Düsseldorf: Staatliche Kunstakademie lädt Unterstützerin der verbotenen Terrororganisation PFLP ein

Eine staatliche Kunsthochschule lädt eine Frau ein, die offen für eine verbotene Terrororganisation wirbt. Was in Düsseldorf als Kunst verkauft wird, ist ein politischer Tabubruch und ein beunruhigendes Signal an jüdisches Leben in Deutschland.

Staatliche Kunstakademie lädt Unterstützerin der verbotenen Terrororganisation PFLP ein
Kunstakademie_Düsseldorf.jpg: Ilionderivative work: Sir James (talk), Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0-migrated

Es gibt Momente, in denen eine Gesellschaft entscheiden muss, ob sie noch weiß, wo ihre Grenzen verlaufen. Die Einladung der palästinensischen Aktivistin und Künstlerin Basma al-Sharif an die Kunstakademie Düsseldorf ist ein solcher Moment.

Denn hier geht es nicht um provokante Kunst, nicht um Israelkritik, nicht um Meinungsvielfalt. Es geht um etwas Fundamentaleres: die Normalisierung einer Terrorideologie im Schutzraum staatlicher Kulturinstitutionen.

Die PFLP ist kein politischer Standpunkt

Der Kern der Kritik liegt dort, wo er oft bewusst verwischt wird: bei der Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP).

Die PFLP ist in Deutschland verboten. Sie ist verantwortlich für Flugzeugentführungen, Massaker, gezielte Morde an Zivilisten und jahrzehntelangen Terror gegen Juden – in Israel und international. Sie ist keine historische Fußnote, kein „Widerstandsnarrativ“, keine legitime politische Bewegung.

Wer für die PFLP wirbt, vertritt keine Meinung, sondern bewegt sich im ideologischen Umfeld einer Terrororganisation.

Genau das ist der Punkt, an dem jede Ausrede endet.

Öffentliche Bühne, öffentliche Verantwortung

Basma al-Sharif hat in sozialen Netzwerken wiederholt Inhalte geteilt, die Terroristen als Märtyrer verklären, Israel als „zionistisches Gebilde“ delegitimieren und Bildsprache aus dem Umfeld von Hamas und PFLP verwenden. Das sind keine Missverständnisse, keine Einzelfälle, keine Kunstinterpretationen. Es sind öffentliche politische Positionierungen.

Dass eine staatlich finanzierte Hochschule einer solchen Person eine Bühne bietet, ist kein Akt der Offenheit, sondern ein Versagen institutioneller Verantwortung.

Hier wird nicht diskutiert – hier wird aufgewertet.

Wenn Antisemitismus als Haltung durchgeht

Besonders verstörend ist der Kontext. Nach dem 7. Oktober 2023, nach dem schlimmsten Massaker an Juden seit der Shoah, hätte man erwarten dürfen, dass deutsche Institutionen sensibler reagieren. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Teile der Kulturszene bereit sind, antisemitische Gewalt ideologisch zu relativieren, solange sie im Gewand von Kunst und Aktivismus auftritt.

Das Problem ist nicht Basma al-Sharif allein. Das Problem ist ein Milieu, das glaubt, Terror werde akzeptabel, wenn man ihn ästhetisch verpackt.

haolam