Seit mehreren Wochen hielt ein 16-jähriger Syrer die Polizeien in Leipzig auf Trapp. Dem Syrer wird unter anderem vorgeworfen, mehrfach Personen in S-Bahnen bedroht sowie in einem weiteren Fall eine weibliche Geschädigte körperlich angegriffen und sie mittels Pfefferspray verletzt zu haben. Außerdem ist er wegen einer Vielzahl weiteren Straftaten, wie Bedrohungen, sexueller Belästigungen, schwerer Raubdelikte (teils mit Messern) polizeilich in Erscheinung getreten.
Ende Juni erschien der Tatverdächtige zunächst selbst als Geschädigter auf der Bundespolizeiinspektion Leipzig, um Anzeige zu erstatten. Im Rahmen der Abarbeitung der polizeilichen Maßnahmen konnte er als Täter einer der o.g. Taten, welche er eine Woche zuvor beging, identifiziert werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und seiner Entlassung nahm er unmittelbar vor der Dienststelle den gesamten Inhalt einer Packung Melatonin-Tabletten ein. Die Einsatzkräfte griffen umgehend ein, nahmen den Mann erneut in Gewahrsam und alarmierten den Rettungsdienst. Anschließend wurde er unter polizeilicher Bewachung zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Aufgrund der Schwere der Tat und der Häufung, wurde beim Amtsgericht ein Untersuchungshaftbefehl beantragt, welchem stattgegeben und der Syrer letztlich in die JSA Regis-Breitingen eingeliefert wurde. Die Ermittlungen zu den zugrunde liegenden Straftaten dauern an.
