Leipzig: Syrer nach Raub unter Vorhalt eines Messers festgenommen

Nach einem mutmaßlichen Raub unter Vorhalt eines Messers im Bürgermeister-Müller-Park endete die Flucht eines 21-jährigen Syrer in der Nacht zu Sonntag ausgerechnet vor der Wache der Leipziger Bundespolizei im Hauptbahnhof. Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohte der Tatverdächtige einen 22-jährigen Syrer mit einem Messer und forderte ihn auf, das Bargeld aus seiner Hosentasche herauszugeben. Aus Angst kam der Geschädigte der Forderung nach und übergab dem Mann einen niedrigen dreistelligen Geldbetrag. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige mit dem Messer in der Hand in Richtung Hauptbahnhof. Er durchquerte die Westhalle und lief eine Treppe hinauf. Dort nahm der Sachverhalt eine ungewöhnliche Wendung: Der Beschuldigte sprach selbst Sicherheitsmitarbeiter an und bat diese um Hilfe. Fast zeitgleich traf auch der Geschädigte ein und machte die Sicherheitsmitarbeiter darauf aufmerksam, dass der Mann kurz zu-vor einen Raub begangen habe und noch ein Messer bei sich führe.

Die mutmaßliche Tatwaffe konnte wenig später in einem nahegelegenen Mülleimer, in dem der Beschuldigte sie offenbar kurz zuvor entsorgt hatte, entdeckt werden. Die Sicherheitsmitarbeiter hielten beide Männer bis zum Eintreffen der Bundespolizei im Bereich der Sitzgruppe vor der Wache der Bundespolizei fest. Bei der ersten Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte kein Messer. Die Bundespolizei leitete umgehend die ersten polizeilichen Maßnahmen ein, sicherte Spuren und klärte den Sachverhalt auf. Da der Raub in die Zuständigkeit der Landespolizei fällt, übergaben die Bundespolizisten den Tatverdächtigen, den Geschädigten sowie sämtliche Ermittlungserkenntnisse an die zuständige Landespolizei. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Presseportal

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