Belgien: 12-jähriges Kind wird verdächtigt an einem dschihadistischen Anschlagsplan beteiligt gewesen zu sein

Symbolbild

Die belgischen Nachrichtendienste warnen vor dem Anstieg sehr junger Profile in Fällen im Zusammenhang mit dschihadistisch inspiriertem Terrorismus. Laut dem neuesten Jahresbericht der Staatssicherheit, der an diesem Donnerstag veröffentlicht wurde, wurde ein 12-jähriges Kind unter den Verdachten identifiziert, einen terroristischen Angriff geplant zu haben.

Das Jahr 2025 markiert eine Verschärfung des Phänomens: Etwa ein Drittel der Verdächtigen, die an Terrorplänen beteiligt waren, waren Minderjährige. Die Behörden weisen darauf hin, dass diese jungen Menschen oft Konsumenten dschihadistischer Propaganda sind, die von Organisationen wie dem Islamischen Staat oder Al-Qaida verbreitet wird. Das Durchschnittsalter der gesichteten Personen beträgt 22 Jahre, der jüngste ist 12 Jahre alt.

Die Leiterin der Staatssicherheit, Francisca Bostyn, erinnerte bei RTBF daran, dass die Behörden doppelt wachsam seien, wenn Minderjährige beteiligt sind. Sobald die Verdächtigen identifiziert wurden, werden die Akten an die zuständigen Behörden, insbesondere an die Jugendstaatsanwaltschaft, weitergeleitet. Der Bericht gibt jedoch nicht an, welche rechtlichen Schritte im Fall des 12-jährigen Kindes ergriffen wurden.

Obwohl laut Bericht die salafiistisch-dschihadistische Ideologie weiterhin “die führende Bedrohung im Hinblick auf Terrorismus” in Belgien ist – was 80 % der identifizierten Fälle ausmacht –, scheinen Projekte mit Jugendlichen im Allgemeinen nicht sehr erfolgversprechend und unausgereift zu sein. Die Behörden fürchten nun vor allem isolierte Aktionen oder Aktionen kleiner Gruppen, die oft um Online-Aktivitäten herum strukturiert sind.

BFM