“Wie retten wir Deutschland?” – das ist laut Dieter Bohlen die einzige wichtige Frage, die man sich stellen müsse. Foto: Screenshot / Youtube
Dieter Bohlen, 71, bekannt als Teil der Musikgruppe „Modern Talking“ und erfolgreicher Geschäftsmann, sprach in einem YouTube-Interview Klartext. „Ich verstehe nicht, was in unserem Land gerade abgeht, wir haben wirtschaftliche Analphabeten am Lenkrad“, sagte der deutsche „Selfmade“-Millionär.
Brandmauer ist linkes Vokabular
CDU und SPD zusammen würden niemals ein Erfolgsteam werden. Am liebsten hätte er Neuwahlen, „aber ich weiß ja, was nachher herauskommt“. Man sei durch die Brandmauer gegenüber der AfD in der politischen Gestaltung gehämmt. Brandmauer wäre eigentlich das Vokabular der Linken gewesen, was die anderen dann aufgenommen hätten „und was ich absolut unverständlich finde“.
Demokratie wurde in Deutschland abgeschafft
Er habe jedenfalls eine andere Auffassung von Demokratie – diese wäre in Deutschland gerade abgeschafft worden. Man sage zu den Leuten, die 26 Prozent der Wählerstimmen haben, dass sie nicht mitmachen dürften in der Regierung. Das mache man völlig falsch.
“Die reden mit Leuten, die viel schlimmer sind als Putin”
Einen schweren Fehler findet Bohlen zudem, dass man mit Wladimir Putin nicht reden möchte. Das koste dem Land günstige Energie. Wörtlich sagte er:
Die (gemeint ist die deutsche Regierung, Anm.) wollen mit Putin nicht reden, sie reden aber mit Leuten, die viel schlimmer sind als er.
“Dem Mittelstand haut man dauernd in die Fresse”
In Deutschland würde man vom Mittelstand leben, „aber man haut ihnen dauernd in die Fresse“. Der ganze Mittelstand leide an der Bürokratie. Man müsse alles unternehmen, um die Leistungsträger im Land zu halten, „aber das wird nix mehr“.
Ihm stehe das ganze Gutmenschengetue „bis hier her“ – „auch der ganze „Woke-Scheiß“. Das sei alles nicht wichtig jetzt. Wichtig ist nur die Frage:
Wie retten wir Deutschland?
Das ganze Interview von Dieter Bohlen können Sie hier sehen:
Im Februar 2021 brachte die französische Hochschulministerin Frédérique Vidal das von Pierre-André Taguieff 2002 erstmals eingeführte Wortpaar Islamo-Gauchisme zufällig zurück in die öffentliche Diskussion. Der vor allem durch seine Arbeiten über den französischen Rechtsextremismus und Rassismus bekannt gewordene Taguieff benannte damit vor über 20 Jahren „die Konvergenz, um nicht zu sagen die militante Allianz zwischen den linksradikalen Strömungen und islamistischen Bewegungen im Namen der palästinensischen Sache, die zum großen revolutionären Zweck erhoben wurde“. (1) Vor Augen stand ihm dabei die gemeinsame Mobilisierung im Zuge der zweiten Intifada, bei der sich die Linke weder an „Allahu akbar“-Rufen noch am Aufruf zur Zerstörung Israels störte, weil sie einem gnostischen, globalisierten Antizionismus anhänge, „der als Heilsmethode und Erlösungsversprechen fungiert – Israel zerstören, um die Menschheit zu retten“. (2)
Während einer Talkshow, in der Vidal über den Laizismus debattierte, äußerte der Moderator Jean-Pierre Elkabbach den Verdacht, an französischen Universitäten materialisiere sich ein Bündnis zwischen Mao Tse-Tung und Ajatollah Khomeini. „Sie haben völlig recht“, erwiderte die Ministerin. Vidal brandmarkte die politische Linke realitätsgerecht als nützliche Idioten der Jihadisten und versprach, eine Untersuchung über den verheerenden Einfluss des Islamo-Gauchisme an den Universitäten zu initiieren. Erwartbar reagierten die damit Kritisierten: Sie verwarfen das Ganze als leicht durchschaubares wahltaktisches Manöver, um die Wähler der extremen Rechten zu gewinnen. „Sie bestreiten, dass auch nur etwas dieser Allianz Ähnelndes zwischen der Linken und den Islamisten existiert. Sie sagen, es handle sich um eine Illusion, die vom politischen Gegner gepflegt werde“, (3) fasste Sir John Jenkins die linke Reaktion auf die Offenlegung des Offensichtlichen kompakt