Wien ist anders: Moschee auf dem Kinderspielplatz sorgt für Empörung

Eine Moschee auf dem Kinderspielplatz soll die Kleinen wohl mit dem Islam vertraut machen.
Foto: Screenshot Friedrich Rödler/ Facebook

Am Kaisermühlendamm in Wien-Donaustadt traute ein Spaziergänger seinen Augen nicht. Mitten auf einem Kinderspielplatz stand plötzlich eine Moschee. Seine Entdeckung hat der Mann auf einem Video festgehalten.

“Wir haben’s weit gebracht”

„Das habe ich überhaupt noch nie gesehen“, sagte der Ersteller des Videos, als er plötzlich auf dem Spielplatz eine Moschee zu Gesicht bekam. Und er fragte: „Haben Sie schon einmal eine Kirche auf einem österreichischen Kinderspielplatz gesehen? Na, wir haben’s weit gebracht!“ 

Alles unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit

Während also nun die Diskussionen um ein Kopftuchverbot für unter 14-Jährige in Schulen entbrannt sind, geht die Islamisierung in anderen Bereichen offenbar munter weiter. Im öffentlichen Raum stoßen die Wiener vermehrt auf Standln, wo der Islam als „Schlüssel zum Paradies“ angepriesen wird. 

Dass nun aber schon Kinder auf Spielplätzen mit dem islamischen Glauben indoktriniert werden sollen, sprengt wohl jede Toleranz für Religionsfreiheit. 

Unzensuriert

Auf Kosten der Steuerzahler: Migranten beziehen Hamburger Designhotel; ein Doppelzimmer für zwei Personen kostet 246 pro Nacht

Im Harburger Binnenhafen eröffnete im Mai das Designhotel The Niu Quay. Gäste sollten dort übernachten, Restaurants in der Nachbarschaft mitbeleben und das neue Quartier mittragen. Seit dem 1. September ist davon nichts mehr zu sehen. Zimmer lassen sich nicht mehr buchen.

Die Stadt Hamburg nutzt das Haus als Unterkunft für Migranten. 340 Menschen sollen in das Gebäude einziehen. Die Angaben stammen aus einer Berichterstattung von Welt online, die sich auf die Hamburger Sozialbehörde stützt.

Vom Drei-Sterne-Hotel zur Migrantenunterkunft

Die Anmietung soll im Dezember 2026 enden und danach schrittweise zurückgefahren werden. Ein Sprecher der Behörde erklärte, das Niu Quay bleibe ein Interimsstandort und sei nicht als dauerhafte Lösung gedacht. Spätestens bis Juni 2027 solle die Belegung vorbei sein. Gleichzeitig liegt die Auslastung bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburg bei rund 103 Prozent. Die rechnerische Kapazität ist überschritten.

Das städtische Sozialunternehmen Fördern und Wohnen hat das Hotel mit 146 Zimmern und 20 Apartments angemietet. Im Jahr 2025 kostete ein Platz in einer Hamburger Hotelunterbringung durchschnittlich 82 Euro pro Person und Tag, Catering inklusive. Die Konditionen für das Niu Quay bewegten sich nach Angaben der Behörde in diesem Rahmen.

Was ein Zimmer den Steuerzahler wirklich kostet

Ein reguläres Doppelzimmer im Hotel liegt laut NDR bei 124 Euro pro Nacht. Kommen zwei Personen ins Zimmer oder eine Frau mit zwei Kindern, sind es 246 Euro. Selbst nach Abzügen für das Catering bleibe für den Betreiber ein Gewinn, spekuliert der Harburger Investor Ingo Mönke. Die Novum Hospitality Group ließ eine Anfrage unbeantwortet. Die Sozialbehörde teilte mit, Fördern und Wohnen nutze bereits neun Hotels dieser Gruppe zur Unterbringung von Migranten.

Immobilienwerte gehen nach unten

Dem Investor Ingo Mönke gehören große Teile des Areals rund um das Hotel. Er hatte das Grundstück an die Novum Hospitality Group verkauft, damit dort ein Hotel entsteht. In der Umgebung siedelte er Restaurants und Büros an. Hotelgäste gingen bereits in die Fischhalle um die Ecke, der Betreiber hatte extra ein Früh-Café für Frühstücksgäste eröffnet. Hotel und Gastronomie griffen ineinander. Jetzt zerstöre einer dieses Konzept, und der Steuerzahler zahle das, sagt Mönke.

