Kotau der Stadt Bern vor einer trans “Frau” die in ein nur für Frauen reserviertes FKK-Gelände eindrang

So liest sich der Canossagang der Stadt:

Gestern Sonntag kam es in dem für Frauen reservierten Bereich «Paradiesli» im Freibad Marzili zu einem Zwischenfall mit einer trans Frau. Die Person wurde auf Anweisung des Betriebs von der Polizei aus dem Bad weggebracht. Der Entscheid erwies sich im Nachhinein als falsch. Das Sportamt wird die Zugangsregeln künftig klarer kommunizieren.

Das «Paradiesli» ist ein freiwilliger FKK-Bereich für Frauen in einem baulich abgetrennten Bereich im südöstlichen Teil des Freibads Marzili. Am Sonntagabend befand sich eine Frau im Marzili, die aufgrund einiger körperlicher Merkmale von anderen Badegästen nicht weiblich gelesen wurde. Mehrere Besucherinnen des «Paradiesli» fühlten sich durch die Anwesenheit dieser Person gestört. Andere Besucherinnen solidarisierten sich mit der Frau. Aufgrund der zunehmend angespannten Stimmung vor Ort suchte die Anlageleitung das Gespräch mit der Person mit der Bitte, das «Paradiesli» zu verlassen.

Nachdem auch Gespräche mit dem Präsenz- und Präventionsteam des Sicherheitsdienstes «taktvoll» keine Ruhe in die Situation bringen konnten, entschied sich der Betrieb aufgrund der drohenden Eskalation fälschlicherweise für eine polizeiliche Wegweisung der trans Frau. Die konfliktbeladene Stimmung hat zu dieser falschen Einschätzung der Situation geführt. Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport bedauert diesen Entscheid ausdrücklich. Sie entschuldigt sich bei der betroffenen Person.  

Zutrittsregelung für den abgetrennten Frauenbereich «Paradiesli»

Alle Personen, die sich als Frau identifizieren und als solche leben, haben Zugang zum freiwilligen FKK-Bereich «Paradiesli». Eine interne Orientierungshilfe, die das Sportamt zusammen mit der Fachstelle für Gleichstellung in Geschlechterfragen erstellt hat, hilft dem Personal vor Ort zur Handhabung des Zutritts zu geschlechtergetrennten Bereichen, so auch fürs «Paradiesli». Diese besagt, dass im Härtefall das in einem Ausweis festgehaltene amtliche Geschlecht gilt. Die betroffene Person erfüllte die Zutrittsregelung.

Massnahmen für die zukünftige Handhabung im «Paradiesli»

Die Stadt Bern setzt sich ausdrücklich für eine solidarische Gemeinschaft ein, die sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzt. Sie fordert alle Badi-Besucher*innen auf, sich respektvoll zu begegnen. Die Stadt sucht nun das Gespräch mit den meldenden und betroffenen Personen. Weiter wird zusätzlich zur internen Orientierungshilfe ein öffentlicher Leitfaden erstellt, der den Zugang zum «Paradiesli» vor Ort und online erklärt. Das Anlagepersonal im Freibad Marzili wird in den kommenden Tagen durch ein Präsenz- und Präventionsteam von «taktvoll» unterstützt und noch gezielter im Umgang mit geschlechtsspezifischen Schutzräumen geschult; speziell auch für die Anliegen im «Paradiesli». 

Und wer entschuldigt sich bei den Frauen, die diesen Schwanz ertragen mussten ?

Die Polizei hielt fest, die betroffene Person habe sich trotz Aufforderung durch das Badepersonal geweigert, den Frauenbereich des Bades zu verlassen. Mehrere Anwesende hätten sich mit ihr solidarisiert und die polizeiliche Intervention behindert, während sich die Frau den Massnahmen aktiv widersetzt habe. Im Verlauf des Einsatzes habe eine bislang unbekannte Person eine Polizistin tätlich angegriffen. Die Beamtin habe dabei leichte Verletzungen erlitten.

srf

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