Marokkaner nach Axtangriff auf drei Menschen im spanischen Granada verhaftet: „Alle Christen müssen sterben“

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Am Montag, dem 6. April 2026, ereignete sich in der Stadt Montefrío (Granada, Andalusien) ein schockierender Vorfall, bei dem ein 45-jähriger Mann marokkanischer Herkunft drei Anwohner mit einer Axt angriff.

Der Angriff

Der Angriff ereignete sich gegen 11:00 Uhr an der Ecke Fuente- und Prado-Straße. Die Opfer – zwei Frauen und ein 69-jähriger Mann, alle Roma – gingen die Straße entlang, als der Angreifer sie unvermittelt mit einer Axt angriff.

Er schlug zuerst den älteren Mann, der sich mit seinem Gehstock zu verteidigen versuchte. Dann attackierte er die beiden Frauen. Eine erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, die andere schwere Handverletzungen, darunter die Amputation eines Fingers. Eine der Frauen wurde lebensgefährlich verletzt.

Rettungskräfte, darunter ein Rettungshubschrauber, leisteten den Verletzten Hilfe, die anschließend ins Krankenhaus gebracht wurden.

Der Angreifer, ein marokkanischer Staatsbürger, der als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft tätig war, flüchtete vom Tatort. Er versteckte sich in einem Olivenhain und verursachte auf seiner Flucht einen leichten Verkehrsunfall, bei dem niemand verletzt wurde. Die Guardia Civil nahm ihn gegen Mittag fest.

Laut mehreren Medienberichten erklärte der Häftling bei seiner Überstellung in Polizeigewahrsam, er habe „den Ruf Allahs gespürt“ und „alle Christen müssten sterben“.

Die Behörden ermitteln in dem Fall wegen schwerer Körperverletzung mit möglicherweise radikalen Motiven. Die Ermittlungen dauern an.

Nachwirkungen und Sicherheitsreaktion

Der Vorfall hat in Montefrío erhebliche Spannungen ausgelöst. Die Guardia Civil hat ihre Präsenz in der Gemeinde verstärkt, um mögliche Ausschreitungen oder Vergeltungsmaßnahmen zu verhindern. Lokale Medien berichteten von einer Ansammlung von Anwohnern, bei der es vor einem marokkanisch geführten Geschäft zu Spannungen kam.

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Kandel: Ägypter und Syrer messern sich wegen angeblicher Beleidigung

Am 7. April 2026 wurde gegen 20:05 Uhr eine Streife der Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung am Bahnhof Kandel informiert. Beim Eintreffen der Polizisten am Einsatzort befanden sich bereits mehrere Streifen der PI Wörth vor Ort. Die eingesetzten Beamten hatten die beiden beteiligten Männer bereits getrennt und gefesselt, da diese zuvor gegenseitig aufeinander einschlugen. Auslöser der Auseinandersetzung war eine Beleidigung, die sich bereits zwei Tage zuvor ereignet haben sollte. Der geschädigte 17-jährige Syrer traf zufällig auf den 24-jährigen Ägypter und sprach ihn mutmaßlich zur Klärung der Angelegenheit an. In der Folge schubste der 24-Jährige den 17-Jährigen und äußerte ein Messer bei sich zu haben. Daraufhin soll der 24-Jährige ebenfalls ein Messer gezogen haben, welches er das in ein angrenzendes Gebüsch geworfen haben soll als er die herannahenden Streifenwagen hörte. Das Messer konnte bei der anschließenden Absuche nicht aufgefunden werden. Der 24-Jährige erlitt durch die Auseinandersetzung eine Platzwunde am Kopf, die durch den Rettungsdienst vor Ort behandelt wurde. Anschließend wurde er zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Klinik verbracht. Der Minderjährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen sowie Rücksprache mit seinem Betreuer vor Ort entlassen. Gegen beide Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Bedrohung eingeleitet.

BPOL-KL: Schlägerei nach Beleidigung am Bahnhof Kandel | Presseportal

Knapp 40 Prozent der Sozialhilfen für Ausländer in Südtirol

Medforth AI

Die aktuellen Zahlen aus der Antwort auf eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit offenbaren eine große Schieflage, so der Bezirkssprecher der Bewegung im Überetsch-Unterland, Werner Thaler. „Trotz des vergleichsweise kleinen Ausländeranteils an der Gesamtbevölkerung ist ihr Anteil unter den Beziehern finanzieller Sozialhilfe deutlich überproportional hoch“.

