Am Sonntagabend (25. Oktober) griff ein Mann im Hauptbahnhof Bochum einen Reisenden unvermittelt mehrfach an. Bundespolizisten gelang es den Flüchtigen in der Nähe zu stellen.
Gegen 21:40 Uhr informierte ein Filialmitarbeiter die Bundespolizei im Bochumer Hauptbahnhof über eine körperliche Auseinandersetzung. Eine spätere Videoauswertung bestätigte die Schilderungen der Beteiligten. Zu Beginn ließ sich der 29-Jährige in der Haupthalle auf einer Sitzbank nieder, wo bereits ein Passant saß. Die beiden Männer sollen sich unterhalten haben, als der syrische Staatsbürger (29) unvermittelt den 35-Jährigen am Kragen seiner Jacke ergriff und diesen gegen die Schulter schlug. Der afghanische Staatsangehörige stand daraufhin auf, um der Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Der 29-Jährige folgte ihm jedoch wild gestikulierend. Die Streitigkeit verlagerte sich in Kiosk. Der hiesige Mitarbeiter gab an, dass er über die Spiegelung der Getränkekühlschränke erkennen konnte, dass der Bochumer (29) dem Geschädigten weiterhin mit Schlägen und Tritten attackierte. Der Angestellte (27) habe daraufhin den Angreifer aus dem Laden gebeten. Dieser Aufforderung sei er zunächst nicht nachgekommen, weshalb er diesen am Arm ergriff und aus der Filiale begleitete. Daraufhin habe der Tatverdächtige den Hauptbahnhof verlassen und sich auf die gegenüberliegende Straßenseite begeben.
Die Einsatzkräfte führten eine Nahbereichsfahndung durch und konnten den 29-Jährigen wenig später stellen. Sie führten ihn ebenfalls der Bundespolizeiwache zu. Die Uniformierten stellten die Identitäten der beiden Männer fest. Der Bochumer (35) klagte über Schmerzen, woraufhin die Beamten einen Rettungswagen hinzuzogen, welcher ihn wenig später in ein Krankenhaus brachte.
Der 29-Jährige gab gegenüber den Polizisten an, dass er zuvor Drogen konsumiert habe und nun unter Atemnot leide. Daraufhin wurden weitere Rettungskräfte angefordert. Eine Mitnahme lehnte der Mann jedoch ab. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille.
Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Zudem erteilten sie dem Syrer einen Platzverweis für den Hauptbahnhof.
