Schweiz: 80,5% der nordafrikanischen Asylbewerber wurden einer oder mehreren Straftaten beschuldigt

Rund 80,5 Prozent der Asylbewerber aus nordafrikanischen Ländern wurden in der Schweiz einer oder mehrerer Straftaten beschuldigt, was die massive Kriminalität in dieser ausländischen Bevölkerung unterstreicht. Die Daten stammen vom Staatssekretariat für Migration (SEM).

Für Asylbewerber insgesamt ist die Kriminalitätsrate viel niedriger, nur 12,5 Prozent wurden einer oder mehreren Straftaten beschuldigt. Staatsangehörige aus Algerien, Marokko und Tunesien sind daher im Vergleich zu anderen Asylbewerbergruppen extrem überrepräsentiert.

Nordafrikaner haben auch wenig Chancen, ihre Asylanträge von den Schweizer Behörden annehmen zu lassen, wobei 99 Prozent aller Anträge abgelehnt werden, so die Schweizer Zeitung Blick.

2024 wurde eine „24-Stunden“-Regel für beschleunigte Asylverfahren für nordafrikanische Länder eingeführt, die es den Schweizer Behörden ermöglicht, Asylanträge mit geringer Erfolgsaussicht schneller zu bearbeiten. Die Bewerber können weiterhin gegen die Entscheidungen Berufung einlegen, was die Verzögerung bei der Entscheidungsfindung erheblich erhöhen kann.

„Kriminelle müssen die Schweiz schnell verlassen. Das ist eine Priorität der Asylstrategie“, sagte SEM-Sprecher Daniel Bach.

Der Prozess wird jedoch häufig durch die Handlungen von Asylbewerbern verzögert, einschließlich der Weigerung, Fingerabdrücke vorzulegen, und nicht für Abschiebetermine zu erscheinen.

Viele Bewerber behindern auch das beschleunigte Verfahren: Sie weigern sich, ihre Fingerabdrücke anzugeben, nicht zu Terminen aufzutauchen oder die Schweiz schnell zu verlassen. In diesen Fällen kann ihr Antrag ohne Formalitäten eingereicht werden.

Die Behörden arbeiten nun daran, neue Maßnahmen zur schnellen Abschiebung von Asylbewerbern umzusetzen, darunter die „systematische Anwendung von Zwangsmaßnahmen gegen die Täter wiederholter Straftaten“. Die Behörden planen auch, strengere Regeln für die Verwaltungshaft einzuführen.

Das SEM will auch die Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern verstärken und hat kürzlich ein Abkommen mit Marokko unterzeichnet, um die Abschiebung von Asylbewerbern zu beschleunigen und ihre Rückkehr zu erleichtern.

rmx

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