Einladung ausgeschlagen: CDU-Ministerpräsidenten wollten den Wahlabend nicht mit Kanzler verbringen

GROK

Kanzler Friedrich Merz hatte die Mitglieder des CDU-Präsidiums in die Berliner Parteizentrale gebeten, um den Verlauf der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gemeinsam zu verfolgen. Die Einladung galt ab 16 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus. Die tatsächliche Beteiligung blieb jedoch gering und hinterließ beim Kanzler deutliche Verstimmung.

Von den geladenen Präsidiumsmitgliedern erschienen am Sonntag lediglich Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, und Stefan Evers, der Berliner CDU-Spitzenkandidat. Alle anderen blieben fern. Aus Parteikreisen hieß es anschließend, Merz sei über die Absagen “sehr angefasst” gewesen.

Nur zwei Mitglieder kamen

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein verbrachte den Abend in der hessischen Landesvertretung – räumlich nur zwei Kilometer von der Bundesgeschäftsstelle entfernt. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, war am Nachmittag zunächst beim Triathlon in Köln. Später soll ein “intensiver Austausch mit dem Kanzler” stattgefunden haben. Wo sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner aufhielt, ist nicht bekannt.

Telefonate statt gemeinsamer Runde

Gegen 21 Uhr begann Merz, einzelne Ministerpräsidenten persönlich anzurufen. Die ursprünglich geplante gemeinsame Runde in der Parteizentrale kam so nicht zustande.

Am selben Abend fuhr die CDU in Sachsen-Anhalt ein desaströses Resultat ein. Mit 17,2 Prozent halbierte sich das Ergebnis gegenüber 2021. Es war zugleich das schlechteste Abschneiden der Partei in diesem Bundesland. Die leeren Stühle im Konrad-Adenauer-Haus wirkten vor diesem Hintergrund umso auffälliger.

FREIE WELT

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