Ausgeschlossener AfD-Kandidat Paul im Weißen Haus empfangen

Der vom Wahlausschuß von der Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt in Ludwigshafen ausgeschlossene AfD-Bewerber Joachim Paul ist am Montag im Weißen Haus in Washington empfangen worden. Die Kontakte dazu hatte die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch, geknüpft. Das berichtet Nius, das die beiden Politiker in die USA begleitete.

Dem AfD-Politiker war als in den Umfragen führender Kandidat von den mit Vertretern der anderen Parteien besetzten Wahlausschuß der Antritt zur Oberbürgermeisterwahl untersagt worden. Grundlage war ein von der noch amtierenden Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck beim SPD-Innenminister von Rheinland-Pfalz bestelltes Verfassungsschutz-Gutachten. Darin wurde ihm unter anderem vorgeworfen, geschrieben zu haben, die Protagonisten des Tolkien-Buches „Der Herr der Ringe“ kämpften für Heimat, kulturellen Fortbestand und die Abwehr einer Weltgefahr (die JF berichtete).

Von Storch sagte nach dem Treffen im Weißen Haus gegenüber Nius: „Die Amerikaner sind sehr besorgt über den Zustand der Demokratie in Deutschland, und sie haben sehr genau wahrgenommen, daß unsere Kandidaten von den Wahlen ausgeschlossen werden und wollen das nicht so einfach hinnehmen.“

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