Sachsen-Anhalt hat gewählt – und die Zahlen sorgen für Diskussionsstoff. An der Wahlurne holt die AfD mit 51,2 Prozent eine klare absolute Mehrheit. Doch bei den Briefwählern bricht das Ergebnis auf gerade einmal 24,3 Prozent ein – ein Unterschied von fast 27 Prozentpunkten. Bei allen anderen Parteien läuft es genau andersherum: CDU, SPD, Grüne und Linke schneiden per Brief deutlich besser ab als im Wahllokal.
Besonders krass zeigt sich die Kluft in Orten wie Mertendorf und Hedersleben: Hier liegt die AfD an der Urne bei über 60 Prozent, bei der Briefwahl bricht sie auf rund ein Viertel ein. Ganze Dörfer scheinen politisch gespalten, je nachdem, wie gewählt wurde.
Warum ist der Unterschied bei der AfD so viel größer als bei allen anderen Parteien? Und warum werben ausgerechnet die Parteien, die vom Urnenergebnis nicht profitieren, besonders intensiv für die Briefwahl?
Ein Thema, das weit über Sachsen-Anhalt hinausreicht. Denn die nächste Wahl mit hoher Briefwahlquote kommt bestimmt.
Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, NIUS-Kolumnist Gunnar Schupelius, NIUS-Reporter Julius Böhm und Reporter-Legende Waldi Hartmann mit Moderator Alexander Kissler bei NIUS Live.