Woker Angriff auf Weihnachtslied: „Jingle Bells“ soll rassistisch sein

Plaque at 19 High Street, Medford, Massachusetts. Wikimedia Commons, SteveStrummer, PD-self

Weihnachten naht und woke Tugendwächter nehmen mit dem christlichen Fest verbundene Traditionen ins Visier. Diesmal ist der Schauplatz die USA und diesmal geht es um das weltweit bekannte Winterlied „Jingle Bells“. Joy Reid, eine ehemalige Moderatorin des Senders MSNBC, stellte ein Video ins Netz in dem das aus dem Jahr 1857 stammende Lied „Jingle Bells“, das hierzulande vielen als Sinnbild der kommerzialisierten US-Weihnacht gilt, ins Visier.

Wie der Sender Fox News berichtet, beginnt das Video mit einem Mann in festlicher Kleidung, der auf eine Gedenktafel in Medford im Bundesstaat Massachusetts starrt, wo James Lord Pierpont angeblich das später als „Jingle Bells“ bekannte Lied unter dem Titel The One Horse Open Sleigh („offener einspänniger Pferdeschlitten“) geschrieben hat. Der Liedtext beschreibt eine Fahrt mit einem einspännigen Schlitten durch die verschneite Winterlandschaft und kann deshalb wohl kaum als „rassistisch“ bezeichnet werden.

Aber das kümmert die ideologiegetriebenen intoleranten Linken auch nicht. Denn in dem Video wird behauptet, dass dieses Lied früher dazu gedient habe, Menschen mit dunkler Hautfarbe zu „verspotten“. Schließlich habe sich Pierpont in anderen Werten abwertend über Afroamerikaner geäußert und in der Konföderiertenarmee gekämpft. „Hier schrieb ein rassistischer konföderierter Soldat ‚Jingle Bells‘, um sich über Schwarze lustig zu machen“, heißt es in der ersten Bildunterschrift auf dem Bildschirm.

Reid macht nichts anderes, als eine alte Sache wieder aufzuwärmen. Denn 2017 berichtete die britische Zeitung „The Guardian“, dass Kyna Hamill von der Boston University herausgefunden habe, dass das beleibte Lied erstmals im September 1857 mit schwarz geschminkten Darstellern aufgeführt wurde. Was lange Zeit üblich war – auch hierzulande wurde bis vor wenigen Jahren einer der drei Heiligen Könige schwarz geschminkt –, bezeichnen heute die woken Umerzieher als rassistisches „Blackfacing“.

Dem Bericht des „Guardian“ ist auch zu entnehmen, dass mit den Angriffen auf „Jingle Bells“ die Geschichte umgeschrieben werden soll. Denn Hamill habe herausgefunden, dass das Lied in den letzten 160 Jahren zu einem Beispiel für Musik geworden sei, deren „Blackface- und rassistische Ursprünge subtil und systematisch aus ihrer Geschichte entfernt worden sind“.

„Jingle Bells“ soll rassistisch sein – Zur Zeit