Der Staat versorgt großzügig, die Bürger zahlen die Rechnung

Während die Stadt ein frisch eröffnetes Haus in bester Lage für Menschen bereitstellt, die selbst nichts dazu beitragen müssen, wird für immer mehr Erwerbstätige genau dieses Hotel unerreichbar. Die Zahl derjenigen, die sich eine Nacht in einem solchen Haus überhaupt leisten können, schrumpft. Für eine wachsende Gruppe reicht das Einkommen gerade noch für Miete, Lebensmittel und die Nebenkosten für Strom und Heizung. Die Preise für den Alltag sind so weit gestiegen, dass wenig übrig bleibt.

Die einen werden voll versorgt. Die anderen tragen die Rechnung über Steuern und Abgaben. Diese beiden Lebenswelten entfernen sich weiter voneinander. Der soziale Frieden ist bereits schwer gestört. Die Politik hat das Gespür dafür verloren, wie solche Entscheidungen die Bürger aufwühlen und die Wut im Land weiter anfachen.

FREIE WELT

Sachsen-Anhalt: Wahlhelfer binnen weniger Tage abberufen

Symbolbild. Bundesarchiv, B 145 Bild-F074410-0036 / Munker, Georg / CC-BY-SA 3.0

Wenige Tage vor der Bundestagswahl 2025 hat die Stadt Blankenburg im Harz einen vorgesehenen Wahlhelfer von seinem Wahlehrenamt entbunden. Zuvor hatte sich der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt mit dem Fall befasst und die Landeswahlleitung informiert. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Gordon Köhler hervor, wie das Bürgernetzwerk Ein Prozent berichtet. Der Betroffene war für den Wahlbezirk 3 „Zur Alten Schule“ vorgesehen. In dem Schreiben der Stadt wurde diese Entscheidung mit „Zweifeln an der Geeignetheit zur unparteiischen Ausübung des Wahlehrenamtes“ begründet. Köhler wollte deshalb unter anderem wissen, auf welcher Grundlage die Überprüfung erfolgt war und welche Stellen daran beteiligt gewesen waren.

Laut Angaben der Landesregierung erhielt die Verfassungsschutzbehörde am 13. Februar 2025 Kenntnis von der Personalie. Einen Tag später gab sie diese Information an die Landeswahlleiterin weiter. Am 18. Februar wurde der Kreiswahlleiter einbezogen, der sich anschließend an die Stadt Blankenburg wandte. Bereits am 19. Februar wurde dem Wahlhelfer telefonisch mitgeteilt, dass er nicht eingesetzt werde. Die schriftliche Mitteilung folgte später. Zwischen der ersten Befassung des Verfassungsschutzes und der Entscheidung der Kommune lagen somit nur wenige Tage.

Nach „hinreichender Einschätzung der Verfassungsschutzbehörde des Landes Sachsen-Anhalt“ sei der Betroffene für den Einsatz als Wahlhelfer nicht geeignet gewesen. Die Informationen seien dabei nicht mit nachrichtendienstlichen Mitteln gewonnen worden. Welche Erkenntnisse die Behörde zu ihrer Bewertung veranlassten, bleibt laut Ein Prozent offen.

Auch der Umfang möglicher Überprüfungen vor der Bundestagswahl ist von Interesse. Köhler fragte die Landesregierung ausdrücklich, ob alle vorgesehenen Wahlhelfer auf ihre persönliche und politische Eignung überprüft worden waren. Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, wollte er wissen, nach welchen Kriterien die einzelnen Personen ausgewählt wurden. Ebenso erkundigte er sich, ob politische Aktivitäten, Mitgliedschaften oder Äußerungen in sozialen Netzwerken bei diesen Prüfungen berücksichtigt wurden. Mit der parlamentarischen Anfrage sollte zudem ermittelt werden, wie viele Wahlhelfer 2025 einer gesonderten Prüfung unterzogen wurden und in wie vielen Fällen dies dazu führte, dass Personen nicht berufen oder wieder abberufen wurden.

