Wir wollen euer Geld, aber nicht eure Meinung.“

Ob man die AfD sympathisch findet oder nicht — Millionen Menschen in Deutschland wählen sie, fühlen sich von ihr vertreten oder tragen zumindest einzelne Positionen mit. Wenn Unternehmen heute politische Distanz zu einer Partei markieren, interpretieren viele das automatisch als Distanz zu den Wählern dieser Partei.

Und genau hier liegt das Risiko:

  • Wer moralische Signale setzt, darf sich nicht wundern, wenn Kunden darauf moralisch reagieren.
  • Wer politische Haltung zeigt, darf nicht überrascht sein, wenn es politische Gegenreaktionen gibt.
  • Und wer sich von Teilen der Bevölkerung abgrenzt, darf nicht erwarten, dass diese weiterhin loyal konsumieren.

Rossmann und Vorwerk wollten im Sinne des woken Zeitgeistes Haltung zeigen — und haben damit nun eine Welle verärgerter Kunden ausgelöst, die sich in ihrer politischen Identität abgewertet fühlen.

Ob die Verantwortlichen den Effekt unterschätzt haben? Wahrscheinlich.

Ob die Boykotte anhalten werden? Das hängt davon ab, ob die Firmen erkennen, dass viele Menschen nicht „beleidigt“ reagieren — sondern schlicht keine Lust mehr haben, für ihr politisches Weltbild gemaßregelt zu werden.

Sicher ist nur eines: Wer mitten im Weihnachtsgeschäft Hunderttausende Kunden verärgert, sollte sich nicht wundern, wenn die Kassen am Ende des Jahres leiser klingen.

„Go woke, go broke“: Wie Rossmann und Vorwerk sich ins eigene Knie schießen – UnserTirol24

Dresden: Orientalische Ladendiebe schlagen und treten auf Ladendetektiv ein

Ein Detektiv stellte in einem Einkaufszentrum an der Peschelstraße zwei Ladendiebe, einen 17-jährigen libanesischen Staatsangehörigen und einen 19 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen.

Die beiden hatten gemeinschaftlich eine Mütze im Wert von rund 30 Euro aus einem Sportgeschäft gestohlen. Anschließend verletzten sie den Ladendetektiv und weitere zur Unterstützung eilende Mitarbeiter des Geschäftes durch Schläge sowie Tritte leicht. Es gelang die gewalttätigen Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Gegen sie wird nun wegen räuberischen Diebstahls ermittelt.

Aggressive Ladendiebe | Betrüger gab sich als Bankmitarbeiter aus | Mutmaßliche Buntmetalldiebe gestellt

Schweizer Bürger sagen „Nein“ zu Bürgerdienst statt Wehrpflicht – und „Nein“ zur Klimasteuer

Die Schweizer haben dem Klima-Wahn eine Abfuhr erteilt und den Wehrdienst gestärkt.
Foto: pixel2013 / pixabay (CC0 1.0)

Die Schweizer Stimmberechtigten stimmten über zwei Vorlagen ab: den sogenannten „Service citoyen“, der eine allgemeine Dienstpflicht für alle Schweizer, also auch Frauen, vorgesehen hätte, sowie eine bundesweite Erbschafts- und Schenkungssteuer zur Finanzierung der Klimapolitik. Heute, Sonntag, fand die Abstimmung statt.

Deutliche Absage an allgemeinen Bürgerdienst

Heute gilt in der Schweiz die Militär- oder Zivilschutzpflicht für Männer, während Frauen freiwillig dienen können. Die Service-citoyen-Initiative wollte dieses System grundlegend verändern: Künftig sollten alle Schweizerinnen und Schweizer einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit leisten – im Militär, im Zivilschutz oder in einem gleichwertigen Milizdienst, aber auch im Klimaschutz oder im Sozialbereich.

Wie im Mittelalter: Robotarbeit für alle

Das Initiativkomitee argumentierte, ein breiter verstandener Dienst an der Gesellschaft stärke das Milizsystem, fördere den gesellschaftlichen Zusammenhalt und trage zur Bewältigung des Klimawandels bei.

Bundesrat und Parlament warnten hingegen vor massiv steigenden Kosten, einer erheblichen Belastung für Kantone, Bund und Wirtschaft sowie einer Überdehnung des Sicherheitsauftrags. Die Stimmbürger folgten letztlich klar der Regierungsposition.

Klima-Steuer durch die Hintertür

Noch deutlicher fiel das Nein zur sogenannten „Initiative für eine Zukunft“ aus. Sie verlangte, dass der Bund künftig eine Erbschafts- und Schenkungssteuer von 50 Prozent auf Vermögen über 50 Millionen Franken erheben darf.

