
Während der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez in Rom zu einem Treffen mit dem Papst weilte, fand daheim in Madrid eine Razzia in der Zentrale seiner PSOE statt. Beamte einer Sondereinheit der Guardia Civil untersuchten aufgrund einer richterlichen Anordnung stundenlang den Hauptsitz der sozialistischen Regierungspartei.
Die Hausdurchsuchung erfolgte im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal. Das Nachrichtenportal „Costa de Sol online“ führt dazu aus: „Im Mittelpunkt steht die frühere Parteifunktionärin Leire Díez, auch bekannt als ‚Klempnerin des PSOE‘ — eine informelle Vermittlerin, der vorgeworfen wird, aus Parteigeldern finanziert worden zu sein, um parteischädigende Aktivitäten zu verschleiern oder zu bekämpfen. Konkret wird untersucht, ob der ehemalige Parteisekretär Santos Cerdán ‚auf Kosten von Parteigeldern‘ Zahlungen an Díez geleistet hat.“
Darüber hinaus ermittelt die Justiz auch gegen Sanchez‘ Vorgänger und Parteifreund José Luis Zapatero wegen Korruptionsvorwürfen. Im Zusammenhang mit der Rettung der Billigfluggesellschaft Plus Ultra im Jahr 2021 mit 53 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln wird der frühere sozialistische Ministerpräsident wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Einflussnahme und Urkundenfälschung als Beschuldigter geführt.
Wegen der nunmehrigen Razzia im PSOE-Hauptquartier fordert Santiago Abascal, der Vorsitzender der patriotischen Oppositionspartei Vox, Sanchez & Co zur Rechenschaft zu ziehen: „Keine Woche vergeht, kein Tag, nicht einmal eine Stunde, ohne dass wir neue Details über die Sanchez- und Zapatero-Mafia, die Zapatero- und Sanchez-Mafia erfahren, die Spanien seit acht Jahren regiert. Sie müssen verhaftet und zur Rechenschaft gezogen werden, und das spanische Volk muss wissen, dass alle, die sie noch aus verschiedenen nationalen und internationalen Positionen verteidigen und rechtfertigen, dies nur tun, weil sie Teil derselben Mafia sind.“