Ärztin warnt vor indirekter Impfpflicht und massenhafter Abwanderung von Medizinern

GROK

Im Interview schildert eine Ärztin, wie belastend der Praxisalltag ist: Defekte Technik, überfüllte Wartezimmer und neue Regulierungen. Hinzu kommt die Anfang des Jahres eingeführte Impfquote.

All das kollidiert frontal mit ihrem ärztlichen Ethos, schildert die Ärztin – die anonym bleiben möchte – gegenüber der Berliner Zeitung. 

Technikfrust und kulturelle Barrieren: Der Alltag als Hindernislauf

Als besonders frustrierend beschreibt die Hausärztin die Technik um E-Rezepturen: „Seitdem wir die sogenannte Telematikinfrastruktur haben, ist es noch nie so gewesen, dass alle e-Rezepte angekommen wären.“ In solchen Fällen muss sie auf veraltete Methoden zurückgreifen, wie das Faxgerät, das sie als das zuverlässigste Mittel beschreibt: „Wenn irgendein Arzt etwas wirklich schnell übermitteln möchte, wenn jemand in akuter Gefahr ist, also wenn wirklich was brennt: Dann nimmt man das Faxgerät.“

Hinzu kommt der Umgang mit Patienten aus anderen Kulturen, die oft kein Deutsch sprechen und mit der gesamten Familie erscheinen: „Und davon viele kein Deutsch verstehen und gleich mit der ganzen Familie anrücken. Der ich dann erst mal das Gesundheitssystem erklären muss.“ Ein schlechter Tag entsteht, wenn mehr als 50 Patienten kommen, was den Praxisbetrieb überfordert und die Qualität der Leistungen mindert. Diese rasante Abnahme an effektiver Patientenversorgung führt zu einer Frustration, die den Alltag zur Qual macht.

Impfquote: Staatliche Zwänge zerstören Therapiefreiheit und Patientensicherheit

Ab 2026 muss Miriam S. eine Impfquote erfüllen, um ihre volle Vergütung zu erhalten – eine Maßnahme, die sie als „indirekte Impfpflicht“ kritisiert. Sie warnt vor dem Zerbrechen des Vertrauens zwischen Arzt und Patient und kritisiert den durch die verpflichtend Quote ausgelösten schädlichen Impffuror. Wörtlich führt sie aus:

“Es ist egal, was geimpft wird, Hauptsache, wir impfen. Jeder Impfstoff. Tetanus, Diphtherie, Grippe, RSV, MMR. All diese Impfungen werden jetzt Schritt für Schritt umgewandelt in mRNA-Impfungen. Als Ärztin habe ich dabei kein gutes Gefühl. Aber die Hausärzte werden es tun, weil diese Lohnerhöhung gigantisch ist. Vielleicht zur Veranschaulichung: Ich kriege eine Pauschale von der KV. Wenn Sie als Patient zu mir kommen, kriege ich von der Kasse etwa 30–35 Euro. Wenn ich jetzt fünfzehn Euro mehr bekommen möchte, müsste ich Sie in ein Programm stecken. Raucherlunge, Zucker, eine Herzkrankheit. Ich müsste Sie zu einem Termin einladen, ich spendiere Ihnen die Schwester, ich spendiere das Laborröhrchen und die Laborkosten. Dann kämen Sie noch einmal für eine halbe Stunde, ich würde ein Lebensgespräch mit Ihnen führen, dieses auswerten, Sie komplett durchchecken.

Ärzte werden die Impfquote erfüllen, weil es sich finanziell lohnt

Für das alles bekäme ich dann 15 Euro extra. Und auf der anderen Seite kriegt man zehn Euro für eine schnelle Impfung, die sogar von der Schwester gegeben werden kann. Rechnen Sie sich gern aus, wofür die Hausärzte sich in Zukunft entscheiden werden. Also ich weiß nicht, ob es dann noch eine Impfaufklärung gibt. Und alle Dinge, die früher strikt verboten waren, werden jetzt kolossal geändert. Niemals hätte man früher Schwangere geimpft. Schon gar nicht im ersten Trimenon. Oder Krebskranke.”

Inszenierte Corona-Pandemie: Kein einziger Corona-Toter

Auch die Corona-Zeit hat die Medizinerin noch gut im Gedächtnis: 
“Schrecklich war das. Jede Woche eine neue Laune der Regierung mit irgendwelchen Regeln, die man unmöglich umsetzen konnte. Ich habe mich da sehr im Stich gelassen gefühlt. Dazu kam, dass meine eigenen Zahlen zu keinem Zeitpunkt die öffentlichen Zahlen widerspiegelten. Damit konnte ich meine Patienten immer beruhigen. Ich habe in meiner Praxis keinen einzigen Corona-Toten zu beklagen. Erst seit 2022 habe ich eine Übersterblichkeit. Die Menschen sind insgesamt kränker und sterben früher. So kann man es zusammenfassen.”

Ärzteflucht und Praxisschwund: Warum das deutsche Gesundheitssystem vor dem Kollaps steht

Viele Kollegen wandern ab, da der Beruf unattraktiv wird – eine Möglichkeit, die Miriam S. selbst erwogen hat: „Ich kann ins Ausland gehen. So wie viele meiner Kollegen.“ Die Suche nach einem Nachfolger für ihre Praxis scheiterte: „Weil sich das kein vernünftiger Mensch mehr antun will.“ Wer gut ausgebildet sei, gehe oft ins Ausland, was zu einer rasanten Abnahme von Arztpraxen und längeren Wartezeiten führt: „Fragen Sie sich doch mal, warum es fast unmöglich geworden ist, einen akuten Facharzttermin zu kriegen.“

Diese Abwanderung verschärft die Versorgungslücken und lässt die Qualität der medizinischen Leistungen weiter sinken. Ein ohnehin angeschlagenes Gesundheitssystem wird von der führenden Politik sehenden Auges in den Kollaps getrieben. 

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