Die Einnahmen – zwei Drittel für den Bund, ein Drittel für die Kantone – sollten ausschließlich für die Klimapolitik und den Umbau der Wirtschaft in Richtung Netto-Null bis 2050 verwendet werden.

Noch mehr Geld für Klima-Industrie

Das Initiativkomitee betonte, dass heutige Klimamaßnahmen unzureichend seien und besonders große Vermögen stärker zur Verantwortung gezogen werden müssten. Doch die Begehrlichkeiten des Staates sind unersättlich. Einmal die Tür aufgestoßen, machen sie auch nicht vor mittleren und schließlich nicht vor kleinen Vermögen Halt.

Zudem warnte die Regierung vor erheblichen Risiken: Eine solche Steuer könnte Vermögende zur Abwanderung bewegen, Arbeitsplätze gefährden und die Steuereinnahmen langfristig sogar senken. Die Mehrheit der Stimmbürger sah dies offenbar genauso – und verwarf die Initiative deutlich.

Ein politisches Signal

Mit der klaren Absage an beide Vorlagen sendet die Schweiz ein doppeltes Signal: keine Aushöhlung der Wehrpflicht und Verteidigungsfähigkeit und Schluss mit der überdehnten Klimapolitik.

Letzteres wird noch für Debatten sorgen, denn in einer anderen Abstimmung hatten sich die Schweizer für das Netto-Null-Ziel bis 2050 ausgesprochen. Ohne Geld ist das aber nicht zu haben. Erst jetzt, wo klar wurde, dass die Schweizer selbst zur Kasse gebeten werden, ging ihnen das Licht auf.

Bürger sagen „Nein“ zu Bürgerdienst statt Wehrpflicht – und „Nein“ zur Klimasteuer – Unzensuriert

Gewöhnt Euch dran!

Gewöhnt euch dran. Gewöhnt euch an Beton. Gewöhnt euch an Absperrungen. Gewöhnt euch an bewaffnete Patrouillen, an Zonen der Angst, an Sicherheitsdurchsagen auf Weihnachtsmärkten. Gewöhnt euch an eine Welt, die diese Politiker geschaffen haben – und niemals selbst betreten müssten, weil sie ihre Adventszeit hinter Personenschutz und Panzerglas verbringen. Wir sollen akzeptieren, dass unsere Weihnachtskultur militarisiert wird, weil die Politik zu feige war, rechtzeitig zu handeln. Wir sollen die Poller „Normalität“ nennen, obwohl sie nichts anderes sind als das monumentale Mahnmal einer Staatsführung, die versagt hat. Genug mit dem politischen Schönreden. Zeit für Klartext.

Weimar: Marokkaner bedroht Besucher des Weihnachtmarktes mit dem Messer – Strassen gesperrt, Busverkehr eingestellt

Archivbild. Weimarer Weihnachtsmarkt 2024. Screen grab youtube

Am Abend des 29.11.2025 belästigte ein 29-jähriger Mann Personen im Bereich der Eisbahn auf dem Theaterplatz in Weimar. Nachdem er von einem Besucher angesprochen wurde, entwickelte sich ein Streit zwischen beiden. In dessen Verlauf zog der 29-Jährige ein Messer, wodurch eine Bedrohungssituation entstand. Umstehende Besucher bemerkten das Geschehen und drängten den Mann vom Weihnachtsmarktbereich ab. Beim Eintreffen der Polizei war die Lage zunächst unübersichtlich. Im Rahmen polizeilicher Einsatzmaßnahmen konnte der 29-Jährige überwältigt und polizeilichem Gewahrsam zugeführt werden. Hierbei wurden der Tatverdächtige und drei weitere Personen durch den Einsatz von Pfefferspray leicht verletzt. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen handelt es sich bei dem 29-Jährigen um einen marokkanischen Staatsangehörigen. Die Polizei steht in engem Austausch mit der Stadt Weimar. Die öffentliche Sicherheit im Stadtgebiet und im Bereich des Weihnachtsmarktes wird weiterhin durch die Polizei gewährleistet. Die Ermittlungen dauern an. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Weimar unter der Telefonnummer 03643/882-0 zu melden.

LPI-J: Polizeieinsatz auf dem Weimarer Weihnachtsmarkt | Presseportal

Lügen-Merz faselt von „Auseinandersetzung zwischen ganz links und ganz rechts“ in Gießen

CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Unaufrichtigkeit und Neigung zu zynischer Realitätsklitterung einmal mehr unter Beweis gestellt. Zu den schändlichen Gewaltexzessen linker Extremisten in Gießen anlässlich des gestrigen Gründungskonvents des AfD-Nachwuchses meinte Merz gestern nachmittag, während er den Landesparteitag der sachsen-anhaltischen CDU in Magdeburg besuchte, wörtlich: „Sie werden heute Abend Fernsehbilder aus der Stadt Gießen sehen, die alles andere als erfreulich sind, eine Auseinandersetzung zwischen ganz links und ganz rechts“. Eine abgefeimtere und kaltschnäuzigere Verzerrung von Tatsachen dürfte von einem Bundeskanzler selten zu hören gewesen sein.

