Muslime wollen Schweinefiguren in Metzgerläden und Lokalen im Westen verbieten, und überhaupt alles was dem Islam nicht entspricht

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In Padua ist eine Kontroverse um ein kürzlich eröffnetes Geschäft auf der Piazza dei Signords entstanden, das sich auf Paninis und gepökelte Fleischsorten spezialisiert hat. Um klar zu machen, was verkauft wird, zeigte der Laden eine Plastik-Schweinefigur im Schaufenster, ein visuelles Symbol der angebotenen Produkte (Foto oben).

Was von Ladenbesitzern und einigen Kunden als bloßer Werbeartikel wahrgenommen wurde, ist Gegenstand einer öffentlichen Anfrage einiger Vertreter der lokalen islamischen Gemeinschaft geworden. Salim El Mauoed, Arzt und regionaler Vizepräsident der Gemeinde, forderte die Entfernung der Figur und bezeichnete ihre Anwesenheit als “geschmacklos” und möglicherweise beleidigend für Muslime, die sich im Stadtzentrum aufhalten.

Demonstration für den erhalt der Schweineskulptur vor dem Lokal “Mortadella e non solo” in Padua

Die Gemeinde hat keine offiziellen Maßnahmen ergriffen. Es gibt keine regulatorische Regelung, die die Verwendung von Schweinedarstellungen als kommerzielles Zeichen verbietet. Die Bitte hat jedoch in Padua und darüber hinaus gemischte Reaktionen ausgelöst, wobei mehrere Politiker und Bürger einen Angriff auf Handelsfreiheit und ziviles Zusammenleben verurteilten.

Die Kontroverse hat eine größere Dimension angenommen. Laut den Befürwortern der Zensurmassnahmen sollten Symbole, die den islamischen religiösen Geboten wiedersprechen, in der Öffentlichkeit gemieden werden. Andere Beobachter hingegen warnten vor dem Risiko, einen Präzedenzfall zu schaffen, der religiöse Ansprüche legale und langjährige Geschäftspraktiken beeinflusst. Einige muslimische Mitarbeiter des Ladens befürworteten zudem die Erhaltung der Figur, da sie als mit der Identität des Ladens vereinbar und nicht als beleidigend angesehen wurde.

Il Giornale