
Ein mit einem Messer bewaffneter Mann wurde nach unseren Informationen am Samstag, dem 16. August, festgenommen, nachdem er zwei Kirchen in Pantin und anschließend in La Courneuve im Departement Seine-Saint-Denis verwüstet hatte.
Die Polizei der Brigade anticriminalité (BAC) wurde wegen der Schändung der Kirche Sainte-Marthe des Quatre-Chemins in Pantin am Morgen alarmiert und suchte mit einer Personenbeschreibung nach dem Verdächtigen, während sie in der Stadt patrouillierte.
Während ihrer Suche wurden die Beamten über Funk informiert, dass eine Person religiöse Kunstwerke schändete und die Vorbereitung der Messe in der Kirche Saint-Yves in La Courneuve störte.
Als die Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, bemerkten sie sofort die sichtlich schockierten Gläubigen auf dem Vorplatz. Im Inneren entdeckten sie schnell die Person, die vor den Augen anderer verängstigter Gläubiger Bilder zerbrach und Kerzen warf.
Der Verdächtige entsprach der Beschreibung der ersten gemeldeten Person und wurde als „afrikanischer Typ” beschrieben, der eine gelbe Mütze trug und barfuß ging. Die Polizisten forderten ihn mit gezogenen Dienstwaffen auf, seine Waffe niederzulegen und sich zu ergeben, jedoch ohne Erfolg. Der Verdächtige zielte mit seinem Schweizer Taschenmesser auf die Beamten und rief:
„Kommt näher, ich bringe euch um!”, wobei er sich weiterhin weigerte, seine Waffe niederzulegen. Dann ging er auf die Polizisten zu und stürzte sich auf sie, bevor er zurückgedrängt und festgenommen wurde.
Die Beamten der BAC wurden durch Verstärkung unterstützt und nahmen den gewalttätigen und bedrohlichen Amokläufer gegen 14:00 Uhr im Inneren der Kirche fest, wo zahlreiche Bänke umgeworfen, Flyer verstreut, Weihwasser auf den Boden geschüttet, Kerzenständer umgeworfen und Bilder zerbrochen worden waren.
Der Täter wurde in Gewahrsam genommen und eine Untersuchung eingeleitet. Angesichts seines Verhaltens und seiner Äußerungen könnte er unter psychischen Störungen leiden, so eine Quelle aus Polizeikreisen. Es gab keine Verletzten.