Im Jahr 2024 betrugen die Gesamtausgaben für die finanzielle Sozialhilfe in der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland insgesamt 4,9 Millionen Euro. Zuvor lagen sie 2023 bei 5,8 Millionen Euro und 2022 noch bei 7,4 Millionen Euro, teilt die STF in einer Aussendung mit. Die Ausgaben sind damit zwar rückläufig, die grundsätzliche Frage nach der gerechten Verteilung dieser Gelder bleibe jedoch bestehen. Im Jahr 2024 erhielten in der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland 1.079 italienische Staatsbürger, 536 Nicht-EU-Bürger und 96 andere EU-Bürger finanzielle Sozialhilfe. Damit entfielen 632 von insgesamt 1.711 Sozialhilfeempfängern auf Ausländer, also knapp 37 Prozent. 2023 lag dieser Anteil bei rund 39 Prozent, 2022 bei rund 40 Prozent. Der Ausländeranteil unter den Beziehern finanzieller Sozialhilfe bleibt damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Die Entwicklung der ergangenen Jahre zeigt: 2022 bezogen 1.285 italienische Staatsbürger, 734 Nicht-EU-Bürger und 123 andere EU-Bürger finanzielle Sozialhilfe. 2023 waren es 1.195 italienische Staatsbürger, 655 Nicht-EU-Bürger und 107 andere EU-Bürger. 2024 sank die Zahl auf 1.079 italienische Staatsbürger, 536 Nicht-EU-Bürger und 96 andere EU-Bürger. Zwar ist insgesamt ein Rückgang festzustellen, doch der Anteil ausländischer Empfänger bleibt hoch. Werner Thaler äußert sich dazu kritisch: „Es kann nicht sein, dass Ausländer, die nur einen Bruchteil der Bevölkerung ausmachen, einen derart überproportionalen Anteil der Sozialhilfe aus öffentlichen Kassen beanspruchen.“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb eine Neuausrichtung der finanziellen Sozialhilfe und eine stärkere Fokussierung auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Einheimischen. „Es ist aus unserer Sicht nicht gerecht, wenn eine zahlenmäßig kleine Bevölkerungsgruppe einen so großen Anteil der Sozialhilfeleistungen erhält, während die einheimische Bevölkerung diese Mittel über Steuern und Abgaben finanziert und selbst zunehmend unter Druck gerät. Es braucht daher eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Mittel und eine klare Prioritätensetzung zugunsten der eigenen Bevölkerung.“

„Knapp 40 Prozent der Sozialhilfen für Ausländer!“ – UnserTirol24

Oldenburg: Syrer spuckt im Zug herum und geht auf Polizisten los

Am Dienstagmorgen hat die Bundespolizei im Hauptbahnhof Oldenburg einen 21-Jährigen festgenommen. Der Mann hatte durch sein aggressives Verhalten und wahlloses Herumspucken Reisende und Zugpersonal aufmerksam gemacht. Es kam zum Einsatz von Pfefferspray.

Gegen 6:35 Uhr wurde eine Streife des Bundespolizeireviers in Oldenburg zu einem eintreffenden Regionalzug im Hauptbahnhof Oldenburg gerufen. Ein 21-jähriger Mann war anderen Reisenden zuvor im Zug durch aggressives Verhalten und mehrfaches Spucken auf den Boden aufgefallen. Da der Mann auch nach Aufforderung des Zugbegleiters sein Verhalten nicht änderte, wurde die Bundespolizei alarmiert.

Auch den eingesetzten Bundespolizisten gegenüber verhielt sich der syrische Staatsangehörige unkooperativ. Als der aggressive Mann schließlich mit geballten Fäusten in Richtung der Einsatzkräfte schlug, kam es zum Einsatz von Pfefferspray. Es gelang den Polizeibeamten den Mann zu Boden zu bringen und vorläufig festzunehmen. Er wurde gefesselt und musste beim Verbringen zur Wache zum Schutz der Reisenden sowie der Polizeibeamten eine Spuckschutzhaube tragen.

