Angriff auf unsere Geschichte: Ein neuer Bestseller schlägt Alarm

Ein Beispiel für kulturmarxistische Zerstörungswut. Die alte Vikarie, das sog. Storchennest, von Schloß Lüttinghoff in Gelsenkirchen-Hassel. Erbaut 1516 und abgebrochen 1988 durch die regierende SPD. Es war das älteste gothische Kirchengebäude in Gelsenkirchen.

In seinem neuesten Buch, »The War Against the Past: Why The West Must Fight For Its History«, schlägt der renommierte Soziologe Frank Furedi Alarm: Eine kulturelle Offensive bedroht die Grundfesten westlicher Identität.

Ob durch das Niederreißen von Statuen, die »Dekolonisierung« von Lehrplänen oder das Streichen historischer Begriffe – in seinem neuesten Buch »The War Against the Past: Why The West Must Fight For Its History« sieht Frank Furedi eine gezielte Kampagne, die darauf abzielt, die Vergangenheit als toxisch darzustellen.

Diese Bewegung, so argumentiert er, ist nicht nur ein Angriff auf historische Errungenschaften, sondern eine Gefahr für das kollektive Gedächtnis und die Identität des Westens.

Frank Furedi, emeritierter Professor der Soziologie an der University of Kent, analysiert, wie diese »Kriegserklärung gegen die Vergangenheit« von kulturellen Eliten vorangetrieben wird. Er beschreibt, wie Institutionen wie Universitäten, Schulen und Museen historische Narrative zugunsten einer ideologisch geprägten Sichtweise umschreiben, die die Vergangenheit als Quelle von Scham und Schuld rahmt. Dies führt zu einer Entfremdung der jüngeren Generation von ihrem kulturellen Erbe, was laut Furedi in Nihilismus und Identitätsverlust mündet.

Die Wurzeln der ideologischen Umformung

Furedi kritisiert eine Denkweise, die die Errungenschaften westlicher Zivilisation systematisch delegitimiert. Er beschreibt, wie historische Figuren wie Shakespeare oder Churchill als rassistisch oder imperialistisch verurteilt und ganze Epochen wie die Aufklärung oder die Antike als moralisch verwerflich dargestellt werden. Diese ideologische Umformung der Geschichte, so Furedi, strebt danach, die Vergangenheit zu diskreditieren, um die Gegenwart und Zukunft nach bestimmten ideologischen Vorgaben zu gestalten.

Besonders besorgniserregend findet er die Auswirkungen auf junge Menschen, die ohne Zugang zu ihrer Geschichte orientierungslos zurückbleiben. »Ohne Vergangenheit ist es schwer, Sinn in der Gegenwart oder Hoffnung für die Zukunft zu finden«, warnt er. Diese »Year Zero«-Mentalität, wie er sie nennt, zielt darauf ab, die kulturellen Fundamente des Westens zu untergraben.

Warum das Buch wichtig ist

»The War Against the Past« ist ein dringender Weckruf für alle, die den Verlust westlicher Werte und Traditionen fürchten. Furedi zeigt auf, wie die systematische Verunglimpfung der Geschichte die gesellschaftliche Kohäsion untergräbt und die Integration von Minderheiten erschwert, da künstliche Ressentiments geschürt werden.

Seine Analyse ist besonders relevant in einer Zeit, in der kulturelle Debatten zunehmend polarisieren und konservative Werte unter Druck geraten.Das Buch bietet konservativen Lesern nicht nur eine fundierte Analyse, sondern auch eine klare Handlungsaufforderung: Die Verteidigung der Geschichte ist essenziell, um die Grundlagen der westlichen Demokratie zu schützen. Furedi betont, dass historische Erinnerung der Schlüssel zur Identität einer Gemeinschaft ist. Ohne sie droht ein Zustand kultureller Lähmung, in dem weder individuelle noch kollektive Stärke möglich sind.

Ein Aufruf zum Handeln

Furedis Werk ist mehr als eine Kritik – es ist ein leidenschaftlicher Aufruf, sich gegen die »große Entfremdung« von der eigenen Geschichte zu wehren. Für konservative Bürger, die sich gegen die Einflüsse einer ideologisch geprägten Geschichtsschreibung stemmen, ist dieses Buch ein unverzichtbarer Leitfaden. Es fordert dazu auf, die Errungenschaften der westlichen Zivilisation – von der griechischen Philosophie bis zur modernen Wissenschaft – zu verteidigen und die nächste Generation mit Stolz und Verantwortung für ihr Erbe auszustatten.

The War Against the Past ist ein Muss für jeden, der die kulturelle Identität des Westens bewahren möchte. Es ist an der Zeit, sich diesem Kampf anzuschließen, bevor die Vergangenheit endgültig zum Feind erklärt wird.

Bestellinformationen:

Das Buch ist bei Polity Press erschienen (ISBN: 9781509561254) und kann über Plattformen wie Amazon oder den Kopp Verlag bezogen werden.

