Wiener Schule streicht Christentum aus dem Stundenplan

An der Sir-Karl-Popper-Volksschule im 15. Wiener Gemeindebezirk gibt es im neuen Schuljahr keinen Katholisch-Unterricht mehr, der Islam-Unterricht demgegenüber findet ungebrochen statt.
Foto: Andrzej Otrębski / wikimediacommons.org (CC BY-SA 4.0)

An der Sir-Karl-Popper-Volksschule im 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus erleben christliche Familien zum Schulstart einen Schlag ins Gesicht: Der römisch-katholische Religionsunterricht für die vierten Klassen wird schlichtweg nicht mehr angeboten. Während der christliche Glaubensunterricht ausfällt, läuft der islamische Religionsunterricht an demselben Standort ungestört weiter – ergänzt durch eine wöchentliche, unverbindliche Übung in Arabisch. Für betroffene Eltern ist dieses Ungleichgewicht ein unhaltbarer Zustand, der die fortschreitende Verdrängung heimischer Werte an Wiener Schulen offenbart.

Verweisung an andere Schulen statt geordnetem Unterricht

Die betroffene Mutter Maria S. schilderte die absurde Realität gegenüber der Tageszeitung Heute: Den Eltern sei nahegelegt worden, ihre Kinder entweder vom Unterricht abzumelden oder sie für die jeweilige Religionsstunde eigenständig an eine andere Schule zu transportieren und danach wieder zurückzuholen. Wer sein Kind nicht durch die Stadt chauffieren kann, muss zusehen, wie der Nachwuchs während der Unterrichtszeit lediglich im Schulhaus verwahrt wird.

Bildungsdirektion wiegelt ab

Auf Nachfrage räumte die zuständige Bildungsdirektion Wien den Notstand zwar ein, flüchtete sich jedoch in bürokratische Erklärungen. Es stehe derzeit keine qualifizierte Lehrkraft zur Verfügung, weshalb man auf die Bereitstellung durch das Erzbischöfliche Schulamt angewiesen sei. Dagegen seien die islamischen Religionslehrer durch das Fachinspektorat pünktlich zugewiesen worden. Von einer Ungleichbehandlung will die Behörde nichts wissen und verweist starr auf die „Verfügbarkeit entsprechend qualifizierter Lehrpersonen“.

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