
Im vergangenen Jahr gab es 39.034 Einbürgerungen in Berlin. Das ist eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr und sogar eine Vervierfachung im Vergleich zu 2023. Bei solchen Zahlen kommt der Verdacht auf, dass deutsche Pässe im Akkord und ohne ausreichende Prüfungen verramscht werden.
Rekordzahlen bei Einbürgerungen
Berlin: 2023: 9.041 Einbürgerungen / 2024: 21.811 / 2025: über 39.000 (Rekordwert)
Hamburg: Anstieg von 7.538 (2023) über 9.599 (2024) auf 11.532 (2025)
Bundesweit: 2023: 200.100 / 2024: knapp 292.000 (≈ +50 %) / 2025: Zahlen noch offen, weiterer Anstieg erwartet
Ursache: Reform des Staatsangehörigkeitsrechts 2024
Im Juni 2024 erfolgte eine Reform durch die sogenannte Ampel-Koalition, bei der vor allem die Senkung der regulären Mindestaufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre im Mittelpunkt stand, ergänzt durch die Einführung einer “Turbo-Einbürgerung” nach 3 Jahren bei “besonderen Integrationsleistungen”. Für diese besonderen Integrationsleistungen gab und gibt es allerdings keine klaren Kriterien. Zwar erfolgte die Abschaffung dieser Turbo-Regel im Oktober 2025, jedoch zu spät, da viele Anträge bereits gestellt waren.
Betrugsverdacht
Es gibt etliche Hinweise auf mutmaßlich gefälschte Sprachzertifikate. Allerdings ist auch uinklar, wie viele Einbürgerungen betroffen sein könnten. Noch laufende Verfahren sollen ausgesetzt und fragliche Fälle einer genauen Prüfung unterzogen werden.
Kritik an der Entwicklung
Die deutsche Staatsangehörigkeit werde durch verkürzte Fristen “entwertet”, so die Kritik. Fünf Jahre Aufenthalt plus Sprachzertifikat genügten, das seien zu geringe Anforderungen. Seit Ende 2025 gilt eine Zehn-Jahres-Sperre bei vorsätzlicher Täuschung, die Maßnahmen zur Aufdeckung dieser Täuschungen sind jedoch völlig unzureichend.
Forderungen nach Verschärfung
Ganz oben auf dieser Liste steht die Rückkehr zur Acht-Jahres-Frist, gefolgt vom Ausschluss illegal Eingereister von der Einbürgerung.