
Eine 24-jährige Niederländerin wurde angeblich mitten in einer Drogenküche von Marokkanern im multikulturellen Viertel Seine-Saint-Denis in Paris vergewaltigt. Die Männer werden beschuldigt, große Drogendealer zu sein. Die Frau wurde gerettet, nachdem die Polizei ihren kurzen Anruf bei einer Freundin geortet hatte.
Die Frau wurde angeblich inmitten großer Vorräte an Betäubungsmitteln und verschreibungspflichtigen Medikamenten vergewaltigt und konnte erst gerettet werden, nachdem sie ihrer Freundin über WhatsApp mitgeteilt hatte, dass sie von den Männern gefangen gehalten wurde. Bei der Polizeirazzia wurde eine große Menge an Anxiolytika beschlagnahmt.
Am Sonntagmorgen durchsuchten Polizeibeamte die Wohnung und fanden die Frau im Schlafzimmer eines Gebäudes in unmittelbarer Nähe des Flohmarkts von Clignancourt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bobigny nahmen Polizeibeamte zwei marokkanische Verdächtige fest.
Am Sonntag um 9:00 Uhr morgens rief eine junge Frau die Polizei an und teilte ihnen mit, dass ihre Freundin sie über WhatsApp kontaktiert und gesagt habe, mehrere Männer hielten sie gefangen. Der Anruf dauerte nur wenige Sekunden, aber offenbar bemerkten die Marokkaner, dass der Anruf getätigt wurde, und beschlagnahmten schnell das Telefon der Frau.
Polizeispezialisten konnten den Anruf zwar auf das genaue Gebäude in der Rue Mathieu lokalisieren, aber nicht feststellen, aus welcher Wohnung der Anruf getätigt worden war. Ein Anwohner wies die Beamten jedoch auf eine Wohnung in dem Gebäude hin.
Als die Polizei an die Tür klopfte, stellte sich heraus, dass es sich um die falsche Wohnung handelte, aber ein Mann streckte seinen Kopf aus einer nahe gelegenen Wohnung heraus, um die Polizei zu beobachten. Dann schloss er schnell seine Tür und ging hinein. Dies weckte den Verdacht der Polizei. Sie klopften daraufhin an seine Tür, woraufhin der Bewohner ihnen sagte, sie sollten verschwinden, und sich weigerte, die Tür zu öffnen.
Die Polizei beschloss daraufhin, durch ein Hinterfenster einzudringen und stürmte in den Raum, wo sie das Opfer mit heruntergezogenen Höschen vorfand. Die Polizei nahm sofort einen Verdächtigen fest und fand dann den anderen hinter einer Tür, bevor sie auch ihn festnahm.
Im Inneren findet die Polizei einen riesigen Vorrat an illegalen Drogen. Laut Le Parisien handelte es sich um „1.746 Blisterpackungen mit jeweils 14 Lyrica-Tabletten, 584 Blisterpackungen mit jeweils sieben Brieka-Tabletten und 279 Blisterpackungen mit jeweils 14 Pregabalin-Tabletten“.
Diese als Anxiolytika bekannten Medikamente werden routinemäßig zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt, sind aber auch dafür bekannt, dass sie bei den Konsumenten Euphorie auslösen, und sind mittlerweile die Medikamente, die in Frankreich am häufigsten durch gefälschte Rezepte beschafft werden. Der Straßenwert aller Medikamente wird auf 80.000 Euro geschätzt.
„Die Polizei stieß auf einen regelrechten Vorrat, der für die Versorgung des Stadtteils Puces und wahrscheinlich auch eines Teils von Nord-Paris bestimmt war“, berichtete eine Polizeiquelle gegenüber Le Parisien.
Das Opfer erzählte der Polizei mithilfe eines englischen Dolmetschers, dass sie die Angreifer in der Nähe eines Geschäfts getroffen habe, woraufhin diese sie in ihre Wohnung gebracht und ihren Reisepass und ihre Schlüssel beschlagnahmt hätten. Anschließend wurde sie von den Männern vergewaltigt.
Einer der Marokkaner hält sich illegal im Land auf. Beide befinden sich weiterhin in Polizeigewahrsam.