Angriff auf unsere Geschichte: Ein neuer Bestseller schlägt Alarm

Krieg gegen das Bargeld

Denis Apel / flyingpixel.de / Wikipedia, Creative-Commons-Licence CC BY-SA 4.0

Gehören Sie schon zu den Leuten, die kaum noch Geld in der Tasche haben, weil Sie ihr Handy zücken, um bezahlen zu können? Dann sind Sie ein braver Bürger, der tut, was die „Eliten“ seit zweieinhalb Jahrzehnten von ihm wollen. Bargeld garantiert Freiheit – wer nur noch digital bezahlt, liefert sich freiwillig der totalen Kontrolle aus. Das Konto wird zum Logbuch seines Lebens: Welche Lebensmittel er bevorzugt, was er gern trägt, welche Hobbys er hat, wohin er reist und wie lange, ob er ins Sportstudio geht, zum Karate-Kurs oder zu einem Konzert – alles wird genau registriert.
Fast jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass er wochenlang Werbepost für Kommoden bekommt, weil er sich mal eine im Internet genauer angesehen hat. So wird jeder Kauf registriert und ausgewertet. Seit die öffentlichen Verkehrsmittel Fahrkarten nur noch gegen Kartenzahlung verkaufen, weiß man auch, wie sich eine Person durch die Stadt bewegt.
Die meisten Menschen sind stolz darauf, bei der Fahrscheinkontrolle ihr Handy zu zücken. Man ist progressiv, auf der Höhe der Zeit. Auf diejenigen, deren Hand sich noch um einen Papierausdruck krampft, sieht man mitleidig herab. Neulich habe ich einen jungen Mann gesehen, der an der Kasse meiner Kaufhalle sein Handgelenk über den Kartenautomaten hielt. Das ist der Gipfel der Progressivität, denn ein Handy kann man auch einmal verlieren, oder es wird geklaut. Der Chip dagegen ist fest implantiert. Dass ein Bösewicht zur Axt greift, um das Handgelenk mit dem Chip in seinen Besitz zu bekommen, das kommt nur in Horror-Thrillern vor, nicht im wirklichen Leben.

Dagegen haben die Spanier zu ihrem Leidwesen erfahren, was passiert, wenn es einen Blackout gibt. Schlagartig stehen alle Zahlungssysteme still. Man kann nichts mehr kaufen, auch keine dringend benötigte Milch für das Baby oder Medikamente für die Oma. Man kann nicht tanken oder ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen, selbstverständlich auch kein Geld abheben. Das Leben kommt komplett zum Erliegen. Eine bargeldlose Zukunft ist Horror.

Der Krieg gegen das Bargeld wird von den Regierungen geführt, aber mit Unterstützung der Wirtschaft. Während die Regierungen systematisch die Bargeldobergrenzen senken – ab 2027 gilt EU-weit eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro –, haben, anders als z. B. bei der Abschiebung von kriminellen Migranten, die Mitgliedsstaaten noch die Wahl, niedrigere Bargeldobergrenzen zu verfügen. Dänemark liegt derzeit bei 2.000 Euro, Griechenland sogar bei 500 Euro. Damit kann man noch Käufe tätigen, darüber gilt nur noch die Karte. Alle Bürger sollen ein Konto besitzen. Das hat den Vorteil, dass eine der wirkungsvollsten neuen Strafen für Andersdenkende die Kontokündigung ist. Der kanadische Premier Justin Trudeau hat damit sogar einen Trucker-Aufstand erstickt, indem er den aufsässigen Fahrern die Konten kündigen ließ. Die Banken machen da problemlos mit. Die ING-DiBa kündigt nicht nur unliebsamen Regierungskritikern die Konten, sondern sie hat auch angekündigt, Konten von Unternehmen zu kündigen, die sich nicht klimagerecht verhalten.
Bargeld, so wird immer wieder seitens der Politik versichert, könne nicht abgeschafft werden, weil es einen gesetzlichen Bargeldschutz in Europa gäbe. Aber was die Politik nicht kann, vermag der Markt. Immer mehr Unternehmen akzeptieren – freiwillig oder gezwungen – nur noch Karten. Auch die kleinen Geschäfte müssen bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten anbieten. Die Kosten dafür, die zum Teil erheblich sind, dürfen nicht an die Kunden weitergegeben werden. Profitieren tun die Konzerne, die bargeldloses Zahlen anbieten: Visa, Mastercard, American Express, PayPal u. a.

Dies und noch viel mehr kann man in Hakon von Holsts schmalem Bändchen „Krieg gegen das Bargeld“ nachlesen, was ich dringend jedem empfehlen kann. Jeder sollte überlegen, ob er nicht lieber bar bezahlt, um sich der totalen Kontrolle zu entziehen und ein Stück Freiheit zu erhalten. Einige skandinavische Länder machen Bargeldbesitz für Notfälle wieder zur Pflicht. Von Holst erklärt, warum man nicht auf staatliche Festlegungen warten, sondern dafür sorgen soll, immer einen Bargeldpuffer zur Verfügung zu haben. Spanien war eine Warnung – niemand sollte diese Flammenschrift übersehen.