zusammen. Für den ehemalige Diplomaten teilen Linke und die islamischen Bewegungen ein weit über bloße Taktik hinausgehendes gemeinsames Weltbild, das sich in der Opposition gegen die moderne liberale und demokratische Ordnung ausdrückt und in der gemeinsamen Feindschaft gegen Israel und die Juden kulminiert. Praktisch manifestiert sich dieses Bündnis derzeit wöchentlich in Form von antizionistischen Massenaufmärschen in westlichen Großstädten, doch bereits 1978 schwärmte Michel Foucault in seinen Berichten über die sich anbahnende islamische Revolution im Iran von Ali Shariati, der während seiner Studienzeit in Frankreich die Nähe zur christlichen Linken und nicht-marxistischen Sozialisten gesucht habe und dessen Name „bei Großdemonstrationen in Teheran neben dem Khomenynis [sic] gerufen wurde“. (4) Shariati, der führende ideologische Wegbereiter der Islamischen Republik, gilt fälschlicherweise als jemand, der Marx und den Islam synthetisierte, dabei stellte er unmissverständlich fest: „Islam und Marxismus erweisen sich in allen Bereichen der Politik, der Ökonomie, der Ethik und der sozialen Anliegen als völlig inkompatibel.“ (5) Der Marxismus, der auf einem gottlosen Materialismus fuße, teile nach Shariati alle Fehler des Westens, aus dem er entstammt. Andere, wie etwa Judith Butler, gingen sogar noch einen Schritt weiter und erklärten Hamas und Hisbollah aufgrund ihres anti-imperialistischen Charakters gleich der globalen Linken zugehörig. Eine steile These, die unfreiwillig den zeitgenössischen Charakter der Linken entblößt und die postmoderne Vordenkerin eigentlich auch zur Neubewertung des Nationalsozialismus treiben müsste: Laut dem Historiker David Motadel war Berlin in der Zeit des Zweiten Weltkriegs ein „Zentrum des antiimperial-revolutionären Aktivismus“, (6) das antikoloniale Führer aus Indien, der arabischen Halbinsel, Irland und Zentralasien anzog. Sicher auch vom Antiimperialismus angezogen fühlten sich vor knapp 10 Jahren Peter Schäfer und Tanja Tabbara, die in einer Broschüre für die Rosa-Luxemburg-Stiftung für den kritischen Dialog mit moderaten Vertretern des politischen Islams eintraten, wofür sie in Karim Sadek einen Gesprächspartner fanden, der ihnen zu diesem Zweck die tunesischen Muslimbrüder schmackhaft machte. Ihre auf Selbstaufgabe zielende Stoßrichtung legitimierten sie damit, „dass moderate islamistische Akteure und Linke gerade in Fragen sozialer Gerechtigkeit durchaus gemeinsame Werte haben, auf deren Basis ein kritischer Dialog möglich ist.“ (7)
Weil Vidal in Frankreich mit ihrer beiläufigen Bemerkung über das linksislamische Bündnis ins Schwarze traf, fiel die Gegenreaktion dort heftig aus. Die von der Hochschulministerin angedachten Maßnahmen seien Ausdruck einer Gesinnungspolizei, zeterte Jean-Luc Mélenchon, Großmufti der islamlinken Bewegung La France insoumise, die unter dem Banner Palästinas das Bündnis einer abstiegsgefährdeten Mittelklasse mit den Stichwortgebern des Islam und seinen lumpenproletarischen Fußtruppen vollzieht. Einer dieser Wortführer, Yasser Louati, der ehemalige Vorsitzende des dem europäischen Netzwerk der Muslimbrüder nahestehenden Collectif contre l’Islamophobie en France (CCIF), bot in seinem Beitrag im Berkley Forum der Georgetown University das ganze Arsenal postmodern-linker Worthülsen auf, um den Begriff Islamo-Gauchisme als wissenschaftlich widerlegten Kampfbegriff zum Zwecke der Verschwörung des farbenblinden und deshalb weißen Frankreichs gegen die Kolonisierten zu brandmarken. Taguieffs Theorie und Begriff gewännen aktuell wieder an Zugkraft, „weil sie zur mächtigsten Waffe gegen die linke Kritik an der Islamophobie, der israelischen Okkupation oder dem Kolonialismus wurde(n).“ (8) Die Profiteure und Handlanger des Status Quo führten die Wortkreation zuvorderst gegen jede wirklich systemkritische Linke ins Feld und legten damit die rechtsextreme Hegemonie in Frankreich offen.
