Stadt Leichlingen kauft Villa (1,5 Millionen Euro) für »Flüchtlinge«

6 Schützenstraße – Google Maps

Leichlingen ist eine Kleinstadt mit weniger als 30.000 Einwohnern im Rheinisch-Bergischen Kreis im Land Nordrhein-Westfalen. Regiert wird die Stadt wechselweise von schwarz oder rot. Aktuell ist ein CDU-Mann Bürgermeister. Bei der vergangenen Kreistagswahl Ende September votierten 12,62 Prozent der Wähler für die AfD. Und so kommt, was kommen musste: die Stadt Leichlingen gibt viel Geld für die Unterbringung für »Flüchtlinge« aus und kauft eine Villa für 1,5 Millionen Euro (Foto). 

In einem Beitrag eines örtlichen Mediums heißt es dazu: »In dem Haus mit dem mittleren Türmchen in zweiter Reihe werden nach Angaben aus dem Rathaus bis zu 44 geflüchtete Personen untergebracht. Seit dem 15. Februar 2024 gebe es einen Mietvertrag, der indes am 31. Dezember 2025 endet. Eine Verlängerung habe der Eigentümer nicht angeboten. Stattdessen habe er der Stadt die Offerte gemacht, das Haus nebst Grundstück zu kaufen. Das zugehörige Terrain sei groß genug, um weitere Gebäude dorthin zu stellen: Übrig blieben fast 1500 Quadratmeter, so die Stadtverwaltung.«

Und, oh Überraschung, die Altparteienvertreter im Stadtparlament sind ganz hin und weg. Der Bürgermeister und auch der Kämmerer werben für den Erwerb. Im Rathaus hält man die Investition in den Altbau für sinnvoll: »Ein solcher Erwerb würde nicht nur eine dauerhafte Nutzung des Objekts ermöglichen, sondern auch eine weitere strategische Absicherung hinsichtlich der zukünftigen Kapazitäten in der Flüchtlingsunterbringung bieten.« Die Stadt erkaufe sich rechtliche Planungs- und finanzielle Sicherheit: Sie müsste keine Miete mehr zahlen und könnte das Haus so umbauen, wie es für seinen Zweck am sinnvollsten ist.

Darüber hinaus sei eine Bauvoranfrage für zwei weitere Gebäude genehmigt. So könnten an der Schützenstraße zwei weitere Häuser errichtet werden, in denen etwa 40 geflüchtete Personen Platz hätten. Das würde »die städtischen Handlungsspielräume im Bereich der Flüchtlingsunterbringung nachhaltig stärken«, schreiben Bürgermeister Frank Steffes (SPD) und Kämmerer Thomas Knabbe.

Sollte sich die Flüchtlingssituation in Deutschland irgendwann entspannen, gäbe es für die Stadt mehrere Möglichkeiten, die drei Gebäude zu nutzen: Sie könnte alles wieder verkaufen. Mit Blick auf die »zentrale und gehobene Wohnlage« könne das wirtschaftlich sinnvoll sein. 

Stadt Leichlingen kauft Villa (1,5 Millionen Euro) für »Flüchtlinge«