
Der Bierkonsum in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken und gibt Anlass zur Sorge um die Zukunft der deutschen Brauindustrie.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verkauften die deutschen Brauereien zwischen Januar und Mai 2025 34,5 Millionen Hektoliter Bier. Das ist ein Rückgang von fast 7 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort, denn der Verbrauch ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2013 tranken die Deutschen durchschnittlich 107 Liter Bier pro Person und Jahr. Bis 2023 wird diese Zahl auf 88 Liter sinken.
Branchenführer warnen, dass der aktuelle Rückgang eine ernsthafte Bedrohung für die Brauereien darstellt. Volker Kuhl, Vorstandsvorsitzender der Veltins-Brauerei, sagte der Zeitung Welt: “Das ist eine historische Tatsache. Das ist besorgniserregend und bedeutet für viele Brauereien einen echten Überlebenskampf.” In Deutschland gibt es derzeit rund 1.500 Brauereien, aber diese Zahl könnte in den nächsten zehn Jahren drastisch sinken.
“Viel Sonne, warm und trocken – das Wetter in der ersten Jahreshälfte hätte den Brauern und der Gastronomie helfen sollen. Das war aber nicht der Fall”, stellte er fest.
„Wie auch in der Gastronomie und im Einzelhandel wirkt sich die schlechte Konsumstimmung stark auf das Geschäft der Brauereien aus“, ergänzt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes.
Selbst Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft 2024, von denen man sich eine Steigerung des Absatzes erhofft hatte, konnten den Rückgang nicht umkehren.
Eichele vermutet, dass gesundheitliche Bedenken und eine alternde Bevölkerung die Hauptfaktoren für die Veränderung der Trinkgewohnheiten sind. Er stellt fest, dass auch junge Menschen weniger trinken, was durch eine Statista-Umfrage aus dem Jahr 2023 bestätigt wird, wonach nur 24 Prozent der Deutschen im Alter von 18 bis 28 Jahren regelmäßig Bier trinken, verglichen mit 38 Prozent der vorherigen Generation.
Die Branchenführer erwähnen jedoch nicht den demografischen Wandel im Land, der auf die Masseneinwanderung zurückzuführen ist.
Bei den 20- bis 39-Jährigen hat im Jahr 2024 mehr als jeder Dritte (34 Prozent) einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern ist diese Zahl sogar noch höher. Im Jahr 2021 übersteigt der Anteil der Schulkinder mit Migrationshintergrund in Hamburg erstmals die Hälfte (51,4 Prozent).
Fast 6,5 Millionen Menschen, die 2024 in Deutschland leben werden, sind nach 2015 zugewandert, viele von ihnen aus überwiegend muslimischen Ländern, in denen Alkoholkonsum aktiv abgelehnt oder als haram angesehen wird.
Die Brauer sagen, dass die traditionellen Trinkgewohnheiten schwinden. Veltins-Verkaufsleiter Rainer Emig sagte gegenüber der Welt, dass Bier zu den Mahlzeiten zwar nach wie vor üblich sei, die Menschen aber bei gesellschaftlichen Anlässen keine zusätzlichen Runden mehr trinken würden.
Der Absatz von alkoholfreiem Bier hat stark zugenommen, aber nicht genug, um die Talfahrt zu stoppen. Die Deutsche Welle berichtete, dass sich die Produktion von alkoholfreiem Bier in Deutschland in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Die Versuche, die traditionelle Bierkultur durch alkoholfreie Alternativen zu ersetzen, waren jedoch nur begrenzt erfolgreich. Im Jahr 2023 wurde der erste alkoholfreie Biergarten in München, Die Null, eröffnet, aber am Ende des Sommers geschlossen und nicht wieder eröffnet.
Alhamdullillah, dann gibt’s vielleicht doch künftig weniger Alkoholkranke.
Die Brauereien können alternativ auch leckere Saftschorle herstellen wie es
manche schon als „Nebenprodukt“ anbieten.😉