Erklärungsbedürftig ist nicht, ob ein solches Bündnis besteht – das tut es zu offensichtlich, und die den Islam und die Linke verbindenden Elemente sind längst zahlreich beschrieben. Es bleibt aber die Frage, welche der Gesellschaft entspringenden Triebkräfte Bedürfnisse hervorbrachten, die diese Konvergenz ermöglichten.
Der linksextreme ZDF-Propagandist Jan Böhmermann kündigt an, dass er Deutschland in Falle einer AfD-Regierungsbeteiligung verlassen werde — und leistet damit hervorragende Wahlkampfhilfe für die Alternative für Deutschland! 😁
Gestern Abend kam es in Itzehoe zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen, bei der ein 18-Jähriger schwere Verletzungen erlitt. Drei Tatverdächtige attackierten den jungen Mann in der Fußgängerzone und flüchteten anschließend. Einsatzkräfte nahmen zwei von ihnen noch am Abend vorläufig fest.
Um 19:24 Uhr gerieten in der Feldschmiede auf Höhe der Hausnummer 72 mehrere Personen in Streit. Nach bisherigen Erkenntnissen schlugen drei Beschuldigte auf einen 18-jährigen Syrer aus Itzehoe ein. Ein 23-jähriger Iraker aus Kellinghusen setzte zudem ein Messer ein und stach dem Geschädigten in den Rücken. Die Gruppe entfernte sich danach vom Tatort.
Streifenwagen aus Itzehoe, Schenefeld und Kellinghusen fahndeten nach den Tatverdächtigen und nahmen den 23-Jährigen sowie einen 26-jährigen Syrer aus Hoyerswerda vorläufig fest. Ein dritter Beteiligter ist weiterhin flüchtig. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 23-Jährige unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Arzt entnahm auf dem Polizeirevier Itzehoe eine Blutprobe.
Der Geschädigte erlitt schwere Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Nach Einschätzung der behandelnden Ärzte bestand jedoch keine Lebensgefahr. Die Beamten entließen die beiden Beschuldigten nach Abschluss der Maßnahmen mangels Haftgründen. Gegen sie läuft nun ein Strafverfahren wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung.
Friedrich Merz war der kurzzeitigste Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion. Er ist dabei, zum kurzzeitigsten Bundeskanzler in der Geschichte der Bundesrepublik zu werden. Es ist erst drei Jahre her, dass er als im dritten Anlauf frisch gewählter CDU-Chef hohe Erwartungen weckte. Man hielt den langjährigen Merkel-Gegner für den Erneuerer der Partei, die unter dem Vorsitz von Merkel nach links-grün abgedriftet war. Von einer Merz-Revolution war hoffnungsvoll die Rede, Merz schürte diesen Irrtum mit Reden und Wahlversprechen, die tatsächlich danach klangen, dass die CDU zu ihrer Stellung als erfolgreiche Partei der bürgerlichen Mitte zurückkehren könnte. Leider wiederholte sich, was man schon 2002 beobachten konnte. Nach der Niederlage bei der Bundestagswahl 2002 beanspruchte die damalige CDU-Vorsitzende Merkel den Bundestagsfraktionsvorsitz für sich, und Merz, zu feige, seinen Vorsitz in einer Wahl zu verteidigen, überließ ihn ihr. Man hätte, was die Steherqualitäten von Merz betrifft, gewarnt sein können.
