Nach dem Willen Brüssels soll die Ukraine im Eilverfahren in die Europäische Union aufgenommen werden. Einen Vorgeschmack auf das, was im Falle einer EU-Mitgliedschaft Kiews droht – nämlich Beschimpfungen, wenn es nicht nach dem Willen der Ukraine läuft –, bot der ukrainische Botschafter in Österreich, Wassyl Chymynez. Weil die FPÖ Aufklärung in Sachen eines dubiosen Geldtransports fordert – ungarische Behörden beschlagnahmten am 5. März wegen Geldwäscheverdachts 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilo Goldbarren in zwei Panzerfahrzeugen, die sich offenbar auf dem Weg von Österreich in die Ukraine befanden –, warf Chymynez den Freiheitlichen vor, „auf der Seite des Diebes“ zu stehen.
Konkret schrieb der ukrainische Diplomat auf X: „Der Geldtransport wurde im Rahmen internationaler Rechtsnormen oorganisiert. Dafür gibt es Belege Jeder, wer die Lügen der ungarischen Staatsmacht verbreitet, steht auf der Seite des Diebes. Und dieser Dieb heißt der ungarische Staat.“
Aufgrund der Entgleisung Chymynez‘ fordert FPÖ-Außenpolitiksprecherin Susanne Fürst Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) auf, den ukrainischen Botschafter sofort einzubestellen. Denn wer die Aufklärung bei Geldwäscheverdacht behindert, trete die Gastfreundschaft mit Füßen.
In einer Aussendung schreibt Fürst: „Österreich ist ein neutraler, souveräner Staat und das hat der Herr Chymynez auf Punkt und Beistrich zu akzeptieren, noch dazu als Vertreter einer Kriegspartei.“ Und weiter: „Ein Botschafter ist Gast in unserem Land. Seine Aufgabe ist die diplomatische Vertretung, aber keinesfalls die politische Agitation oder die Kommentierung der österreichischen Innenpolitik. Es steht einem ausländischen Diplomaten schlichtweg nicht zu, gewählte Mandatare zu maßregeln, den politischen Diskurs in Österreich zu bewerten oder gar Zensurnoten zu verteilen. Diese ständige Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten muss sofort unterbunden werden.“
In der Vergangenheit hat Chymynez die FPÖ wiederholt kritisiert. Der Grund besteht darin, dass die Freiheitlichen auf eine glaubwürdige Neutralität Österreichs im Ukrainekonflikt Österreichs pochen und nicht zu den Selenski-Bejublern zählen.
