Wenn die CDU/CSU sich auf die SPD-Pläne einlässt, wird sie ihre eigenen Wähler vergraulen. Beatrix von Storch: “Die Abschaffung des Ehegattensplittings wird für die CDU, was die Wärmepumpe für Habeck war: der ultimative K.O.-Schlag.”
Der linke Krieg gegen die klassische Familie, die Verachtung gegenüber Hausfrauen und Mütter, die zu Hause ihre Kinder betreuen, findet seinen Ausdruck im doppelten Angriff auf Familien mit Kindern: zum einen die Abschaffung der Familienversicherung, zum anderen die Abschaffung des Ehegattensplittings. Hinzu kommen noch Pläne, Teilzeit-Tätigkeiten für Mütter zu erschweren und mehr Frauen in Vollzeitarbeit zu drängen. Das wird dann als “Befreiung” der Frau gefeiert, ist in Wahrheit aber ein Zwang zur Arbeit für Mütter, die dann weniger Zeit für ihre Kinder haben und diese in staatliche Betreuung geben müssen.
Wenn die CDU dies mitmacht, wird sie ihre Basis verstoßen
Wenn die CDU/CSU unter Friedrich Merz und Markus Söder auf diese SPD-Pläne eingeht und dies als rotschwarze Regierung umsetzt, wird sie einen großen Teil ihrer eigenen Wähler vergraulen und verraten. Dann wird sie bei den Wahlen genauso abgestraft werden wie die SPD.
Beatrix von Storch bringt es auf den Punkt: “Die Abschaffung des Ehegattensplittings wird für die CDU, was die Wärmepumpe für Habeck war: der ultimative K.O.-Schlag.”
Denn viele Wähler der Union leben diesen klassischen Lebensstil: Der Ehemann und Vater geht einer Karriere nach oder zumindest in Vollzeit arbeiten, und die Ehefrau und Mutter kümmert sich um den Haushalt und die Familie, insbesondere um die häusliche Erziehung und Fürsorge der Kinder. Wenn das Einkommen des Mannes nicht ausreicht, geht sie noch einer Teilzeittätigkeit nach.
Von der SPD, den Grünen und den Linken wurde dieses klassische Familienmodell immer als rückständig dargestellt. Doch für Millionen Menschen ist es die ideale Lösung. Und es gibt viele Frauen, die sich genau dieses Modell wünschen: Ja, es gibt Frauen, die gerne Mutter sind.
Verkappter “Arbeitszwang” hat nichts mit Wahlfreiheit zu tun
Was viele Linksgrüne vergessen, ist, dass zu einer Demokratie das Prinzip der Wahlfreiheit gehört. Das heißt, Frauen sollen die Wahl haben, wie viel ihres Lebens sie in ihre Karriere oder in ihre Familie investieren wollen. Warum kann eine Frau nicht selbst bestimmen, wie viel Zeit sie mit ihren Kindern verbringt? Ist es erfüllender, stattdessen acht Stunden pro Tag im Supermarkt an der Kasse zu sitzen oder am Fließband in der Fabrik zu stehen?
Dieses Gerede von der Emanzipation kommt fast immer von Akademikerinnen oder Frauen, die sich in bestimmten Berufen selbst verwirklichen. Aber die meisten Frauen sind eben keine Akademikerinnen, sondern müssen Arbeiten verrichten, die man nicht “gerne” macht, sondern nur, um Geld zu verdienen, um über die Runden zu kommen.
Wenn jedoch das Ehegattensplitting und die Familienversicherung wegfallen und Teilzeitjobs erschwert werden, wird den Frauen keine Wahl gelassen. Sie werden gezwungen, einer Vollzeitarbeit nachzugehen, um mit mit ihren Steuern die Schuldenpolitik der Regierung zu bezahlen.
Zeit für Kinder bleibt kaum noch. Es wird für immer mehr Paare finanziell schwieriger eine Familie zu gründen und Kinder großzuziehen. Viele werden sich dann eine Familie nicht mehr leisten können. Die ohnehin niedrige Geburtenrate in Deutschland wird noch weiter sinken. Das wird eine zusätzliche Belastung für das Renten- und Gesundheitssystem.
Wenn die CDU/CSU sich darauf einlässt, wird sie an der Wahlurne genauso abgestraft werden wie die SPD. Die Regierung wird dann immer weniger Rückhalt in der Bevölkerung haben.
