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Wenn die Temperaturen steigen, leiden viele Menschen unter der Hitze. Auch Schüler sind davon betroffen, doch in Wien hat man ein besonders fragwürdiges Konzept gegen das Schwitzen in den Klassenzimmern.
Schwitzen gehört zum Sommer
Nach Angaben von Volksanwalt Christoph Luisser werden derzeit Vorwürfe geprüft, wonach Lehrkräfte in Wien nicht mehr über die Temperaturen in ihren Klassen sprechen dürfen. Sollte sich dieser Vorwurf bestätigen, wäre für ihn nicht nur die Hitze selbst, sondern auch der Umgang damit problematisch.
Studie um 50.000 Euro sorgt für Kritik
Auslöser der aktuellen Debatte ist eine im Jahr 2021 von der Stadt Wien beauftragte Studie, die Möglichkeiten zur Senkung der Raumtemperaturen in Klassenzimmern untersuchen sollte.
Die Studie empfiehlt sie unter anderem regelmäßiges Lüften, LED-Beleuchtung, Beschattung sowie Unterricht im Freien.
Papier statt Maßnahmen
Dafür wurden 50.000 Euro ausgegeben! Volksanwalt Luisser kritisierte, dass stattdessen konkrete Maßnahmen wie Klimaanlagen oder Ventilatoren hätten geprüft beziehungsweise umgesetzt werden sollen. Die Gesundheit von Schülern und Lehrern dürfe nicht vernachlässigt werden.
Amtswegige Prüfung eingeleitet
Luisser hat deshalb ein amtswegiges Prüfverfahren eingeleitet. Nach seinen Angaben sollen sämtliche Hintergründe rund um die Entstehung der Studie und deren Ergebnisse umfassend untersucht werden.
Maulkorb für Lehrer
Parallel dazu bearbeitet die Volksanwaltschaft zwei Beschwerden von Eltern zur Volksschule Eßlinger Hauptstraße. Dort sollen zuletzt Temperaturen von nahezu 41 Grad Celsius gemessen worden sein. Die Stadt Wien wurde bereits um eine Stellungnahme ersucht, eine Antwort liegt laut Volksanwaltschaft bisher nicht vor.
Vorwurf des Sprechverbots wird untersucht
Besonders brisant ist für den Volksanwalt der Vorwurf, Lehrkräften sei ein Sprechverbot über die Zustände in den Klassen auferlegt worden. Auch dieser Aspekt sei ausdrücklich Gegenstand des Prüfverfahrens.
Luisser kündigt an, den Fall weiterzuverfolgen, bis die Vorwürfe geklärt seien und eine dauerhaft akzeptable Lösung für Schüler und Lehrkräfte gefunden werde.