Die Berliner SPD ist auf dem absteigenden Ast. In Umfragen ist sie nur noch auf dem fünften Platz hinter CDU (22 Prozent), AfD (18 Prozent), Grüne (17 Prozent) und Linke (15 Prozent). Und die 14 Prozent, welche die Sozialdemokraten erhalten könnten, dürften bald noch mehr abnehmen.
Kandidat tritt zurück
Grund dafür ist die Tatsache, dass selbst wohlwollende linke Medien nichts Gutes über die SPD in Berlin berichten können. Denn da gibt es nichts. Die Sozialdemokraten schaffen es höchstens in die Schlagzeilen, wenn sie negativ auffallen. So beispielsweise durch Tilmann Häußler, der sich nun von seiner Kandidatur für das Abgeordnetenhaus zurückgezogen hat.
Denn gegen ihn “als Mitarbeiter der SPD Berlin werden nach einem Zwischenfall Vorwürfe erhoben. Unabhängig von der rechtlichen Bewertung ist mir klar: Als Kandidat für das Abgeordnetenhaus habe ich eine besondere Verantwortung”, hieß es in einem Statement Häußlers. Hintergrund dieses politischen Rückzugs soll ein Vorfall am Montag, dem 22. Juni 2026, im Kurt-Schumacher-Haus gewesen sein. Ein Konflikt zwischen Häußler und einem anderen Genossen soll in der Berliner Parteizentrale zu einer körperlichen Auseinandersetzung geführt haben. Dem Tagesspiegel zufolge “soll Häußler den anderen Genossen tätlich angegangen sein”.
Das Schweigen der Genossen
Ein solcher Vorfall, noch dazu mitten im Wahlkampf, dürfte das politische Aus für Häußler bedeuten. Er gesteht die Tat indirekt in einer Erklärung an alle Mitglieder ein: “Ich bedauere den Vorfall zutiefst, habe mich bei der betroffenen Person entschuldigt und bin dankbar, dass die Entschuldigung angenommen wurde”.
Gegenüber den Medien schweigt die SPD zu dem Thema. SPD-Landesgeschäftsführer Sven Heinemann beantwortet keine Fragen dazu und auch der Rest der Sozialdemokraten würde da wohl lieber den Deckel draufhalten. Aber letzten Endes sickert immer etwas nach außen und das Schweigen der Roten wird es gerade im Wahlkampf für sie nur noch schlimmer machen. Dieser neue Skandal reiht sich in eine lange Reihe von Ereignissen ein, bei denen die SPD alles andere als gut wegkommt. Man denke beispielsweise an den Fall Uta Francisco Dos Santos (Unzensuriert berichtete).