Hakon von Holst: Krieg gegen das Bargeld, Hintergrund-Magazin 2025
https://www.buchkomplizen.de/buecher/hintergrund-verlag/krieg-gegen-das-bargeld.html

Krieg gegen das Bargeld – Vera Lengsfeld

Sexuelle Belästigung durch “südostasiatisch Aussehenden” in Regionalbahn von Hannover nach Nienburg

Am 04. August 2025 kam es auf der Fahrt des RE 1 (4434) von Hannover in Richtung Oldenburg zu einer sexuellen Belästigung einer Frau (32). Zwischen 21:20 bis 22:00 Uhr machte der bislang unbekannt gebliebene Täter auf der Strecke zwischen Hannover und Nienburg zunächst sexualisierte Aussagen in Richtung der Geschädigten. Beim Entfernen griff er der Frau anschließend an den Gesäßbereich und bedrängte sie körperlich. Weitere Annäherungsversuche konnten durch die Geschädigte unterbunden und die Hilfe beim Zugbegleitpersonal gesucht werden. Trotz einer anschließenden Absuche gelang dem Täter die Flucht. Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte er den RE 1 am Haltepunkt Nienburg gegen 22:00 Uhr verlassen haben.

Die Bundespolizei ermittelt wegen sexueller Belästigung und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Tatverdächtigen. Er wird wie folgt beschrieben:

Körpergröße 160 – 170 cm; südostasiatisch; etwas korpulenter; dunkle kurze Haare, licht, nach hinten gekämmt, (oben länger, Seiten kurz); dunkle Augenfarbe; rundliches Gesicht, vollere Wangen, Lippen-Kiefer Gaumenspalte; auffälliger Sprachfehler; sportliches, alltägliches Outfit, kurze Ärmel

Die Bundespolizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Vorfall oder verdächtigen Personen geben können, sich an die Bundespolizeiinspektion Hannover unter 0511/30365-0 zu wenden.

BPOL-H: Zeugenaufruf der Bundespolizei – Sexuelle Belästigung in Regionalbahn von … | Presseportal

Frankreich: Ein Vater und seine Tochter, deren „zu kurzer” Rock störte, wurden von einem Paar in islamischer Kleidung auf dem Bahnsteig zusammengeschlagen und ausgeraubt

Bahnhof Meulan-en-Yvelines – Ein Vater und seine Tochter wurden von einem Paar zusammengeschlagen. Auf diesem Bild sieht man, wie der Angreifer den Vater am Boden attackiert (rechts) und die Frau das Mädchen angreift (links), während ein Zeuge eingreifen will. ©Dokument, das 78actu zur Verfügung gestellt wurde

Laut 78actu wurden ein 58-jähriger Vater und seine 28-jährige Tochter am 27. Juli 2025 am Bahnhof Thun-le-Paradis in Meulan-en-Yvelines brutal angegriffen. Während sie auf einen Zug warteten, um zu einem K-Pop-Konzert zu fahren, beschimpfte ein Paar sie zunächst mit „Dreckige Hure”, bevor es den Bahnsteig überquerte und sie ohne ersichtlichen Grund schlug.

Der Mann schlug etwa fünf Minuten lang auf den Vater und die Tochter ein und benutzte dabei sogar eine Sprühdose als Waffe, während seine Begleiterin, die mit einem Scooter angekommen war, auf die junge Frau einschlug. Die Angreifer versuchten auch, ihnen unter Drohungen 140 € abzunehmen: „Wenn ich dich nicht töte, töte ich deinen Vater. “

Am nächsten Tag folgte der Angreifer dem Vater auf die Straße. Die beiden Verdächtigen wurden festgenommen und am 1. August vor das Gericht von Versailles gestellt. Die Staatsanwaltschaft prangerte „extrem brutale, grundlose Gewalt“ an und erwirkte ihre Untersuchungshaft bis zu ihrer für den 23. September 2025 angesetzten Verhandlung.

fdesouche

„Kein Platz für Israelis?“ – Wie Fortuna Düsseldorf-Fans gegen einen Spieler hetzen, den sie nicht kennen

Botend – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42812189

Noch bevor er überhaupt unterschrieben hat, schlagen ihm Hasswellen entgegen: Der israelische Nationalspieler Shon Weissman wird in Deutschland zum Ziel anonymer Hetze – weil er für Israel Partei ergriff.

Es sind die hässlichen Reflexe, die einem den Atem rauben: Der israelische Nationalspieler Shon Weissman steht kurz davor, beim deutschen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf zu unterschreiben. Doch noch bevor die Tinte trocken ist, wird er im Netz zum Feindbild erklärt – nicht etwa wegen seiner sportlichen Qualitäten, sondern weil er sich nach dem 7. Oktober auf die Seite seines eigenen Landes stellte.

Was wie eine Randnotiz aus der Welt des Transfers klingt, ist in Wahrheit ein beunruhigendes Symptom für ein größeres Problem: Die Entmenschlichung israelischer Stimmen in Europa – insbesondere dann, wenn sie sich weigern, sich für ihr bloßes Existenzrecht zu entschuldigen.

Weissman, 29 Jahre alt, Stürmer mit internationaler Erfahrung in Spanien, Italien und Österreich, ist eigentlich genau das, was sich ein ambitionierter Klub wie Fortuna Düsseldorf wünschen dürfte: Durchsetzungsstark, treffsicher, erfahren. Doch kaum wurde bekannt, dass der Verein sich mit ihm einig sei, wühlten sich manche Fans durch seine Wikipedia-Seite – und fanden dort, was sie suchten: Aussagen, in denen er Israel nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 seine Solidarität aussprach. Er sprach damals von Rache, von Entschlossenheit, von Verteidigung. Worte, die für viele Israelis nach diesem beispiellosen Terroranschlag keine Drohung, sondern ein Ausdruck von Schmerz und Trauer waren.