Seitens der Bundespolizei wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

BPOL-BadBentheim: Aggressives Verhalten im Regionalzug | Presseportal

Essen: Nordafrikanischer Schwarzfahrer mit Diebesgut am Körper beleidigt und attackiert Polizisten

Am 7. April wehrte sich ein algerischer Staatsangehöriger im Hauptbahnhof Essen massiv gegen die polizeilichen Maßnahmen, nachdem er ohne Ticket Zug fuhr. Zudem trug er Kleidung, an der eine Diebstahlsicherung angebracht war.

Gegen 22:40 Uhr trafen die Beamten auf den 16-Jährigen im Essener Hauptbahnhof, der den RE 11 (Düsseldorf Hbf. – Essen Hbf.) ohne Fahrschein nutzte. Er verhielt sich von Beginn an lautstark aggressiv und weigerte sich, den polizeilichen Anweisungen Folge zu leisten. Auch nachdem ihm körperlicher Zwang angedroht wurde, ignorierte er die Aufforderung, den Zug zu verlassen. Daraufhin wurde er durch die Uniformierten aus dem Zug geführt und aufgrund seines aggressiven Verhaltens gefesselt. Auf dem Weg zur Dienststelle leistete er erheblichen Widerstand und beleidigte die Bundespolizisten.

Bei der Durchsuchung in der Bundespolizeiwache stellten die Beamten fest, dass der Jugendliche mehrere Kleidungsstücke übereinander trug, von denen mehrere mit einer Diebstahlsicherung versehen waren Diese war mit Aluminiumfolie abgewickelt. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten die entsprechenden Kleidungsstücke.

Woher die Kleidung stammte, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Nachdem sich der Wohnungslose beruhigt hatte, kontaktierten die Einsatzkräfte das Jugendamt. Der junge Algerier wurde im weiteren Verlauf von der Dienststelle abgeholt und einer Jugendschutzstelle zugeführt.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Diebstahl ein.

BPOL NRW: Widerstand nach Fahrgelddelikt – Bundespolizei nimmt Jugendlichen in Gewahrsam | Presseportal

Wieder ein bedauernswerter Einzelfall: Mann will Frauen helfen – und wird in S-Bahn von “Männergruppe” zusammengeschlagen

Er wollte zwei Frauen vor Belästigung schützen, dann wurde er selbst Opfer: In einer Berliner S-Bahn soll eine Gruppe Männer auf einen 39-Jährigen eingeschlagen haben. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Kurzüberblick

Ein 39-jähriger Mann wurde in einer S-Bahn der Linie S46 angegriffen, nachdem er zwei belästigten Frauen helfen wollte. Die Tat ereignete sich nahe dem S-Bahnhof Wildau.

Ablauf

Eine Gruppe von etwa zwölf Männern soll zwei junge Frauen belästigt haben. Der 39-Jährige griff ein, daraufhin schlugen mehrere Angreifer auf ihn ein.

Folgen

Der Mann erlitt erhebliche Gesichtsverletzungen und Knochenbrüche. Er verließ die Bahn am S-Bahnhof Treptower Park und rief später von zu Hause den Notruf. Anschließend wurde er im Krankenhaus behandelt.

Ermittlungen

Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Videoaufnahmen wurden gesichert und werden ausgewertet. Die Polizei sucht Zeugen sowie die betroffenen Frauen.

Mann will Frauen helfen – und wird in S-Bahn von Männergruppe zusammengeschlagen | FREIE WELT

Politische Bühne: Hamburger Thalia Theater erhält jährlich über 30 Millionen Euro Steuergeld

Das Thalia Theater in Hamburg ist eine der am stärksten öffentlich finanzierten Bühnen der Stadt. Laut Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der AfD erhält das Haus jährlich mehr als 30 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln. Eigene Einnahmen decken dabei lediglich einen vergleichsweise kleinen Teil des Gesamtbudgets, nämlich etwa ein Fünftel. Drittmittel wie Sponsoring oder Stiftungsbeiträge spielen demnach nur eine untergeordnete Rolle. Die finanzielle Basis des Theaterbetriebs wird somit überwiegend vom Staat getragen.

