
Zwei syrische Männer, die beschuldigt wurden, ein 16-jähriges Mädchen in Wien vergewaltigt und erpresst zu haben, sind freigesprochen worden, nachdem ein Gericht entschieden hatte, dass der Fall nicht den für eine Verurteilung erforderlichen Beweismaßstab erfüllte.
Die Angeklagten im Alter von 19 und 21 Jahren kamen nach der Entscheidung vom Montag auf freien Fuß, nachdem die Staatsanwaltschaft das Urteil akzeptiert und auf ihr Recht, Berufung einzulegen, verzichtet hatte.
Laut dem Sender ORF drehte sich der Fall um ein mutmaßliches Treffen im Frühjahr 2025, als die Jugendliche von Graz nach Wien reiste und den älteren Angeklagten über Snapchat kontaktierte.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, der 21-Jährige habe sie dazu überredet, eine Wohnung zu besuchen, sie daran gehindert zu gehen und sie zu sexuellen Handlungen gezwungen. Die Staatsanwaltschaft behauptet außerdem, dass er später seinen Cousin zu dem Anwesen gerufen und den jüngeren Mann mit ihr allein gelassen habe, wo es zu einem zweiten Übergriff gekommen sei.
Den Männern wurde außerdem vorgeworfen, die Begegnungen aufgezeichnet und das mutmaßliche Bildmaterial genutzt zu haben, um das Mädchen zum Schweigen zu erpressen.
Beide Männer bestritten jegliches Fehlverhalten, und der Fall kam vor Gericht. Das Gericht stellte jedoch fest, dass zentrale Elemente der Anklage nicht mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen werden konnten. Der vorsitzende Richter erklärte, die Aussage der Anzeigeerstatterin weise erhebliche Lücken auf, darunter die Unfähigkeit, klar anzugeben, wann die mutmaßlichen Taten stattgefunden hätten oder wo sie sich ereignet hätten.
Auf dem beschlagnahmten Handy des älteren Angeklagten wurden keine belastenden Aufnahmen gefunden, berichtete Exxpress – ein Punkt, den sein Anwalt während des Verfahrens besonders hervorhob.