Für einige deutsche Fans aber offenbar Grund genug, den Spieler öffentlich abzulehnen. In sozialen Netzwerken ist die Rede von einem „ungeeigneten Transfer“, von einem Mann, der „Unruhe bringt“ und „nicht zu den Werten des Vereins“ passe. Es ist eine surreale Umkehrung: Nicht die Mörder vom 7. Oktober sind das Problem – sondern der, der sich gegen sie stellt.

Dass ein deutscher Traditionsklub wie Fortuna Düsseldorf in dieser Lage nicht schweigt, sondern klar Haltung zeigt, ist alles andere als selbstverständlich. „Was passiert hier eigentlich? Menschen auf Basis eines Wikipedia-Artikels zu verurteilen – passt das wirklich zu unserem Publikum?“, fragte der offizielle Social-Media-Kanal des Vereins. Eine einfache, aber eindringliche Frage, die viele Unterstützer auf den Plan rief. Zahlreiche Fans bekundeten anschließend ihre Solidarität mit Weissman – und erinnerten daran, dass Fußball Menschen zusammenbringen sollte, nicht auseinanderreißen.

Und dennoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Denn dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von ähnlichen Fällen: Israelische Sportler, Künstler, sogar Wissenschaftler sehen sich nach dem 7. Oktober zunehmend Anfeindungen ausgesetzt – allein wegen ihrer Herkunft oder weil sie sich weigern, Israel für die Angriffe der Hamas verantwortlich zu machen. Die Grenze zwischen legitimer Kritik und antisemitischer Projektion verschwimmt immer öfter.

Dass Weissman aufgrund der antisemitischen Reaktionen bereits früher ein Spiel in Spanien verpasst hatte und zeitweise ausgeliehen wurde, zeigt, wie real diese Gefahr ist. Was als politische Meinung beginnt, endet nicht selten in Ausgrenzung, Jobverlust oder körperlicher Bedrohung.

Es ist höchste Zeit, diese Dynamik zu erkennen – und klar zu benennen. Wer Menschen wie Shon Weissman ablehnt, weil sie nach einem Massaker an ihren Landsleuten nicht schweigen, sondern für ihr Land eintreten, der trifft keine „Meinungsäußerung“. Er beteiligt sich an der Entwertung jüdischen Lebens und jüdischer Selbstbehauptung.

„Kein Platz für Israelis?“ – Wie Fortuna-Fans gegen einen Spieler hetzen, den sie nicht kennen

Touristin in Meran von polizeibekannten Algerier überfallen

In Meran ist es vor wenigen Tagen zu einem gewaltsamen Raubüberfall auf eine französische Urlauberin gekommen. Die Ordnungshüter konnten den mutmaßlichen Täter, einen bereits polizeibekannten Algerier, nach intensiven Ermittlungen identifizieren und anzeigen.

Der Vorfall ereignete sich vor wenigen Tagen auf den beliebten Winterpromenaden in Meran. Eine französische Touristin wurde während eines Spaziergangs plötzlich von einem unbekannten Mann angegriffen. Der Täter riss der Frau die goldene Halskette vom Hals. Trotz der schnellen und aggressiven Vorgehensweise des Angreifers setzte sich die Urlauberin zur Wehr, woraufhin der Mann sie zu Boden stieß, um mit der Beute flüchten zu können.

Die Frau alarmierte umgehend über ihr Mobiltelefon den Notruf 112. Bereits kurz darauf trafen mehrere Streifen der Ordnungskräfte am Tatort ein. Die Beamten sicherten erste Hinweise, darunter auch die Beschreibung des Täters.

Im Zuge der Ermittlungen befragten die Beamten Anwohner und sichteten Aufnahmen von Überwachungskameras in der Umgebung. Durch diese Maßnahmen und eine gezielte Kontrolle des Stadtgebiets konnte die Tat rasch rekonstruiert und der mutmaßliche Täter identifiziert werden.

Laut einer Aussendung der Ordnungshüter aus Meran handelt es sich bei dem Mann um einen algerischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz, der den Behörden bereits bekannt ist. Obwohl er die gestohlene Kette offenbar schon veräußert oder entsorgt hatte, wurde er von den Einsatzkräften zur Polizeistation gebracht. Dort erfolgten die weiteren Ermittlungen, bevor er in Freiheit angezeigt wurde. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Raubes.

Touristin in Meran von Algerier überfallen – UnserTirol24

Streitthema Vaterlandsliebe: Grüne Löschaktion für Banaszak

Felix Banaszak. Screengrab youtube

Kennen Sie Felix Banaszak? Nein? Keine Sorge, damit sind sie nicht alleine. Er ging einfach unter neben Leuten wie Jette NietzardRobert HabeckAnnalena BaerbockRicarda Lang und sogar Jakob Blasel. Dabei ist Banaszak seit November 2024 Bundesvorsitzender seiner Partei.