Statt die CDU vom Merkelianismus zu befreien und die Merkelianer zu entmachten, holte er sie in den Parteivorstand und später in sein Kabinett. Von dem, was er als Kanzler angeblich mit Deutschland vorgehabt hat, ist nichts umgesetzt worden. Umso mehr Mühe muss aufgewandt werden, um das zu verdecken. Dabei wird versucht, die Öffentlichkeit immer dreister hinter die Fichte zu führen. Kürzlich wurde das auf dem Deutschlandtag der Jungen Union deutlich sichtbar. Der Parteinachwuchs rebellierte offen gegen das von der SPD vorgeschlagene Rentenpaket, das vorsieht, die Rente auch über 2031 hinaus stabil zu halten. Das würde laut Berechnungen mindestens 120 Milliarden Steuergelder kosten – über das hinaus, was an Steuergeldern heute schon in die Rente fließt. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart worden, dass es keine Festlegungen über 2031 hinaus geben soll. Trotz des offensichtlichen Bruchs dieser Vereinbarung ist Merz bereit, den SPD-Vorstoß im Bundestag beschließen zu lassen. Schließlich hatte die Ministerin für Arbeit und Soziales, Bas, indirekt einen Koalitionsbruch angedeutet, und Vizekanzler Klingbeil öffentlich verkündet, dass nichts an dem Gesetzentwurf verändert werden wird.
Also verteidigte Merz auf dem Deutschlandtag der JU den SPD-Vorstoß, behauptete, dass die 120 Milliarden Zusatzkosten seiner Meinung nach nicht entstehen würden, und deshalb würde er beim Kompromiss mit der SPD bleiben. Allerdings handelt es sich bei dem angeblichen Kompromiss eben um ein neues Beispiel dafür, dass die SPD nicht daran denkt, sich an die Koalitionsvereinbarungen zu halten – ein Muster, das seit dem ersten Tag dieser Regierung zu beobachten ist.
Als der Koalitionsvertrag vorgestellt wurde, führte Merz ausführlich aus, wie die vereinbarte Migrationswende aussehen soll. Sofort kam Widerspruch von Bärbel Bas, die sagte, dass die Verträge eingehalten werden müssten. Bas behielt recht.
Auch Bundestagsfraktionsvorsitzender Jens Spahn behauptete auf dem Deutschlandtag der JU, dass die SPD der CDU die „Migrationswende“ gestattet hätte, deshalb müsste man den Rentenkompromiss mit der SPD mittragen.
Tatsache dagegen ist, dass die „Migrationswende“ nur in den Behauptungen der Unionspolitiker stattfindet. Weder ist die Turboeinbürgerung noch der Familiennachzug gestoppt worden. Auch die Sonderprogramme, die Merz sofort beenden wollte, laufen weiter. Die von unbekannten NGOs, deren Namen von Außenminister Wadephul als „geheim“ eingestuft wurden, ausgewählten angeblichen afghanischen Ortskräfte, deren Anzahl die der in Afghanistan eingesetzten Soldaten inzwischen um ein Vielfaches übersteigt, werden nach wie vor nach Deutschland eingeflogen. Laut Meldung von heute wurde den in Pakistan ausharrenden „Ortskräften“ angeboten, gegen Bezahlung auf ihre Übersiedlung nach Deutschland zu verzichten. Nur jeder Zehnte soll das angenommen haben. Hier wird es völlig absurd. Denn nicht einmal die Verfügung von Merkel, dass auch Menschen ohne oder mit sichtbar gefälschten Pässen zurückgewiesen werden dürfen, hat die Regierung Merz geändert, obwohl sie die SPD nicht einmal hätte fragen müssen, denn es handelt sich nicht um eine Gesetzesänderung, sondern die Wiederherstellung der Gesetzlichkeit an den deutschen Grenzen. Also werden nach wie vor auch die „Ortskräfte“, deren Pässe sichtbar von der Hamas gefälscht wurden, nach Deutschland geholt – entgegen der Warnungen von deutschen Diplomaten in Pakistan.
Dies ist nur eines der Beispiele, wie Merz die links-grüne Politik von Merkel betreibt. Links ist eben nicht vorbei, wie er noch kurz nach seinem Wahlsieg verkündete, sondern wird unter ihm fortgesetzt. Diese Position ist nicht mehr lange haltbar, denn die merkelschen fatalen Fehlentscheidungen – unkontrollierte Migration, Energiewende, Überlastung des Sozialstaats und des Gesundheitssystems durch immer mehr Menschen, die lediglich ins deutsche Sozialsystem einwandern – haben das gestern noch starke Deutschland bereits sichtbar geschwächt. Der bevorstehende Kollaps ist von einer Vermutung zur bitteren Wahrscheinlichkeit geworden.
Die Merz-Revolution ist gescheitert, bevor sie begonnen wurde. Sie wird enden, wenn aus dem Kanzler verdientermaßen ein Merz-Gefallener wird. Das könnte schneller der Fall sein, als viele heute für möglich halten.