Im Zentrum der Debatte steht aktuell auch ein mehrtägiges Veranstaltungsformat im Rahmen der Lessingtage. Unter dem Titel „Prozess gegen Deutschland“ wurde dort unter anderem ein mögliches Verbot der AfD diskutiert.

Laut Anfrage gab es begleitend dazu Hinweise auf zusätzliche Maßnahmen im Theaterbetrieb: Ein sogenanntes Awareness-Team war während der Veranstaltungen im Einsatz und sollte bei „Unwohlsein und Gesprächsbedarf“ ansprechbar sein. Zudem wurden für Mitarbeiter, die sich durch die Anwesenheit politisch Andersdenkender belastet fühlten, interne Gesprächs- und Reflexionsformate organisiert. Laut Senatsangaben entstanden für diese Maßnahmen Kosten in Höhe von rund 3.000 Euro, beispielsweise für das Awareness-Team.

Trotz der finanziellen Dimension und der politischen Diskussionen sieht der Hamburger Senat keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Weder die Förderstruktur noch einzelne Projekte des Theaters haben bislang zu Konsequenzen oder Anpassungen bei der Mittelvergabe geführt.

In diesem Zusammenhang thematisiert die Anfrage auch grundsätzliche Fragen, etwa nach der politischen Neutralität öffentlich finanzierter Kulturinstitutionen oder dem Umgang mit kontroversen gesellschaftlichen Positionen innerhalb solcher Einrichtungen.

Die AfD-Fraktion bewertet die Vorgänge deutlich kritischer. „Ein mit zweistelligen Millionenbeträgen finanzierter Kulturbetrieb organisiert politische Tribunale und schafft parallel Strukturen, um sich vor anderen Meinungen abzuschirmen – unter den Augen von Rot-Grün“, kritisiert etwa die Abgeordnete Peggy Heitmann. Wenn ein Theater mit „minimaler Eigenleistung“ und „kaum relevanten Drittmitteln“ solche Formate betreibe, sei das kein offener Diskurs mehr, sondern „staatlich geförderte linkslastige Einseitigkeit mit Steuermitteln“, so der Vorwurf. Steuergeld dürfe nicht für „ideologische Abschottung“ missbraucht werden, warnt sie.

Politische Bühne: Hamburger Thalia Theater erhält jährlich über 30 Millionen Euro Steuergeld | FREILICH Magazin

Die deutsche Justizministerin will, dass Schwarzfahren entkriminalisiert wird, um die Belastung von Gerichten und Gefängnissen zu verringern

Symbolbild GROK

Deutschlands Justizministerin Stefanie Hubig hat sich für die Entkriminalisierung der Fahrkartenhinterziehung im öffentlichen Nahverkehrssystem des Landes ausgesprochen – um den Druck auf das deutsche Justizsystem zu verringern.

“Meiner Ansicht nach gibt es gute Gründe für die Entkriminalisierung”, sagte der Politiker der Sozialdemokraten (SPD) heute der Zeitung NOZ.

“Gehören Menschen wirklich ins Gefängnis, wenn sie sich kein Ticket leisten können?”, fragte Hubig. Sie fügte hinzu, dass die Strafverfolgung von Fahrpreisverziehern Ressourcen des Justizsystems binden würde, die anderswo besser genutzt werden könnten.

Der Appell des Ministers um Nachsicht kam bei den öffentlichen Verkehrsanbietern nicht gut an.

Der Verband deutscher Verkehrsanbieter (VDV) erklärte: “Fahrkartenhinterziehung führt jährlich zu Einnahmeverlusten für öffentliche Verkehrsanbieter in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Sie beraubt dem Sektor wichtige Mittel zur Bezahlung von Gehältern, Fahrzeugen, Infrastruktur und Sicherheit.”

Die Vereinigung fügte hinzu, dass die Entkriminalisierung “ein völlig falsches Signal” senden und “Verhalten begünstigen würde, das mangelnde Solidarität mit ehrlichen Fahrgästen zeigt”.

Die VDV fügte hinzu, dass die Entkriminalisierung auch die Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs gefährden würde, da es schwieriger wäre, die Unterstützung der Polizei gegen aggressive Fahrkartenhinterzieher zu gewinnen.

In letzter Zeit musste Deutschland mit mehreren viel beachteten gewalttätigen Angriffen auf Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs umgehen.