Die Wahrheit sah nämlich so aus, dass in Gießen eine ausnahmslos friedliche AfD-Parteiveranstaltung von einem Heer überwiegend staatlich finanzierter Linksradikaler militant belagert und die Teilnehmer bedroht wurden, währen eine ganze Stadt im Ausnahmezustand war. “Ganz rechts“ war hier nicht zu sehen, sondern nur “ganz links” – und die reale Auseinandersetzung lief zwischen Polizisten, die ihren Kopf für diesen Wahnsinn hinhalten mussten, und von dem selben Staat wie sie alimentierten gewaltbereiten Linksfaschisten.

Weiterlesen:

Pervers: Lügen-Merz faselt von “Auseinandersetzung zwischen ganz links und ganz rechts” in Gießen » Journalistenwatch

Weg mit den Geschwätzwissenschaften? 

Wikimedia Commons, Node 2933418033, PD-self

Es gibt zu viele Studenten und Akademiker. Während klassische Handwerksbetriebe mittlerweile um jeden Lehrling kämpfen müssen, haben fast 40 Prozent der unter 35-jährigen Europäer mindestens einen Bachelor-Abschluss. Selbst vor dem erwiesenen Hintergrund, dass Volkswirtschaften in dem Maße, in welchem sie an Wohlstand gewinnen, vermehrt auf komplexer werdende Dienstleistungen setzen, erscheint eine solche enorme Menge von Akademikern innerhalb der jüngeren Generation äußerst fragwürdig – insbesondere in Deutschland, einer Nation, die ökonomisch auf Schwerindustrie baut.

Auch historisch ist die gegenwärtige Situation faktisch ohne Gleichen, galt das akademische Studium doch noch bis in die Zeit der frühen Bundesrepublik als elitäre Angelegenheit, die nur den besten Gymnasiasten vorbehalten war. Im Deutschen Kaiserreich ergriff sogar nicht mal jeder 7. Gymnasiast die Möglichkeit, an eine Universität zu gehen. Angesichts der stärker werdenden ökonomischen Zwänge, welche die Notwendigkeit qualifizierter physischer Arbeit verdeutlichen, scheint die Frage naheliegend, wie eine rechte Bildungspolitik auf die massive Akademikerschwemme reagieren könnte. 

Zwischen Gender Studies und linken NGOs 

Es ist seit je her eine bisweilen sehr offensiv vertretene AfD-Position, dass das Problem der überflüssigen Hochschulabsolventen vor allem hausgemacht sei: Die Eröffnung von immer mehr Universitäten und Hochschulen und das sich jeweils stetig weiter ausdifferenzierende Studienangebot würden die jungen Leute schlicht dazu verführen, das Studium einer Ausbildung vorzuziehen. Die Konsequenz: das massive Aufkommen von sogenannten „Geschwätzwissenschaftlern“ – also formal hochqualifizierten Akademikern, die aber eigentlich über keine auf dem Arbeitsmarkt verwertbaren Fähigkeiten verfügen. Die Lösung des Problems: Einschlägige Studiengänge sollten einfach gestrichen und die benötigten Ausbildungsberufe attraktiver gemacht werden.

Die grundlegende Diagnose, dass es viele nur mehr pseudo-akademische Studiengänge gibt, die eigentlich keine Berechtigung besitzen, teile ich zwar; allein glaube ich nicht, dass die verschrienen Gender-Studies- und Critical-Race-Theories-Absolventen tatsächlich überflüssig sind. Eher erfüllen sie eine Aufgabe von systemischer Wichtigkeit, denn die zahlreichen sogenannten Nichtregierungsorganisationen aus dem politischen Umfeld von Rot und Grün brauchen schließlich einen steten Zulauf von ideologisch zuverlässigen Referenten und Aktivisten, an welche sie ihre üppigen Förderungsgelder (erhalten zumeist aus den großzügigen Regierungsprogammen für „Demokratieförderung“) als Gehälter ausschütten können. Und wie kann man seine politische Gesinnung besser untermauern, als durch ein mindestens fünfjähriges Studium von politisch hochgradig aufgeladenen Fächern, die jenseits des grün-roten Staatsbetriebs bzw. der staatsnahen Agitationsmechanismen völlig unbrauchbar sind? 