Für die Berufung und Abberufung von Mitgliedern eines Wahlvorstands ist die jeweilige Gemeinde zuständig. Im Fall von Blankenburg ging der Entscheidung jedoch eine Informationskette voraus, die vom Verfassungsschutz über die Landeswahlleitung und den Kreiswahlleiter bis zur Stadt reichte. Laut Landesregierung hätte der Betroffene gegen die Entscheidung rechtlich vorgehen können. Ein Prozent erhofft sich von einer gerichtlichen Prüfung die Klärung der Frage, unter welchen Voraussetzungen Erkenntnisse des Verfassungsschutzes über Wahlhelfer weitergegeben werden dürfen und welche rechtlichen Grenzen dabei gelten.

Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wollte Köhler außerdem wissen, ob Wahlhelfer erneut hinsichtlich ihrer politischen Betätigung, öffentlichen Äußerungen oder Mitgliedschaften überprüft werden sollen. Dabei wurde auch ausdrücklich danach gefragt, ob Erkenntnisse des Verfassungsschutzes oder anderer Sicherheitsbehörden eingeholt und an kommunale Wahlbehörden übermittelt werden könnten. Ein Prozent kritisiert, dass wesentliche Punkte offen blieben. Das Netzwerk befürchtet, dass politische Milieus auf Grundlage behördlicher Einschätzungen von Wahlvorständen ferngehalten werden könnten.

FREILICH Magazin

Stade: Wieso „interessierte Kreise“ den Fall klein halten wollen 

{YouTube CC-BY 4.0}

Am 29. Juni richtet ein ausreisepflichtiger Mann in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade ein Blutbad an, sechs Menschen sterben. Sofort machen Behörden und Medien die Runde mit einem Wort: Familientragödie. Sorgerechtsstreit. Beziehungstat. Das NIUS-Investigativteam hat sich damit nicht zufriedengegeben und sich stattdessen durch hunderte Seiten interner Ermittlungsakten gearbeitet, die NIUS exklusiv vorliegen. Das Ergebnis stellt die offizielle Version komplett infrage.

Was die Akten zeigen: Der Täter hatte die Behörden zuvor in einer Sprachnachricht gewarnt, „Leben gegen Leben” zu nehmen. In seiner Vernehmung sagte er, er sei bereit gewesen, „zu töten und getötet zu werden”.

Doch damit nicht genug: Die Fluchtwagenfahrerin, die den Täter nach der Tat vom Tatort brachte, ist die Schwiegermutter des niedersächsischen SPD-Migrationsbeauftragten. Schon Wochen vor der Tat soll ihr Name in Chats des Täters aufgetaucht sein. Die Staatsanwaltschaft sieht dennoch „keinen dringenden Tatverdacht“, während der Täter selbst wenige Wochen nach der Tat in seiner Zelle Suizid beging, nachdem die 24-Stunden-Überwachung kurz zuvor beendet worden war.

Wer wusste was? Warum blieben mutmaßliche Mitwisserinnen bis heute auf freiem Fuß? Und warum wollte man diesen Fall offenbar klein halten? Eine Spur führt bis in die niedersächsische Staatskanzlei und wirft Fragen auf, die Politik und Behörden bisher nicht beantwortet haben.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt und die NIUS-Reporter Alexander Kissler und Julius Böhm mit Moderator Alex Purrucker über das Thema.

NIUS

Konservative Welle: Trump-Regierung will 4 Millionen Dollar für europäische rechte Medien ausgeben

Trump beabsichtigt, einen vernünftigen Konservatismus über das Meer in das von Globalisten durchdrungene Europa zu verbreiten.

Die USA werden den Europäern helfen, sich vom Joch ihrer links-globalistischen Eliten zu befreien.

Euro-Globalisten sind in Panik geraten angesichts der Nachricht, dass die Regierung von US Donald J. Trump angeblich 4 Millionen Dollar ausgeben wird, um rechte Medien in Europa zu stärken.

Dies soll Teil eines Pakets von mindestens 25 Millionen Dollar für zivilgesellschaftliche Gruppen sein, die sich in der Region für konservative Anliegen einsetzen.

Was diese Söhne von George Soros scheinbar nicht verstehen, ist, dass dies ein zentraler Bestandteil der Trump-Politik ist: „Widerstand gegen die gegenwärtige Entwicklung Europas innerhalb der europäischen Nationen zu fördern.“

Nationale Sicherheitsstrategie der USA 2025 :

Die amerikanische Diplomatie sollte sich weiterhin für echte Demokratie, Meinungsfreiheit und die uneingeschränkte Würdigung des individuellen Charakters und der Geschichte europäischer Nationen einsetzen. Amerika ermutigt seine politischen Verbündeten in Europa, diese Erneuerung des Geistes zu fördern, und der wachsende Einfluss patriotischer europäischer Parteien gibt in der Tat Anlass zu großem Optimismus .

Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren. Wir brauchen ein starkes Europa, das uns hilft, erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen und mit dem wir zusammenarbeiten können, um zu verhindern, dass ein Gegner Europa dominiert.

Amerika ist verständlicherweise sentimental mit dem europäischen Kontinent – ​​und natürlich mit Großbritannien und Irland – verbunden. Der Charakter dieser Länder ist auch strategisch wichtig, denn wir setzen auf kreative, fähige, selbstbewusste und demokratische Verbündete, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Wir wollen mit verbündeten Ländern zusammenarbeiten, die ihre frühere Größe wiedererlangen wollen.

Reuters berichtete:

„Die Zuschüsse bergen die Gefahr, die Spannungen zwischen der Trump-Administration und den europäischen Regierungen zu verschärfen, von denen einige Washington bereits der Einmischung in ihre Innenpolitik beschuldigt haben.“

Das Büro für Demokratie, Menschenrechte und Arbeit (DRL) des US-Außenministeriums erklärt, die Mittel dienten der Stärkung der transatlantischen Beziehungen und der Förderung der Meinungsfreiheit. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich europäische Länder auf Wahlen in den kommenden Jahren vorbereiten und die Trump-Regierung offen Europas populistische rechte und rechtsextreme Parteien unterstützt.

Das US-Außenministerium hat den Kongress im August offiziell über die Zuweisung dieser Gelder informiert.

„Drei Millionen Dollar wurden für ein Programm bereitgestellt, das den demokratischen Rückschritt in Europa im Zusammenhang mit Massen- und illegaler Migration, der unabhängigen Medienlandschaft und den legislativen Agenden supranationaler Organisationen dokumentieren und analysieren soll“, so die Bevölkerung.

Weitere eine Million Dollar sollen zur Gründung eines Konsortiums unabhängiger Journalisten verwendet werden, die über Themen wie nationale Souveränität, natürliche Rechte und Religionsfreiheit in Europa berichten, fügten sie hinzu.

thegatewaypundit

Nürnberg: Nordafrikaner sticht Mann vor Moschee nieder

Am Dienstagnachmittag (01.09.2026) ereignete sich im Nürnberger Stadtteil Gostenhof eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein 58-Jähriger erlitt eine Messerverletzung am Arm; ein Tatverdächtiger konnte vor Ort festgenommen werden.

Kurz nach 15:00 Uhr gerieten aus noch nicht geklärter Ursache zwei Männer im Alter von 58 und 61 Jahren in dem Hausflur eines Mehrfamilienhauses in der Hessestraße, in welchem sich auch eine Moschee befindet, in Streit. Die Streitigkeit entwickelte sich zu einer handfesten Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 61-Jährige (algerisch-deutsche Staatsangehörigkeit) seinen 58-jährigen spanischen Kontrahenten offenbar mit einem Messer am Arm verletzte.

Alarmierte Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Nürnberg-West waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort und leisteten Erste Hilfe bei dem Verletzten. Der Tatverdächtige konnte widerstandslos vor Ort festgenommen werden.

Beide Beteiligten mussten zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gefahren werden.

Aufgrund der anfangs unklaren Informationslage bezüglich des Geschehens waren Einheiten des Unterstützungskommandos Mittelfranken (USK) sowie ein Diensthundeführer am Tatort im Einsatz. Nach Rücksprache mit dem Verantwortlichen der islamischen Gemeinde suchten die Einsatzkräfte vorsorglich die Räumlichkeiten der Moschee nach weiteren möglichen Verletzten oder Verdächtigen ab. Die Absuche führte zu keinen weiteren Erkenntnissen bezüglich einer Beteiligung unbekannter Dritter.

Die Spurensicherung kam vor Ort. Die Nürnberger Polizei hat nun die weiteren Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe des Geschehens aufgenommen.