Cis-Frau, weiß gelesen. Blond, blauäugig. Schmale Taille, große Oberweite. Das Schönheitsideal, dem Sydney Sweeney entspricht, stammt eindeutig aus dem letzten Jahrhundert. Ebenso anachronistisch mutet der Slogan an, den das US-Modelabel American Eagle der gerne körperbetont auftretenden Schauspielerin im Juli 2025 in den Mund gelegt hatte, um für seine Bekleidungsprodukte zu werben: „Sydney Sweeney has great Jeans“, mit intendiertem Wortspiel („Jeans“ = gleichlautend „Genes“). 1997, als Sweeney geboren wurde, hätte man den Spruch noch maximal als plump-pubertären Sexismus gedeutet, unterhalb der Würde jeden Kritikers. Wir leben aber im Jahr 2025, und so fuhr der übliche „progressive“ Empörungstross mit den schwersten Geschützen vor. Das linksliberale Magazin Salon (laut Wikipedia „Pionier des gehobenen Online-Journalismus“) zog sogleich Verbindungen zur historischen Eugenikbewegung, die einst die Zwangssterilisierung Nichtweißer gefordert habe, ebensolches war auf ABC zu hören: die Eugenikbewegung zwischen 1900–1940 habe das Konzept „guter Gene“ als Argument für „White Supremacy“ genutzt, MSNBC und Washington Post zeigten sich zumindest bestürzt, wie in Mode und Popkultur „Whiteness“ und alles mögliche „Regressive“ gerade mit scheinbar schier urgewaltiger Macht zurückkämen […]
Aus Perspektive der Schöpfer des Grundgesetzes ist, nach den Erfahrungen der Nazibarbarei, die Menschenwürde über gesellschaftliche oder individuelle Forderungen an den Einzelnen erhaben, muss nicht durch Leistung erworben oder gnädig verliehen werden, sondern ergibt sich, bedingungslos, aus der Tatsache des Menschseins – weshalb das deutsche Recht grundsätzlich sogar den noch nicht geborenen Menschen schützt (§ 218 StGB). Wer sich nun über die „rechte Kampagne“ gegen die gescheiterte Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, im Sommer 2025 beschwerte, scheint nicht begriffen zu haben, dass diese Juristin für das Überwundengeglaubte einsteht, eine Staffelung des Rechts auf Leben, was, im Gegensatz zur Jeanswerbung, in den Konsequenzen tatsächlich an die alte Eugenikbewegung erinnert. Brosius-Gersdorf war als stellvertretende Koordinatorin der von der Regierung eingesetzten Expertenkommission zur reproduktiven Selbstbestimmung maßgeblich am Zustandekommen eines liberalisierenden Gesetzesentwurfs beteiligt, womit Abtreibungen bis zur Geburt auch ohne medizinische Indikation zwar nicht vollständig legalisiert, jedoch erheblich erleichtert würden (15). Sie verneint die Menschenwürde von Ungeborenen und behauptet, deren Lebensrecht habe gegenüber Geborenen ein geringeres „Gewicht“ aufgrund ihrer „existenziellen Abhängigkeit“ vom Körper der Schwangeren. Das heißt, zynischerweise: je mehr ein Mensch auf den anderen angewiesen ist, desto weniger müsse sein Leben von diesem geachtet werden. Mit gutem Grund könnte man das Verhältnis Ungeborener zu „anderen Grundrechtsträgern“ auch als bloße Variante einer generellen Abhängigkeit der Menschen voneinander ansehen, die auch für Geborene „existenziell“ ist. So ist der Homo Sapiens bekannt dafür, dass seine Neugeborenen (im Gegensatz zu den meisten Tieren) völlig hilflos sind, und in der modernen, komplex organisierten Gesellschaft ist auch später autarkes Überleben nahezu unmöglich. Wenn Brosius-Gersdorf mit „guten Gründen“ dafür, dass die Menschenwürdegarantie (Art. 1 Abs. 1 GG) erst ab Geburt gelten solle, derart heroisch-sozialdarwinistisch anmutendes Lob vermeintlicher Unabhängigkeit meint (16), gibt es wohl keine. In einer Festschrift zum 70. Geburtstag von Horst Dreier (2024) nennt sie es einen „biologistisch-naturalistischen Fehlschluss“, dass „die Menschenwürde überall gelte, wo menschliches