„Afuera“ an den Unis? 

Von hier muss deutlich werden, dass die Problematik der Akademikerschwemme nicht von einigen wenigen Fehlentscheidungen innerhalb des verbreiteten Studienangebots herrührt. Wer Gender Studies aus dem Curriculum streichen möchte, der muss zunächst gegen die einschlägigen Organisationen vorgehen, welche die entsprechenden Absolventen rekrutieren. Erkenntlich wird: Es handelt sich nicht eigentlich um bildungspolitische Erwägungen – eher schon geht es um die Frage, wer wie viel Steuergeld an seine Leute verteilen darf. Und in diesem Punkt – soviel ist wohl sicher – wird die AfD auf absehbare Zeit keinen Schritt in die Tür bekommen. Das ist nicht ihre Schuld, handelt es sich schließlich um ein seit Jahrzehnten eingespieltes und milliardenschweres System, welches überhaupt kein Interesse an irgendeiner Veränderung seiner Abläufe besitzt.

Das Geld wandert also vom schrumpfenden Teil der Gewinne erwirtschaftenden Unternehmer und Arbeitnehmer hin zu einer wachsenden politischen Klasse von Agitatoren und Nutznießern – soweit der bekannte libertäre Allgemeinplatz von produktiven und parasitären Formen der Arbeit, welcher in seinem rein ökonomischen Zugriff zwar treffend, aber völlig unpolitisch ist. Deshalb darf man nun im Zusammenhang mit der Frage nach einer rechten Bildungspolitik nicht in ein ebenso libertäres „Afuera!“ (Spanisch: Hinaus!, Weg!), etwa nach Vorbild des argentinischen Präsidenten Milei, verfallen, das schlicht auf die massenhafte Streichung von geisteswissenschaftlichen Studiengängen abzielen würde. 

Für eine Rückkehr zum humanistischen Bildungsbegriff 

Denn die deutsche Tradition bietet mit dem humanistischen Bildungsbegriff eine überlegene Alternative zu einer jeden solchen, eher kurzsichtigen bildungspolitischen Intervention. Aufgekommen in Zeiten der Aufklärung und in deutschen Landen insbesondere vom preußischen Staatsmann und Gelehrten Wilhelm von Humboldt zu Beginn des 19. Jahrhunderts popularisiert, basiert er auf dem Unterricht des Lateinischen und Griechischen als sprachlicher Grundlage europäischer Kultur. Von dieser altphilologischen Basis ausgehend, verstehen humanistische Pädagogen und Lehrer den Schüler als umfassend zu bildendes Wesen, welches gleichberechtigt etwa die Philosophie der späten Antike, die Kunstgeschichte der Renaissance als auch die mathematische Kurvendiskussion kennenzulernen hat.

Erst nach einer solchen umfassenden Bildung werden die Zöglinge für höhere Studien an die Universitäten entlassen – von selbst versteht sich, dass dies nur Wenige sein können, denn die anstrengende Ausbildung auf einem humanistisch geprägten Gymnasium kann nur von intellektuell fähigen und wirklich interessierten Schülern bewältigt werden. Schon allein aufgrund ihres hohen Anspruchs würde eine von diesem Bildungsideal geprägte Politik die Zahl der Studenten also deutlich reduzieren. Und auch die benannten, augenscheinlich fragwürdigen Studiengänge würden verschwinden, da sie wesentliche Aspekte der humanistischen Bildung – Klassizität, Historie, ganzheitlicher Anspruch – schlicht nicht erfüllen. Eine humanistische Bildungspolitik würde demnach ganz von selbst dafür sorgen, dass die ungesunden Auswüchse der modernen Massenuniversitäten mit ihren nivellierenden und auch in den alten Geisteswissenschaften längst zunehmend banalen Studienprogrammen verschwinden würden. 

Die Notwendigkeit eines Ideals 

Dass ein großer Umschwung hin zur humanistischen Bildung gerade vor dem Hintergrund der oben umrissenen machtpolitischen Problemstellung sehr unwahrscheinlich ist: geschenkt. Bildungspolitik basiert stets auf einem Ideal; einer konkreten Vorstellung vom Menschen und dem, wie er zu erziehen und zu formen sei – und die deutsche Tradition des humanistischen Gymnasiums ist ein bewährtes Ideal, welches diese Orientierung bietet. Die Zahl der explizit humanistischen Gymnasien in Deutschland ist allerdings längst marginal. Das ist kaum verwunderlich: Denn nur wenige Angelegenheiten sind bundesweit so regelmäßig in die Hände von rot-grünen Landesregierungen gefallen wie die Bildungsministerien. 

Hörsaalgeflüster (10): Weg mit den Geschwätzwissenschaften?