Studie warnt: Fast die Hälfte junger Muslime in Deutschland zeigt islamismus-affine Einstellungen

Eine neue Untersuchung des MOTRA-Monitors, eines vom Bundeskriminalamt koordinierten Forschungsprojekts, löst in Politik und Gesellschaft heftige Debatten aus

Danach weisen 45,1 Prozent der Muslime unter 40 Jahren in Deutschland entweder offene oder verdeckte Sympathien für islamistische Ideologien auf. 

Experten sprechen von einem dramatisch gestiegenen Radikalisierungspotenzial – Kritiker werfen den Autoren und Medien vor, die Zahlen zu dramatisieren.

Alarmierende Zahlen bei der jungen Generation

Der MOTRA-Monitor erfasst seit Jahren Einstellungsmuster in verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Die aktuelle Auswertung für 2025 konzentriert sich besonders auf die Altersgruppe der unter 40-Jährigen. 

Bei Muslimen in dieser Gruppe ergibt sich folgendes Bild:

11,5 Prozent zeigen manifeste islamismusaffine Einstellungen – also klar radikale Haltungen, die eine strikt islamische Gesellschaftsordnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vorziehen.

33,6 Prozent sind latent islamismusaffin, das heißt: sie sind für entsprechende Ideen offen, ohne dass dies bereits aggressiv nach außen getragen wird.

Zusammengerechnet kommen die Forscher auf 45,1 Prozent. 

Besonders auffällig: Der Anstieg dieser Werte hat sich seit Herbst 2023 – also nach Beginn der Eskalation im Nahen Osten – deutlich beschleunigt.

Was genau wird gemessen?

Islamismusaffine Einstellungen umfassen in der Studie vor allem folgende Merkmale:

Erstens: Ablehnung zentraler Elemente der säkularen Demokratie zugunsten einer religiös begründeten Ordnung.

Zweitens: Nähe zu Organisationen wie Muslimbruderschaft oder salafistischen Strömungen.

Drittens: Häufige antisemitische Vorurteile und Verschwörungsnarrative.

Die Autoren betonen, dass latente Offenheit nicht gleichbedeutend mit Terrorbereitschaft oder Gewaltfantasien ist. Dennoch sehen sie in der hohen Quote ein erhebliches Präventionsproblem.

Politische Reaktionen: Von “Zeitbombe” bis “Dramatisierung”

FDP-Vize Wolfgang Kubicki forderte unmittelbar nach Bekanntwerden der Zahlen ein hartes Durchgreifen: “Wir dürfen nicht länger naiv wegsehen. Wer das Kalifat will, muss das Land verlassen. Parallelgesellschaften müssen aufgelöst, extremistische Vereine verboten und die Säkularität des Staates kompromisslos durchgesetzt werden – angefangen beim Kopftuchverbot in Schulen und Behörden.”

Die Zahlen des MOTRA-Monitors machen eines deutlich: Die Integrations- und Präventionspolitik steht vor ihrer vielleicht größten Bewährungsprobe seit 2015.

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