
Deutschlands Kinderzahl bricht weiter ein. 2025 wurden nur 654.241 Kinder geboren. Das war die niedrigste Geburtenzahl seit 1946. Gegenüber 2024 mit 677.117 Geburten bedeutet das einen weiteren Rückgang. Gleichzeitig starben 2025 mehr als eine Million Menschen. Das Geburtendefizit erreichte rund 352.000 Menschen – den höchsten Wert der Nachkriegszeit.

Quelle: AfD Landesverband Hessen
Damit setzt sich ein Trend fort, der längst nicht mehr nur eine statistische Kurve ist. Weniger Kinder bedeuten langfristig weniger Schüler, weniger junge Arbeitnehmer und weniger Menschen, die später in die Sozialversicherung einzahlen. Das Statistische Bundesamt weist selbst darauf hin, dass Geburtenzahlen unter anderem für Kinderbetreuung, Schulen, Ausbildungsplätze und die langfristige Rentensicherheit von Bedeutung sind.
Geburtenziffer fällt weiter
Auch die durchschnittliche Kinderzahl je Frau gibt Anlass zur Sorge. Sie lag 2025 bei 1,32 und damit 2,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Seit 2022 geht die Geburtenziffer kontinuierlich zurück. Besonders bemerkenswert: Auch die Zahl der Geburten ausländischer Frauen ging zurück.
Gleichzeitig wird Deutschland älter: Schon 2035 wird nach der Bevölkerungsvorausberechnung jede vierte Person mindestens 67 Jahre alt sein. Bis 2038 soll die Zahl der Menschen im Rentenalter je nach Variante um 3,8 bis 4,5 Millionen steigen.
Ausländische Mütter bekommen mehr Kinder
Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf die Staatsangehörigkeit der Mutter: Ausländische Frauen kamen 2025 auf durchschnittlich 1,78 Kinder je Frau, während deutsche Frauen bei 1,20 Kindern lagen. Damit lag die Geburtenziffer ausländischer Frauen rund 48 Prozent höher. Allerdings ist auch ihre Geburtenhäufigkeit rückläufig: 2024 waren es noch 1,84 Kinder je Frau. Gleichzeitig wurden 2025 insgesamt 89.564 Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit geboren.
Immer mehr Abtreibungen
Neben den niedrigen Geburtenzahlen fällt ein weiterer Wert ins Auge: 2025 wurden in Deutschland 105.710 Schwangerschaftsabbrüche registriert. Dem standen rund 654.300 Lebendgeburten gegenüber. Seit 1996 summiert sich die Zahl auf mehr als 3,4 Millionen Schwangerschaftsabbrüche.

Eine Rechnung, die sich nicht wegreden lässt
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie viele Menschen heute in Deutschland leben. Entscheidend ist, wie viele Menschen morgen im Erwerbsalter stehen.
Bis 2040 werden rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter überschritten haben. Das entspricht etwa 30 Prozent der heutigen Erwerbspersonen. Die nachrückenden Jahrgänge sind zahlenmäßig kleiner.
Die Demografie arbeitet langsam – aber unerbittlich. Was heute als Zahl in einer Statistik erscheint, wird morgen zur Frage von Arbeitsmarkt, Pflege, Rente und Staatsfinanzen.