Leben existiert“; lieber wäre ihr also anscheinend eine technizistisch-kulturalistische Definition der Menschenwürde. Selbst in der Spätphase der Schwangerschaft solle dem Ungeborenen kein voller, lediglich ein „starker“ Schutz zugestanden werden. Highlight: „Bei einer schweren und nicht heilbaren Krankheit des Fetus […] könnte unter dem Gesichtspunkt des Grundrechts des Kindes auf selbstbestimmtes Sterben […] ein Schwangerschaftsabbruch auch bei extrauteriner Lebensfähigkeit des Fetus zulässig sein“ (17). Die Tötung eines nach Geburt lebensfähigen Kindes im Mutterleib komme also dessen „Selbstbestimmung“ zugute, sofern es schwerkrank ist – einen Schwerkranken nach seinem Selbsttötungswunsch zu fragen erübrige sich wohl, als sei der ja ohnehin klar. Das ist Überlegenheitsrhetorik gesunder Geborener gegenüber kranken Ungeborenen; so oft löst deren Schwäche und Hilfsbedürftigkeit nicht etwa Solidarität aus, sondern Vernichtungswünsche. Brosius-Gersdorf behauptet zwar, bei einer Abtreibung würde „in der Regel“ der Ungeborene nicht als „lebensunwert“ angesehen und somit zum Objekt herabgewürdigt, für die Schwangere sei halt einfach „eine Mutterschaft zu dem Zeitpunkt nicht vorstellbar“ (18). Aber aus welchen Gründen? Warum werden in Deutschland z.B. rund 90 Prozent aller Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben (19)? Hat dies nichts mit einer Abstufung von wertvollem und weniger wertvollem Leben zu tun? Ist der Gesundheitswahn der völkischen Jugendbewegung und NS-Zeit überwunden?
Die berühmten deutschen Kessler-Zwillinge haben sich durch assistierten Suizid das Leben genommen.
Laut deutschen Medien sind Alice und Ellen Kessler, die in den 1950er und 1960er Jahren als Unterhaltungsduo berühmt wurden, im Alter von 89 Jahren durch gemeinsamen assistierten Suizid in Grünwald, Deutschland, gestorben.
Die Zwillinge nahmen vor mehr als einem Jahr Kontakt zu der Interessenvertretung, der Deutschen Gesellschaft für gemeine Sterben (DGHS), auf und schlossen sich an, offenbar bereits ihren Selbstmord zu planen.
DGHS-Sprecherin Wega Wetzel sagte: “Der entscheidende Faktor war wahrscheinlich der Wunsch, gemeinsam an einem bestimmten Tag zu sterben.”
“Ihr Wunsch zu sterben war wohlüberlegt, langjährig und frei von psychiatrischen Krisen”, fügte sie hinzu.
Ellen Kessler sagte der deutschen Zeitung Bild, dass die Zwillinge ihre Asche in derselben Urne neben ihrer Mutter und ihrem Hund beisetzen wollten.
Das sogenannte “assistierte Sterben” ist in Deutschland unter bestimmten Bedingungen seit der Entscheidung des Verfassungsgerichts im Jahr 2020 legal, dass Einzelpersonen das Recht haben, ihr Leben zu beenden und Hilfe von Dritten in Anspruch zu nehmen, wenn sie dies wünschen.
Mit ihrem Talent im Gesang und Tanzen sowie ihrem blonden, frisierten Haar verkörperten die Zwillinge die Showgirl-Ästhetik der 1950er und 60er Jahre. Sie vertraten Deutschland beim Eurovision Song Contest 1959 und traten mehrfach in The Ed Sullivan Show und The Red Skelton Hour auf. Sie waren auf dem Cover des Life-Magazins zu sehen und standen den größten Stars des Showgeschäfts jener Zeit nahe, darunter Fred Astaire, Elvis Presley, Frank Sinatra, Rock Hudson und Sammy Davis Jr.
Das Duo war auch in Italien sehr bekannt, wo es als Pionierinnen der Frivolität bekannt wurde, als erste Showgirls ihre Beine auf der Leinwand zeigte und später nackt für Fotos in der italienischen Playboy-Ausgabe 1976 posierte.
Mathias von Gersdorff, der Leiter des deutschen Flügels der katholischen Organisation TFP (Tradition, Familie, Eigentum), schrieb auf X: “Der Hype um den Tod der Kessler-Schwestern ist eine PR-Kampagne zur Förderung der Akzeptanz von Euthanasie.”