Schriftsteller erinnert an Banaszaks Posts

Richtig mitbekommen das es ihn überhaupt gibt haben die meisten Leute jedoch erst durch das Sommerinterview, welches hier kritisch beleuchtet wird. Dort wurde Banaszak überraschend kritisch zum Thema “Vaterlandsliebe” befragt. Ansonsten war das Interview eher wohlwollend und wurde sogar vom Sender vorverlegt, damit die angemeldeten Proteste es nicht stören konnten. Beim vorherigen Interview mit Alice Weidel war das offenbar nicht möglich. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Der Frage ob er Deutschland liebe wich Banaszak ungeschickt aus. Sein Verhalten in den sozialen Medien ist jedoch in dieser Hinsicht eindeutig. Und das Internet vergisst nicht. In diesem Fall ist es beispielsweise der Schriftsteller Philip Plickert, der sich an Banaszaks Deutschlandbild erinnert und auch bemerkt, wie die Grünen nun versuchen alle Spuren zu löschen.

Grüner Deutschlandhass ist offensichtlich

Aber Plickert hat Screenshots gemacht. Demnach schrieb Banaszak zum Thema Wiedervereinigung: “Deutschland ist kein Grund zum Feiern” und “‘Wieder’vereinigung klingt so, als hätte es dieses ‘Deutschland’ vorher schon mal legitimerweise gegeben ;)”. Auf eine “letztlich inhaltsleere kollektive Identität wie ‘deutsch’ soll offenbar “verzichtet” werden. Ihm ist wohl die “globale Queer-Bewegung” lieber.

Rebel Radio listete zwei weitere Äußerungen von Banaszak in Sachen Deutschland auf. In einem nörgelte der Grüne wohl über Deutschland liebende Fußballfans herum und im anderen behauptete er: “Der herrische, herzlose und hässliche Deutsche hat wieder ein Gesicht, und das ist das von Wolfgang #Schäuble”. Bei dieser Gelegenheit zitierte der Grüne zwar jemand anderen, schrieb aber dazu: “Recht hat er”. Man stelle sich vor, ein normaler Bürger würde so etwas über einen grünen Politiker schreiben; das Ergebnis kann sich jeder denken.

Streitthema Vaterlandsliebe: Grüne Löschaktion für Banaszak – Unzensuriert

Oma gegen rechts – Maja und ich

Die Geschichten, die das Leben schreibt, sind immer noch die spannendsten.

Als ich erfuhr, dass die Chefin der „Omas gegen rechts“ in Berlin Maja Wiens ist, war ich überrascht, aber nicht verwundert. Die „Omas gegen rechts“ fand ich erst skurril, dann, als ich eine ihrer Demos in Trier gesehen hatte, eher bedauernswert. Den dortigen Omis, die mit ihren selbst gemalten Plakaten durch die Geburtsstadt von Karl Marx schlurften, sah man ihre Hoffnung auf ein Demogeld, um ihre schmale Rente aufzubessern, zu sehr an. Das ist ein halbes Jahr her. Seitdem hat sich etwas getan, denn wenn jetzt über Antifa-Aktionen berichtet wird, sind die Omas gegen rechts nicht weit. Auch an der missglückten Aktion, mit der das Zentrum für politische Blödheit das Sommerinterview der ARD mit Alice Weidel gestört hat, waren Omas gegen rechts anwesend. Ob auch Wiens darunter war, kann ich auf dem Foto, das davon veröffentlicht wurde, nicht feststellen, aber wahrscheinlich ist es schon. Das Regierungsviertel ist nicht weit vom Pankower Florakiez entfernt, wo wir beide wohnen. Maja seit den 80er Jahren, ich seit 2004.

Kennengelernt habe ich Wiens, als ich 1983 kurzzeitig Lektorin am Jugendbuchverlag Neues Leben war, der offiziell der FDJ gehörte, sich aber, was erst nach 1989 rauskam, im Besitz der SED befand. Wiens gehörte zu den Autoren des Verlages.

Eines Tages unternahm der Verlag einen besonderen Ausflug. Ziel war der Jugendwerkhof Lehnin. Wir trafen uns dort mit jugendlichen Insassen. Wenn ich mich recht erinnere, las Wiens erst aus einem ihrer Bücher, danach wurden die etwa 100 Zuhörer in mehrere Gruppen aufgeteilt. Ob Wiens meiner Gruppe angehörte, kann ich nicht sagen. Was diesen Besuch für mich unvergesslich machte, war die schockierende Erkenntnis, dass etwa dreißig Prozent der Insassen aus SED-Funktionärs-Elternhäusern stammten. Zum Teil waren sie von ihren eigenen Eltern dorthin geschickt worden. Wiens war nach eigenem Eingeständnis von 1978 bis 1983 Inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit. Hat sie über diesen Besuch Bericht erstattet, oder war er Anlass, dass sie ihre Stasi-Mitarbeit beendete? Das ist eine der Fragen, auf die ich gern eine Antwort haben würde.

