Nach CSD-Anschlag: 69 Prozent der Deutschen fürchten Islamisten-Attentate

Medforth AI

Zwei Drittel der Deutschen fürchten islamistische Anschläge und Übergriffe als größte Gefahr – und das kurz nach dem blutigen Attentat auf den Christopher Street Day in Berlin. Der aktuelle Deutschlandtrend von Infratest dimap im Auftrag von ARD-„Tagesthemen“ und WELT liefert klare Zahlen: 31 Prozent bewerten die Gefahr als „sehr groß“, weitere 38 Prozent als „eher groß“. Zusammen sind das 69 Prozent.

Die Angst im Volk nimmt zu

Jeder dritte Bürger gibt an, „immer“, „häufig“ oder zumindest „manchmal“ Sorge zu haben, selbst Opfer eines Terroranschlags zu werden. Die Umfrage, durchgeführt vom 3. bis 5. August, steht damit im direkten Schatten des Anschlags vom 25. Juli, bei dem ein bekannter islamistischer Gefährder mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge raste und mit einer Stichwaffe nachsetzte. Eine Frau starb, Dutzende wurden verletzt.

Islamisten klar vor Rechts und Links

Im direkten Vergleich lag die wahrgenommene Gefahr rechtsextremer Terrortaten bei 56 Prozent, die linksextremer bei 50 Prozent. Gegenüber dem Ende der 2010er-Jahre hat sich die Einschätzung verschoben: Das islamistische und das linksextreme Gefährdungspotenzial werden jeweils um neun Prozentpunkte höher bewertet, das rechtsextreme um 15 Punkte niedriger.

Linke haben vor „rechts immer noch mehr Angst

Die parteipolitische Aufschlüsselung macht die Bruchlinie sichtbar. Unterstützer von Union und AfD sehen islamistischen Terror mit Abstand als größte Anschlagsgefahr – 77 beziehungsweise 89 Prozent. Anhänger von SPD, Grünen und Linkspartei befürchten dagegen vor allem Rechtsterror: 68, 66 und 79 Prozent. Die Sorge vor Linksterrorismus fällt bei denselben Wählern besonders niedrig aus.

Unzensuriert

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