Kassel: Scharfe Schusswaffe,mehrere Kollisionen zwischen den Autos der “Familien” und Unbeteiligter; Kasseler und Offenbacher “Großfamilien (sic!)” bekämpfen sich auf offener Strasse

Für einen größeren Polizeieinsatz hat am gestrigen Donnerstagabend nahe der Kasseler Weserspitze ein eskalierter Streit zwischen zwei Familien gesorgt. Gegen 19 Uhr hatten mehrere besorgte Verkehrsteilnehmer den Notruf der Polizei gewählt und von einem Unfall zwischen zwei Pkw und einer anschließenden Schlägerei mit mehreren Personen mitten auf der Ihringshäuser Straße berichtet. Auch eine Waffe wurde dabei von Zeugen gesehen. Sofort waren zahlreiche Streifen der Polizei hinzugeeilt, die insgesamt sechs Männer festnehmen konnten. Nach bisherigem Ermittlungsstand war ein bestehender Streit zwischen der Familie eines 19 und eines 39 Jahre alten Mannes aus Kassel und einer Familie aus Dietzenbach im Landkreis Offenbach mit vier Männern im Alter zwischen 17 und 49 Jahren vorausgegangen, der am gestrigen Abend offenbar eskalierte. Beide Familien fuhren nach ersten Erkenntnissen mit Pkw von der Nordstadt durch den Stadtteil Fasanenhof bis zur Weserspitze, wobei es bereits zu mehreren Kollisionen zwischen den Autos mit Kasseler und Offenbacher Kennzeichen, aber auch mit unbeteiligten Verkehrsteilnehmern kam. In der Ihringshäuser Straße kam es zu einem weiteren Unfall zwischen dem Chevrolet und dem Mercedes, wobei auch ein unbeteiligter BMW beschädigt und dessen 37-jähriger Fahrer aus Kaufungen leicht verletzt wurde. Dort schlugen die beiden Familien schließlich auf der Straße aufeinander ein, wobei auch eine Waffe gezeigt wurde. Die Polizisten konnte schließlich eine scharfe Schusswaffe in einem Gebüsch finden und beschlagnahmte diese. Schüsse wurden nach bisherigem Ermittlungsstand aber nicht abgegeben. Die Beamten brachten die sechs Festgenommenen, die leicht verletzt wurden, für die weiteren polizeilichen Maßnahmen auf verschiedene Dienststellen. Der Chevrolet und der Mercedes wurden sichergestellt und abgeschleppt.

Gegen die Tatverdächtigen wird nun wegen wechselseitiger gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Verstoßes gegen das Waffengesetz, Nötigung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Zeugen, deren Personalien noch nicht von der Polizei aufgenommen wurden, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

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