
Migranten, die in Lastwagen geschmuggelt werden, könnten laut einem umfassenden Bericht für den Anstieg tödlicher Lebensmittelvergiftungen im Vereinigten Königreich verantwortlich sein.
Experten zufolge könnten seit 2016 mehr als 3.000 Lkw-Ladungen oder 80.000 Tonnen Lebensmittel allein kontaminiert ins Land gelangt sein.
Lkw – oder Kühlauflieger – waren die häufigste Route, die von Menschenschmugglern genutzt wurde, um Migranten zu verstecken, bevor strengere Sicherheitsvorkehrungen in den Häfen und am Ärmelkanaltunnel die Schmuggler dazu veranlassten, ihre Taktik zu ändern und stattdessen kleine Boote für die Überfahrt zu nutzen.
Migranten, die sich in Lastwagen verstecken, steigen in der Regel in Nordfrankreich ein und bleiben dort versteckt, bis das Fahrzeug Großbritannien erreicht hat.
Dies birgt jedoch die Gefahr einer Kontamination von Anhängern, die mit gekühlten und gefrorenen Lebensmitteln, Haushaltswaren und pharmazeutischen Produkten beladen sind, so das Logistikunternehmen Oakland International, das den Bericht veröffentlicht hat.
Die tatsächliche Zahl könnte sogar noch höher sein, da nur ein kleiner Teil der Kühlanhänger von der Grenzpolizei kontrolliert wird.
Dean Attwell, Mitbegründer von Oakland International, sagte: „Der Anstieg der illegalen Einwanderung ist nicht nur eine Statistik, sondern eine tickende Zeitbombe für die Lebensmittelsicherheit, die Sicherheit der Fahrer und die öffentliche Gesundheit.
Jede kompromittierte Ladung gefährdet die Öffentlichkeit und kostet die Branche jährlich Millionen.“