Später begegnete ich Wiens immer wieder. Sie wohnte in der Nachbarschaft des Bürgerrechtlers Wolfgang Templin, der von der Stasi als so gefährlich eingestuft wurde, dass sie ihn und seine Frau mit den schärfsten Zersetzungsmaßnahmen überzog, von denen ich je gehört habe. Templins Frau Lotte wurde bis in den Kreißsaal verfolgt. Sie brachte im Zersetzungs-Zeitraum zwei tote Kinder zur Welt.

Wiens hatte da ihre Stasi-Tätigkeit, sagt sie, bereits seit Jahren beendet. Eine bekannte Liedermacherin der DDR hat öffentlich gesagt, dass sie das nicht glaubt. Tatsache ist, dass nach Ende der DDR, als Wiens im Kulturverein Prenzlauer Berg mit Jugendlichen arbeitete, eine Kollegin, Barbara Fuchs, die Stasi-Tätigkeit von Wiens öffentlich machte. Das Ergebnis war, dass Wiens vom Verein mit knapper Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen und Fuchs gefeuert wurde, „wegen unzulässiger Vermischung moralischer und politischer Probleme“.

Sehr nah kam mir Wiens, als nach meinem Rausschmiss aus der DDR mein Sohn Philipp und seine Freunde wegen „pazifistischer Plattformbildung“ von der Berliner Carl-von-Ossietzky-Schule relegiert wurden. Wiens’ Sohn war auch unter den Angeklagten, wurde dann aber nicht relegiert, sondern an eine andere Schule versetzt. Die Affäre wurde durch einen Bericht der Zeitung der Umweltbibliothek bekannt und bald von der Westpresse aufgegriffen. Ich war in England, die Mutter eines anderen Relegierten, Kai, in Westberlin, also übernahm Wiens für beide Betroffenen die Betreuung. Ich werde die quälenden Telefonate nie vergessen. Ich hielt viele Entscheidungen von Wiens für falsch, konnte aber nichts machen. Außerdem warf Wiens mir immer wieder vor, nur die Westmedien bedienen zu wollen, obwohl ich nichts dergleichen tat. Ich war von meinem 16-jährigen Sohn durch die Mauer getrennt und musste befürchten, dass ich ihn nie wieder sah, wenn ich mich exponierte.

Der Kontakt endete vorläufig, weil ich Philipp nach seinem Rausschmiss nach Cambridge holte.

Am Morgen des 9. November 1989 kehrte ich in die DDR zurück. Es hatten die Montagsdemonstrationen begonnen, und in Berlin schaffte es am 1. Jahrestag der Ossietzky-Affäre die Frage in die Berliner Zeitung, damals Bezirksorgan der SED, ob man die Ossietzky-Schüler nicht wieder in die Schule gehen lassen sollte. Für Philipp war diese Zeit besonders qualvoll, denn er hatte immer ein schlechtes Gewissen gegenüber seinen zurückgelassenen Freunden gehabt. Also beschloss ich anlässlich einer Einladung zu einem Vortrag an der FU Berlin, am nächsten Morgen in die Hauptstadt der DDR einzureisen und ins Volksbildungsministerium zu gehen, um Klarheit zu erlangen. Mir gelang der Grenzübertritt tatsächlich, aber als die berüchtigte eiserne Tür auf dem Bahnhof Friedrichstraße hinter mir zufiel, bekam ich weiche Knie. Meine kleinen Söhne waren in Cambridge zurückgeblieben. Also fuhr ich zuerst ins Volkspolizeipräsidium am Alexanderplatz, wo ich ein Ausreisevisum beantragte. Dort wurde ich bis zum späten Nachmittag festgehalten. Als ich endlich in meiner Wohnung ankam, fand ich sie total verwüstet vor. Ich stand knietief in den Trümmern meiner früheren Existenz. Da meine Wohnung nicht leer gestanden hatte, sondern regelmäßig von meiner Freundin Katharina Harich betreut wurde, bin ich überzeugt, dass diese Verwüstungen stattfanden, als ich im Volkspolizeipräsidium saß. Meine Rückkehr war nicht erwünscht.

Da es um die Ossietzky-Schüler ging, entschied ich mich, Maja aufzusuchen. Die wohnte nur 500 m entfernt. Wir saßen beim Abendbrot bei laufendem Fernseher – die gab es bei Maja in allen Zimmern, sogar auf dem Klo – als das Politbüromitglied Schabowski auf einer Pressekonferenz verkündete, dass alle DDR-Bürger einen Pass beantragen und in den Westen reisen könnten – und das „unverzüglich“.

Maja, ihr Mann und ich machten uns aber auf, meine Nachbarin, die Schriftstellerin Christa Wolf, aufzusuchen, um sie zu bitten, sich als Präsidentin der DDR zur Verfügung zu stellen. Was heute total abgefahren klingt, lag damals in der Luft. Gerhard Wolf öffnete die Tür und kam nach wenigen Augenblicken zurück. Christa Wolf hatte kurz vorher einen Herzanfall erlitten und bedauere, nicht mehr tun zu können.

