
Die Gemeinde Gsies hat vor wenigen Tagen einen öffentlichen Aufruf veröffentlicht. Darin sucht die Gemeindeverwaltung nach Möbeln und Haushaltsgegenständen, die für eine Ausländer-Familien anlässlich des umstrittenen Pamer-Projekts gesammelt werden. Ein ähnliches Engagement für bedürftige Einheimische gibt es nicht.
Gemeinde bettelt um Sachspenden
In der Gemeinde Gsies sorgt ein öffentlicher Aufruf für Diskussionen. So wird dort aktuell nach Möbeln und Haushaltsgegenständen gesucht, die für eine Ausländer-Familie gesammelt werden sollen.
Der Aufruf betrifft eine Familie, die im Rahmen des umstrittenen Ausländer-Projekts von Landesrätin Rosmarie Pamer (SVP) in Gsies eine Wohnung zur Verfügung gestellt bekommt. Eine Wohnung, die nahezu gratis und auf Kosten des Südtiroler Steuerzahlers angeschafft wurde – so wie in 43 anderen Südtiroler Gemeinden auch.
Dass man nun ausgerechnet bei der eigenen Bevölkerung um Sachspenden bettelt, sorgt für Kritik. Schließlich ist das umstrittene Pamer-Projekt bereits jetzt so aufgebaut, dass es eine enorme Ungleichbehandlung zwischen Einheimischen und Ausländern darstellt: Wohnungen werden ausschließlich für ausländische Familien organisiert und bezahlt, während zeitgleich junge Einheimische in Scharen das Land verlassen.
Keine Hilfe für bedürftige Einheimische
Laut einer aktuellen Südstern-Studie verliert Südtirol jedes Jahr 800 Menschen an die Nachbarländer. Viele davon müssen gehen, weil sie sich eine Wohnung in ihrer Heimat nicht mehr leisten können. Wohnungen, die nun nahezu gratis an kulturfremde Ausländer vergeben werden – so auch in Gsies.
UT24 hat deshalb bei der Gemeinde Gsies nachgefragt, ob es ähnliche Aufrufe, wie jene zur Beschaffung von Möbeln und Haushaltsgegegenständen, auch für bedürftige Einheimische gibt. Schließlich gibt es unter den 2.349 Einwohnern in Gsies sicherlich auch Südtiroler Familien, die von solchen Hilfsmaßnahmen profitieren würden. Die Gemeinde Gsies war jedoch, trotz mehrfacher Nachfrage, zu keiner Stellungnahme bereit.
Somit bleibt auch in Gsies ein fader Beigeschmack: Wenn Ausländer kommen, wird fleißig gesammelt. Wenn junge Einheimische auswandern, schaut man weg.