Friedrich Merz gibt zu: Die gesetzliche Rente werde nicht mehr ausreichen; Beamte bekommen aber Pensionserhöhungen

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Die Deutschen sollen nun für ihre Alterversorgung doppelt zahlen, einmal mit ihren Beiträgen zur Rentenkasse, und ein weiteres Mal mit betrieblicher und privater Altersvorsorge. Beamte bekommen aber ihre Pensionen deutlich erhöht.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen und verdauen: Beamte bekommen Aufstockungen ihrer Pension, die drei mal so hoch ist wie die Aufstockungen der Rente, zum Teil bis zu 14,6 Prozent, wie die BILD-Zeitung berichtet.

Rente wird nicht mehr ausreichen

Gleichzeitig holt Außenkanzler Friedrich Merz den Rentenhammer aus der Tasche: “Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter”, erklärte er [siehe Bericht “n-tv”]. Und er stellt klar: “Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern.” 

Wo sagte er das? Beim Empfang zum 75. Jubiläum des Deutschen Bankenverbands. Die Banken haben natürlich Interessen daran, an den privaten Rücklagen der Bürger fürs Alter zu verdienen.

Deutsche sollen privat mehr vorsorgen

Deutsche sollen also zukünftig nicht nur die Kosten der Inflation stemmen, die höheren Energiepreise bezahlen, mehr für Krankenkasse und Pflegeversicherung bezahlen, auf die Familienversicherung und das Ehegattensplitting verzichten und auf alles eine CO2-Steuer bezahlen und dafür aufkommen, dass Milliarden Euro an andere Länder vergeben werden: Nein, nun sollen die Bürger auch noch viel mehr Geld für die Altersvorsorge zurücklegen.

Aber woher soll das Geld kommen, wenn die Einkommen langsamer steigen als die Lebenshaltungskosten? Wie soll das gehen, wenn die Industrie abwandert, wenn die Investitionen ausbleiben? Und was ist mit all den Selbständigen, die ohnehin nicht wissen, wie sie für das Alter vorsorgen sollen?

Gleichzeitig soll es mehr betriebliche Altersvorsorge geben. Das wird für die Betriebe eine zusätzliche Belastung und dazu führen, dass die Industrie noch mehr Produktion und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert.

Die Ursache wird nicht angegangen: Überaltertung der Gesellschaft durch Kinderarmut

Die Deutschen bekommen zu wenig Kinder. Und es sind vor allem Familien mit Kindern, die von Armut bedroht sind. Wer Kinder in die Welt setzt, wird in Deutschland gleich doppelt bestraft, obwohl er mit seinem Nachwuchs das Rentensystem stärkt. Wer keine Kinder hat, kann mehr für die persönliche Altersvorsorge zurücklegen. Jahrtausende war es umgekehrt: Kinderreichtum war der Schutz gegen Altersarmut.

Das deutsche Rentensystem braucht eine ständige Kopplung mit einer Familienpolitik, die dazu führt, dass die Bürger wieder mehr Kinder bekommen und diese auch finanzieren können. Doch die Regierung tut genau das Gegenteil. Kinder zu haben ist nur für Reiche bezahlbar – oder für Bürgergeldempfänger. Die Mittelschicht schaut in die Röhre und kann sich Kinder nicht leisten.

FREIE WELT

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