Wieder auf der Breiten Straße in Pankow wurden wir auf zwei junge Männer aufmerksam, die auf uns zugerannt kamen. Der Grenzübergang Bornholmer Straße sei eben geöffnet worden, sie würden schnell ihre Frauen holen. Wir kamen an der Bösebrücke an, als schon Tausende Menschen sich versammelt hatten. Die Leute wurden tatsächlich durchgelassen, nachdem man ihnen die Personalausweise abgenommen hatte. Aber das dauerte den Wartenden zu lange. Kurz darauf wurde von der Menge der Schlagbaum für die Autos angehoben, und aus dem Bach Richtung Westen wurde ein breiter Strom. Maja, ihr Mann und ich ließen uns mittreiben. Auf der Westberliner Seite fuhr gerade ein Linienbus in die Haltestelle ein. Der Fahrer, erstaunt über die Menschenmenge, stieg aus und fragte, wo wir alle herkamen. Aus dem Osten – die Mauer ist auf! Er lud uns in seinen Bus ein und gab uns eine spontane Sightseeing-Tour durch Westberlin. Später landeten wir bei der Schwester einer bekannten Liedermacherin der DDR in Kreuzberg. Die fand die Maueröffnung gar nicht gut. Was solle nun aus der DDR werden? Maja stimmte ihr zu.

Später konnte sich die Schwester nicht mehr erinnern, so etwas gesagt zu haben. Maja vielleicht auch nicht. So ist das mit dem Gedächtnis. Aber wegen dieser Reaktion überrascht es mich nicht, dass Wiens heute bei den Omas gegen rechts aktiv ist. Früher hat Wiens ihre Freunde, die Kritik am SED-Regime hatten, an die Stasi verraten. Sie wäre eine richtig schlimme IM gewesen, sagt sie selbst. Heute denunziert sie Menschen, die nicht stramm auf Regierungslinie liegen, als rechts. Der Unterschied ist: Früher musste sie sich zu ihrem Führungsoffizier schleichen, keiner durfte von ihren Denunziationen wissen. Heute denunziert sie in aller Öffentlichkeit und bekommt dafür von den staatsnahen Medien Beifall und ihr Verein vom Staat Geld. Soll man das Fortschritt nennen?

Oma gegen rechts – Maja und ich – Vera Lengsfeld

Bozen: Polizeibekannter Marokkaner stiehlt in Geschäft und greift Mitarbeiter an

Am Sonntagnachmittag ist es in einem Geschäft in der Bozner Altstadt zu einem Diebstahl mit anschließendem tätlichen Angriff gekommen. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter festnehmen.

Am Sonntag gegen 16 Uhr meldete ein Angestellter des Geschäfts, dass ein Mann Ware gestohlen habe. Eine Streife der Staatspolizei traf kurz darauf am Tatort ein. Vor dem Geschäft trafen die Beamten auf einen Mann, dessen Beschreibung mit der durchgegebenen übereinstimmte. Als dieser die Polizisten bemerkte, versuchte er zu fliehen, wurde jedoch sofort gestoppt.

Ein Mitarbeiter des Geschäfts berichtete den Polizisten, dass der Mann mit einem leeren Rucksack das Geschäft betreten und diesen dann mit Kleidung gefüllt habe. Als er ohne zu zahlen das Geschäft verlassen wollte, wurde er von einem Angestellten und dem Sicherheitsdienst angesprochen und gebeten, den Rucksack zu öffnen.

Daraufhin habe der Mann den Sicherheitsmitarbeiter angegriffen und zu Boden gestoßen. Ein weiterer Mitarbeiter rief daraufhin erneut den Notruf, woraufhin die Polizei eintraf und den Mann festnahm.

Bei der Festnahme wurde der Täter als ein 34-jähriger Marokkaner identifiziert, der bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten vorbestraft ist.

Bei der Durchsuchung fand die Polizei Kleidung im Wert von etwa 300 Euro sowie ein Werkzeug, mit dem er mutmaßlich die Sicherheitsetiketten entfernt hatte. Die Ware wurde dem Geschäft zurückgegeben.

Der Marokkaner wurde wegen versuchten Raubes festgenommen und in das Gefängnis von Bozen gebracht. Die Justiz prüft nun die weiteren Schritte.

Bozen: Mann stiehlt in Geschäft und greift Mitarbeiter an – UnserTirol24

Der Fall Andreas Büttner: Wie ein Antisemitismusbeauftragter zur Zielscheibe seiner eigenen Partei wurde

SK49 – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16525272

Der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner steht im Kreuzfeuer – nicht etwa, weil er sich antisemitisch geäußert hätte, sondern weil er es wagt, sich solidarisch mit dem jüdischen Staat zu zeigen. Während in Deutschland Mahnwachen gegen Judenhass zunehmend unter Polizeischutz stattfinden müssen, soll ein Mann aus der Partei ausgeschlossen werden, der diesen Hass als das bezeichnet, was er ist. Der Fall offenbart nicht nur einen beunruhigenden Zustand innerhalb der Partei Die Linke, sondern auch einen gefährlichen Trend in der deutschen Debatte über Israel.

Was ist passiert? Andreas Büttner, ehemaliger CDU- und FDP-Politiker, seit 2015 Mitglied der Linken und aktuell Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg, hatte in sozialen Medien wiederholt Positionen geäußert, die im linken Milieu inzwischen als „Ketzerei“ gelten: Er sprach sich gegen eine Anerkennung eines Staates Palästina unter den derzeitigen Umständen aus. Er verteidigte das Recht Israels, sich gegen Angriffe zu verteidigen. Und er kritisierte das umstrittene Hilfswerk UNRWA, das laut israelischen und internationalen Quellen tief in die Strukturen der Terrororganisation Hamas verstrickt ist.