Im Februar 2026 soll ein Fahrkartenhinterzieher einen Zugführer in einem deutschen Regionalzug nahe Kaiserslautern im Rheinland zu Tode geprügelt haben. Und gestern hat ein angeblich 13-jähriger irakischer Jugendlicher einen Busfahrer in Leipzig so heftig verprügelt, dass der 62-jährige Mann sich einer Notoperation unterziehen musste und ins Koma fiel.

Die Unterstützung für Hubig kam vom Verband deutscher Anwälte (DAV). Sprecher Swen Walentowski sagte, die Klagen gegen Fahrpreisverzieher kosten die deutschen Steuerzahler jährlich rund 200 Millionen Euro.

Das Fahren eines Busses oder Zuges ohne gültiges Fahrticket ist in Deutschland nach Art. 265a des Strafgesetzbuches eine Straftat und wird mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft.

Brussels Signal

Evangelische Kirche macht Wahlkampf gegen AfD

Medforth AI

Fünfeinhalb Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 hat sich die evangelische Nordkirche mit ungewöhnlicher Schärfe positioniert. Bischof Tilman Jeremias im Sprengel Mecklenburg und Pommern warnte in einem ausführlichen Osterinterview mit dem Nordkurier: Eine mögliche AfD-Regierung in Schwerin wäre „kein Spaß“ für die Kirchen. Die Nordkirche bereite sich bereits auf Szenarien vor, in denen eine neue Landesregierung Staatsleistungen streicht oder den Einzug der Kirchensteuer über die Finanzämter stoppt.

Universalismus als Rechtfertigung

Jeremias begründet seine Haltung theologisch:

Für uns als Christen ist es wesentlich, dass alle Menschen Geschöpfe Gottes sind. Die Bibel berichtet sogar, dass sie Ebenbilder Gottes sind. Dann haben gebürtige Deutsche keinen höheren Wert als zum Beispiel Menschen, die zugewandert sind.

Wer das Gegenteil behaupte, begebe sich auf Terrain, das mit dem christlichen Glauben und der Lehre der evangelischen Kirche nicht vereinbar sei. Die AfD-Positionen zum Umbau des Sozialsystems, die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte benachteiligten, stünden im Widerspruch zum christlichen Menschenbild. Als weiteres Beispiel für die vermeintlich antichristliche Haltung nannte er das Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt, das sich massiv gegen die Kirchen richten würde.

Politische Einmischung trotz Trennung von Staat und Kirche

Jeremias beteuert nichtdestotrotz, keine Parteipolitik zu machen:

Als Kirche machen wir keine Parteipolitik. Wenn wir uns politisch äußern, berufen wir uns immer auf unseren christlichen Glauben

Gleichzeitig sucht sie den Dialog mit AfD-Wählern über sogenannte „Verständigungsorte“ – neutrale Gesprächsrunden, in denen keine Menschenverachtung stattfinden soll. Der AfD-Landtagsabgeordnete Horst Förster, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion, sieht darin jedoch klare Wahlkampf-Manöver.

Es geht dem Bischof allein darum, die AfD mit dem moralischen Gewicht seines Amtes als unwählbar hinzustellen.

Die aktuelle Lage spitzt die Debatte zu. Umfragen sehen die AfD in Mecklenburg-Vorpommern deutlich über 30 Prozent und damit vor allen anderen Parteien. Der Landesverband gilt im Vergleich zu anderen ostdeutschen Verbänden als gemäßigt und ist nicht als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Dennoch bereitet sich die Nordkirche juristisch und organisatorisch auf eine AfD-geführte Regierung vor.

Mitgliederschwund als stumme Anklage

Während die Kirche mit dem moralischen Zeigefinger gegen die AfD ausholt, setzt sich der eigene demografische Absturz ungebremst fort. Ende 2025 gehörten der Evangelischen Kirche in Deutschland bundesweit nur noch 17,4 Millionen Menschen an, ein Rückgang um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Nordkirche, zu der auch Mecklenburg-Vorpommern zählt, sank die Zahl der Mitglieder im Land auf 192.013, ein Minus von 6.889 im Vergleich zu 2024. Hauptgründe sind Sterbefälle älterer Mitglieder und anhaltend hohe Austritte bei gleichzeitig schwachen Tauf- und Aufnahmezahlen.

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