Binnen eines Jahres: Messerangriffe in Sachsen steigen um ein Drittel

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Die Zahl der Messerangriffe in Sachsen ist innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Wie aus der Antwort der Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD hervorgeht, hat sich die Zahl der Fälle zwischen dem zweiten Halbjahr 2024 und dem zweiten Halbjahr 2025 um rund ein Drittel erhöht.

Im zweiten Halbjahr 2025 wurden in Sachsen 1.277 Messerattacken registriert. Im ersten Halbjahr desselben Jahres waren es 1.072 Fälle. Ein Jahr zuvor, im zweiten Halbjahr 2024, lag die Zahl noch bei 968, was einem Anstieg von rund 32 Prozent innerhalb von zwölf Monaten entspricht.

Die Auswertung der Behörden weist für das zweite Halbjahr 2025 insgesamt 2.061 Straftaten aus, bei denen Waffen oder ähnliche gefährliche Gegenstände als Tatmittel registriert wurden. Die Daten stammen aus dem Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen (PASS). In diesem werden Straftaten unter anderem danach erfasst, ob Tatmittel wie Stichwaffen oder Messer verwendet wurden.

Ein großer Teil dieser Straftaten fällt in die Kategorie der sogenannten Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Laut Übersicht der Staatsregierung gab es davon im zweiten Halbjahr 2025 insgesamt 1.079 Fälle. Weitere Delikte betrafen unter anderem Diebstähle, Verstöße gegen Nebengesetze oder sonstige Straftatbestände des Strafgesetzbuchs.

Regional wurden die meisten Fälle in Leipzig registriert, gefolgt von Dresden und Chemnitz. So weist die Statistik für Leipzig 406, für Dresden 318 und für Chemnitz 189 Fälle aus. Auch mehrere Landkreise verzeichneten dreistellige Fallzahlen.

Bei rund 74 Prozent der erfassten Straftaten konnte mindestens ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Insgesamt wurden im zweiten Halbjahr 2025 975 deutsche Tatverdächtige registriert. Hinzu kamen 589 Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, bei vier Verdächtigen blieb die Staatsangehörigkeit ungeklärt. Laut Statistik befanden sich unter den erfassten Opfern oder Geschädigten 1.197 deutsche Staatsbürger sowie 471 Nichtdeutsche. In 51 weiteren Fällen wurde die Staatsangehörigkeit nicht dokumentiert.

Angesichts dieser Entwicklung sieht der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Sebastian Wippel, politischen Handlungsbedarf: „Messergewalt muss härter bestraft werden. Wer ein Messer einsetzt, nimmt tödliche Verletzungen in Kauf. Wenn Gerichte die Täter mit Bewährungsstrafen davonkommen lassen, finde ich das erschütternd und gefährlich“, so der Abgeordnete in einer Aussendung.

Die AfD fordert deshalb strengere strafrechtliche Regelungen. Messerangriffe müssten „grundsätzlich als Verbrechen geahndet werden und für die Täter im Gefängnis enden“. Zugleich verwies er auf den Anteil ausländischer Tatverdächtiger an Straftaten mit Waffen. Dieser lasse nur eine Schlussfolgerung zu: „Solche Personen müssen so schnell wie möglich abgeschoben werden.“

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