Dafür soll er nun gehen. Neun Mitglieder der Partei Die Linke, darunter Vertreter aus fünf Bundesländern, fordern in einem formellen Antrag seinen Parteiausschluss. Der Vorwurf: Büttner verstoße gegen die Grundsätze der Partei – etwa dadurch, dass er nicht das „Selbstbestimmungsrecht unterdrückter Völker“ bedingungslos unterstütze. Gemeint ist damit in erster Linie: Palästina.

Was in diesem Antrag nicht steht – aber mitschwingt – ist die wachsende Intoleranz innerhalb der Partei gegenüber jenen, die sich nicht in den antiisraelischen Chor einreihen. Wer das Existenzrecht Israels nicht nur formal anerkennt, sondern praktisch verteidigt, gilt als verdächtig. Wer den Terror der Hamas beim Namen nennt, riskiert den Ausschluss. Wer sich für jüdisches Leben in Deutschland starkmacht, ohne dabei ständig mit dem moralischen Zeigefinger auf Jerusalem zu zeigen, wird als parteischädigend empfunden.

Büttner lässt sich davon nicht einschüchtern. Er wehrt sich offen gegen die Angriffe, spricht von persönlichen Beschimpfungen – „Zionistenschwein“, „Kindermörder“, „Genozid-Leugner“ – und davon, dass man ihn für seine Haltung öffentlich diffamiert. Seine Argumentation ist dabei glasklar: Die Aufgabe eines Antisemitismusbeauftragten sei es nicht, sich zum außenpolitischen Kommentator zu machen, sondern jüdisches Leben in Brandenburg zu schützen – gerade auch vor jenen, die ihren Hass auf Israel zunehmend als Vorwand für Antisemitismus nutzen.

Der Fall wirft ein bezeichnendes Licht auf das Dilemma der Linken. Auf ihrem Bundesparteitag im Mai verurteilte die Partei in einem Beschluss das angebliche „Aushungern“ der Bevölkerung in Gaza durch Israel – ohne die Hamas auch nur beim Namen zu nennen. Die Terrororganisation, die am 7. Oktober 2023 das schlimmste Pogrom an Juden seit der Shoah verübte, kommt im Weltbild vieler Linker offenbar nicht mehr als Feind vor – sondern als „Widerstandskraft“. Die Vorstellung, dass es eine Verbindung zwischen Antizionismus und Antisemitismus gibt, wird als bürgerliche Propaganda abgetan.

Umso absurder erscheint es, wenn dieselbe Partei sich auf die Fahne schreibt, Antisemitismus entschieden bekämpfen zu wollen. Denn wer Israel systematisch dämonisiert, wer Organisationen wie UNRWA gegen jede Kritik verteidigt, obwohl diese teilweise Hamas-Terroristen als Lehrer und Funktionäre beschäftigten, wer also bewusst die Täter verschweigt – der trägt selbst zur ideologischen Aufladung des israelbezogenen Antisemitismus bei. In dieser Logik ist Andreas Büttner nicht der Skandal – sondern der Störfaktor in einem Milieu, das sich der moralischen Gewissheit verschrieben hat, stets auf der Seite der „Unterdrückten“ zu stehen.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Meinungen. Der Antrag gegen Büttner zielt auf einen Parteiausschluss ab – ein drastischer Schritt, der mit dem Vorwurf verbunden ist, der Betroffene habe der Partei „erheblichen Schaden“ zugefügt. Der Schaden, den dieser Antrag anrichtet, liegt jedoch ganz woanders: Er beschädigt das ohnehin fragile Verhältnis der Linken zum jüdischen Leben in Deutschland – und zu ihrer eigenen Glaubwürdigkeit.

Denn was ist das für eine Partei, die Menschen ausschließt, weil sie sich schützend vor Juden stellen? Was sagt es über den Zustand der Debatte in Deutschland aus, wenn ein Mann, der öffentlich betont, dass der 7. Oktober eine Zäsur darstellt, zum politischen Problem erklärt wird? Wenn selbst der Wunsch, mit dem Zentralrat der Juden ins Gespräch zu kommen, innerhalb der Parteiführung auf Desinteresse stößt?

Andreas Büttner hat recht: Die Aufgabe eines Antisemitismusbeauftragten ist es nicht, die israelische Regierung zu kommentieren – sondern jenen zur Seite zu stehen, die wegen ihrer jüdischen Identität bedroht werden. Und genau das tut er. Wer ihn deswegen aus der Partei werfen will, legt ein entlarvendes Geständnis ab: dass es im Kern nicht um Antisemitismusbekämpfung geht, sondern um ideologische Reinheit.

Die Ironie: In einer Zeit, in der Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder Polizeischutz für ihre Synagogen brauchen, trifft sich eine Partei lieber selbstgerecht zum Tribunal gegen den einzigen Mann in ihren Reihen, der den Mut hat, klar Stellung zu beziehen. Das ist nicht nur geschichtsvergessen. Es ist eine Kapitulation vor dem Zeitgeist.

haolam