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Ulrich Siegmund stand in der Messe Magdeburg vor rund 3.000 Anhängern und zog den Beleg hervor. Eine „ganz besondere Spende“, verkündete der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen Anhalt: 5.000 Euro. Der Absender sei ein CDU-Kreistagsmitglied aus Sachsen-Anhalt.
„Das Land vor diesem linksgrünen Kurs der CDU schützen“
Der Mann wolle noch ein, zwei Monate anonym bleiben, danach solle alles öffentlich werden. Siegmund übermittelte Grüße des Spenders an die Halle. Die Begründung, die der AfD-Politiker laut Welt und weiteren Berichten wiedergab, ließ keinen Zweifel: Der CDU-Mann wolle, dass die AfD „unser Land vor diesem linksgrünen Kurs der CDU schützen“ solle.
Wahlkampfauftakt mit klarem Signal
Die Veranstaltung am 18. Juli markierte den offiziellen Start der AfD in den Landtagswahlkampf. Alice Weidel stand an der Seite von Siegmund und schwor das Publikum auf den Sieg ein:
Wenn Ulli, Ulrich Siegmund, erst Ministerpräsident ist, dann werden wir uns alle an diesen Tag erinnern
Siegmund selbst setzte die Latte hoch: 45 Prozent plus X. In aktuellen Umfragen lag die Partei zuletzt bei etwa 41 bis 42 Prozent.
Wendler grüßt, AfD will Kurswechsel
Auf der Leinwand lief eine Videobotschaft von Michael Wendler aus Florida. Der Schlagersänger wünschte „alles Gute für die kommende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt“ und hob hervor, dass seine Frau Laura Müller aus dem Bundesland stammt. An Siegmund gerichtet hoffte er laut Berichten, dieser mache die Region „wieder stark“.
Remigration, Familie und ÖRR abschaffen – Grundsätzlicher Politikwechsel
Inhaltlich skizzierte die AfD einen radikalen Wechsel. Das 100-Tage-Programm nennt unter anderem ein Ende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, „Abschieben ab Minute eins“ und Vorgaben für Schulen, die „den Kindern die normale Familie, bestehend aus Mann und Frau“ als Vorbild vermitteln sollen. Regiert wird Sachsen-Anhalt derzeit von einer Koalition aus CDU, SPD und FDP unter Ministerpräsident Sven Schulze.