
Die Trump-Regierung bereitet sich darauf vor, die Flüchtlingspolitik grundlegend zu ändern, mit einem Plan, der als „extrem restriktiv“ und auf eine Präferenz bestimmter ethnischer Gruppen ausgerichtet gilt. Laut Associated Press soll die jährliche Flüchtlingsquote auf 7.500 Personen sinken, gegenüber 125.000 unter Biden, was einen historischen Rückgang bedeutet. Interne Dokumente, die der amerikanischen Presse vorliegen, offenbaren die Absicht einer ideologischen und kulturellen Selektion, die sich auf „diejenigen konzentriert, die sich vollständig und korrekt assimilieren können”.
Eine Priorität wird den Afrikaans, den Nachfahren der europäischen Kolonisten in Südafrika, eingeräumt: Trump behauptet, dass sie „rassistischer Verfolgung” ausgesetzt sind, obwohl die südafrikanische Regierung dies dementiert. Bereits im Mai wurden 49 Personen mit einem Sonderflug aufgenommen. Parallel dazu würde das Programm auch Europäer ins Visier nehmen, die „wegen ihrer Meinungen angegriffen werden”, insbesondere diejenigen, die gegen „Massenimmigration” sind oder Parteien nahe stehen, die als „populistisch” bezeichnet werden, wie die deutsche AfD. Laut der New York Times sollen diese politischen Flüchtlinge Kurse über „amerikanische Geschichte und Werte” erhalten, um ihre „Übereinstimmung mit den Zielen des Präsidenten” sicherzustellen.
Für viele Beobachter symbolisiert dieser Plan die Umwandlung der Vereinigten Staaten in einen „selektiven Zufluchtsort“, der auf Herkunft und Ideologie basiert. Der stellvertretende Außenminister Christopher Landau hatte dies bereits im September vor der UNO angekündigt: Die Vereinigten Staaten wollen ihre „Souveränität“ über das Asylrecht zurückgewinnen und andere Nationen auffordern, diesem restriktiven Weg zu folgen. Die New York Times fasst zusammen: Ein Programm, das darauf abzielt, Amerika neu zu definieren als Zufluchtsort, nicht für die Unterdrückten der ganzen Welt, sondern für diejenigen, „die ihm ähnlich sind und das Land verstehen”.