Erneute ukrainische Drohung gegen Orbán: “Wir wissen, wo er wohnt, wir wissen, wo seine Kinder und Enkel schlafen!”

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Viktor Orbán und seine Familie werden öffentlich von einem ehemaligen hochrangigen ukrainischen Sicherheitsbeamten bedroht. Dieser spricht davon, den ungarischen Ministerpräsidenten genauso zu behandeln wie den iranischen Ayatollah Khamenei.

Selenskijs Drohung liegt nur wenige Tage zurück

Dieser Schritt erfolgt nur wenige Tage, nachdem Selenskij angedeutet hatte, dass das Militär möglicherweise mit Orbán “in seiner eigenen Sprache” sprechen werde. Der ehemalige General des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Hryhorij Omelchenko, richtet in einem Fernsehinterview aktuell eine direkte Drohung gegen Viktor Orbáns Familie.

“Wir wissen, wo er wohnt, wo er schläft, wo er Bier und Wein trinkt, Shisha raucht, spazieren geht und Leute trifft”, sagte Omelchenko im ukrainischen Fernsehen.

Er fuhr mit einer Warnung an den ungarischen Ministerpräsidenten fort: “Er sollte besser auch an seine Kinder und Enkelkinder denken.”

Drohung Selenskijs klang sehr ähnlich

Wir berichteten vergangene Woche, dass Selenskij gegen Orbán während eines gefilmten Treffens eine ähnliche Drohung ausgesprochen hatte. Selenskyj äußerte die Hoffnung, dass Orbán einen EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine nicht blockieren würde.

“Vielleicht sollten wir die Adresse dieser Person unseren Streitkräften geben”, sagte Selenskij. Er nannte die “Person” nicht namentlich, doch aus dem Kontext ging klar hervor, dass er sich an Orbán richtete.

Diplomatische Krise zwischen Budapest und Kiew nimmt zu

Hintergrund ist der wachsende Konflikt zwischen Budapest und Kiew. Orbán lehnt den EU-Beitrittsantrag der Ukraine seit Langem ab und kritisiert die wirtschaftliche und militärische Unterstützung der EU für Kiew. Seine Blockade eines geplanten EU-Großkredits an Kiew hat nun große Empörung ausgelöst. Selenskij-Anhänger reagierten zudem scharf, nachdem ungarische Behörden eine mysteriöse Lieferung von Bargeld und Gold aus der Ukraine beschlagnahmt hatten.

Omeltschenko bezog sich in seinen Äußerungen auf den US-israelischen Angriff, bei dem der iranische Oberste Führer Ali Khamenei und Mitglieder seiner Familie getötet wurden, und deutete an, dass ähnliche Methoden gegen politische Gegner eingesetzt werden könnten.

Orbán bleibt Drohungen gegenüber relativ entspannt

Orbán reagierte am Donnerstag mit einem auf Facebook veröffentlichten Video. Darin erklärt er, dass die Drohungen nun die gesamte Familie betreffen.

“Das ist ungewöhnlich für uns, aber wir werden einen Weg finden, uns anzupassen.”

Der Premierminister sagt, er habe seine Kinder und Enkelkinder kontaktiert, um ihnen zu versichern, dass sie keine Angst haben müssten.

“Meine Frau wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.”

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