Wiener SPÖ will Bisamberg mit Windrädern verschandeln

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Der nördlich der Donau gelegene Bisamberg ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wiener, sondern auch Lebensraum zahlreicher seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Kein Wunder, dass weite Teile des Bisambergs Natura-2000-Schutzgebiet ist. Seitens der Stadt Wien wird als Schutzziel angegeben: „Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der in der Anlage zur Verordnung näher bezeichneten Schutzgüter der Fauna-Flora Habitat-Richtlinie und der Vogelschutz-Richtlinie für dieses Gebiet.“

Doch für die rot-pinke Stadtregierung scheint Natur- und Landschaftsschutz kein Anliegen zu sein. Ganz im Gegenteil, auf dem Naturjuwel sollen vier Windräder errichtet werden. Dass die Rotoren eine Gefahr für seltene Vogelarten darstellen ist dabei ebenso wenig ein Problem wie der gesundheitsschädliche Infraschall, den die Windkraftanlagen erzeugen. Laut Plänen würden die Rotoren zudem eine Fläche von über 4.300 Quadratmetern überdecken, das Fundament selbst würde rund 500 Quadratmeter Boden versiegeln.

Heftige Kritik an der geplanten Errichtung der Windräder am Bisamberg üben die Wiener Freiheitlichen. Der Zweite Landtagspräsident und Planungssprecher der FPÖ Wien, Toni Mahdalik, sowie der Floridsdorfer Bezirksparteiobmann LAbg. Wolfgang Irschik sprechen von einem „blanken Irrsinn“, der weder mit echtem Umweltschutz noch mit verantwortungsvoller Stadtplanung etwas zu tun habe.

„Was SPÖ-Stadträtin Ulli Sima und ihre Parteifreundin Ederer hier planen, ist nichts anderes als die Verschandelung eines der letzten Naherholungsgebiete Wiens zugunsten wirtschaftlicher Interessen. Der Bisamberg ist ein sensibles Natur- und Erholungsgebiet für tausende Wiener. Ihn mit Windrädern zu verbauen, ist ein massiver Eingriff in Landschaft, Lebensqualität und Naturraum“, stellt Mahdalik klar. Irschik wiederum kritisierte, dass die Bevölkerung einmal mehr vor vollendete Tatsachen gestellt werde.

Wiener SPÖ will Bisamberg mit Windrädern verschandeln – ZurZeit