Am Freitagnachmittag wurde eine 17-jährige aus Marl von einem bislang unbekannten Mann sexuell belästigt.
Die Marlerin fuhr am Freitagnachmittag gegen 13:50 Uhr in einem Bus (Buslinie 222) in Richtung Marl-Sinsen. Die 17-Jährige saß mittig im Bus zur Fahrtrichtung. Entgegen der Fahrtrichtung saß ein Mann, der die 17-Jährige zunächst anstarrte. Dann steckte er seine Hand in seine Hose und rieb sich an seinem Geschlechtsteil. Die Hose zog er nicht runter. Er stieg an der Haltestelle “Nonnenbusch” aus.
Von der Person wurde ein Foto gemacht.
Personenbeschreibung:
- männlich
- schlanke Statur
- trug eine dunkle Winterjacke mit Fellkragen
- trug eine schwarze Jogginghose mit weißen Streifen entlang der
Beine
Wer Angaben zu dem Tatverdächtigen machen kann, wird gebeten, das Kriminalkommissariat unter der Tel. 0800/2361 111 anzurufen.
Nach Auffassung der Richter basierte Maiers Behauptung, AfD-Abgeordnete würden Anfragen missbrauchen, um sicherheitsrelevante Einrichtungen auszuspähen, ausschließlich auf Vermutungen. Screen grab youtube
Der politische Streit um eine mutmaßliche Ausforschung kritischer Infrastruktur durch AfD-Abgeordnete hat nun eine juristische Wendung genommen. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hatte öffentlich behauptet, die AfD nutze parlamentarische Anfragen, um sicherheitsrelevante Einrichtungen auszuspähen – ein schwerwiegender Vorwurf, der bis an die Grenze zum Landesverrat reichte.
Im Zuge dieser Debatte klagte die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gegen das Handelsblatt, das über Maiers Verdacht berichtet hatte. Das Landgericht Berlin II wies den Antrag zwar ab, stellte in den schriftlichen Urteilsgründen jedoch klar, dass der Minister selbst keine belastbaren Anhaltspunkte für den Verdacht geliefert habe.
Nach Auffassung der Richter basierte Maiers Behauptung, AfD-Abgeordnete würden Anfragen missbrauchen, ausschließlich auf Vermutungen. Die Aussagen seien „offensichtlich untauglich“, um einen ernsthaften Verdacht zu begründen. Besonders gravierend ist, dass das Gericht Maier ausdrücklich nicht als „privilegierte Quelle“ bezeichnet, auf deren Einschätzungen sich die Medien in diesem Fall hätten verlassen dürfen. Damit wird seine Glaubwürdigkeit als amtlicher Akteur, der besondere Sorgfaltspflichten trägt, deutlich infrage gestellt.
Über die medienrechtliche Bewertung hinaus weist das Gericht darauf hin, dass der Innenminister selbst juristisch angreifbar sein könnte: Einerseits wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Neutralitätsgebot, andererseits als Privatperson wegen unzulässiger Verdachtsäußerung. Dies eröffnet der AfD neue Möglichkeiten, gegen Maiers Verhalten vorzugehen.
Die AfD-Fraktion reagiert mit scharfer Kritik. Ihr Justiziar und justizpolitischer Sprecher, Sascha Schlösser, erklärte in einer Aussendung: „Das Urteil des Landgerichts Berlin zeigt, dass der Innenminister seine Rolle als Verfassungsorgan offenbar mit der eines politischen Agitators verwechselt“. Die Presse werde in Schutz genommen – „aber nicht, weil Maiers Aussagen überzeugend wären, sondern trotz deren inhaltlicher Substanzlosigkeit“. Das Gericht „demontiert“ Maier förmlich als ernstzunehmende Quelle „und legt der AfD sogar nahe, gegen ihn juristisch vorzugehen“. Ein Minister, der ohne Beweise mit dem Begriff „Landesverrat“ operiere, habe seine politische und rechtliche Integrität längst verspielt, so Schlösser.
Europa wird nicht nur verdrängt – es räumt sich selbst weg. Wir entsorgen unsere Traditionen wie Altmetall und wundern uns, wenn andere die Lücke füllen. Eine Kultur, die sich für ihre eigenen Wurzeln schämt, schafft sich nicht ab – sie verdunstet.