Presseportal

Doppelmoral im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: Grünen-Kandidatin räumt Nazi-Vergangenheit ihres Mannes ein

Die grüne Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt muss sich kurz vor der Landtagswahl mit der Vergangenheit ihres Ehemanns beschäftigen.
Foto: Der-Wir-Ing / wikimediacommons.org (CC0 1.0)

Die Vergangenheit ihres Ehemanns ist zurück im Wahlkampf. Susan Sziborra-Seidlitz, Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt, bestätigt, dass David Seidlitz in den neunziger Jahren Teil der rechtsextremen Szene in Quedlinburg war. Heute arbeitet er selbst für die Grünen, die sonst gerne ihre politischen Gegner bei jeder Gelegenheit als “rechtsextrem” diffamieren.

„Ich will das nicht kleinreden“

Die Grünen-Politikerin äußerte sich zu der Debatte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wernigerode. Dabei sprach sie über die Vergangenheit ihres Mannes: Sie wolle das “nicht kleinreden”, Seidlitz wäre Teil der rechtsextremen Szene in Quedlinburg gewesen – aber: Das sei 30 Jahre her. Heute sei er “Demokrat” und “Antifaschist”, erklärte Sziborra-Seidlitz.

Die Angaben zur damaligen Szene stammen unter anderem aus einem Beitrag des Antifaschistischen Infoblatts aus dem Jahr 1995. Darin wurde David Seidlitz im Zusammenhang mit einer rechtsextremen Struktur in Quedlinburg genannt und als „stadtbekannter Neonazi“ bezeichnet.

Plötzlich gilt: Menschen können sich ändern

Sziborra-Seidlitz versucht aus der unangenehmen Affäre eine politische Botschaft zu machen. Gerade weil Menschen sich verändern könnten, dürfe man nicht pauschal jeden Wähler einer rechten Partei mit seinem früheren politischen Umfeld gleichsetzen.

Wir müssen daran glauben, dass Menschen für die Demokratie zurückzugewinnen sind. Wir müssen daran glauben, dass nicht 40 Prozent der Menschen in unserem Land Rechtsextreme sind, nur weil 40 Prozent der Menschen in unserem Land Rechtsextreme wählen.

Noch deutlicher wurde sie mit Blick auf ihren Ehemann: „Es lassen sich auch Rechtsextreme für die Demokratie zurückgewinnen, weil die Demokratie das überzeugendere Argument ist.“ Das ist eine bemerkenswerte Aussage ausgerechnet im Umfeld einer Partei, die in der politischen Auseinandersetzung mit der AfD regelmäßig auf die Vergangenheit, Kontakte und ideologischen Überschneidungen ihrer Gegner verweist.

Grüne sprechen von „Schmutzkampagne“

Die Grünen weisen zugleich jeden Eindruck zurück, dass die neuerliche Debatte ein politisch relevanter Vorgang sein könnte. Sziborra-Seidlitz bezeichnete die Thematisierung der Vergangenheit ihres Mannes mit Blick auf die AfD und deren Umfeld als „stümperhafte Schmutzkampagne“.

Auch Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner verteidigte die Kandidatin. „Was da jetzt berichtet wird, ist ja überhaupt nichts Neues“, sagte Brantner. Sie wertete die neuerliche Thematisierung als Zeichen von Nervosität bei der AfD. Ein Sprecher der sachsen-anhaltischen Grünen sprach von einem „durchsichtigen Wahlkampfmanöver aus dem rechtsextremen Umfeld der AfD“.

Damit ist die politische Front klar gezogen: Die Grünen verweisen auf eine Jahrzehnte zurückliegende Biografie und eine inzwischen vollzogene Abkehr, während die Kritiker daraus gerade vor der Wahl eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit machen. Dass die Vergangenheit bereits 2022 im Landtag von Sachsen-Anhalt Thema war, spricht allerdings gegen die Darstellung, es handle sich um eine völlig neue Enthüllung.

Wenige Tage vor der Wahl

Am sechsten September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Für die Grünen sieht es dort alles andere als gut aus, denn die AfD führt die aktuellen Umfragen mit deutlichem Abstand an. Im jüngsten Sachsen-AnhaltTREND von Infratest dimap kommt sie auf 42 Prozent, die CDU auf 22 Prozent und die Grünen auf sechs Prozent. Auch die Forschungsgruppe Wahlen sieht die AfD mit 40 Prozent klar vorne und die Grünen bei sechs Prozent.

Für die Grünen geht es damit nicht nur um die persönliche Vergangenheit eines Parteimitarbeiters. Die Partei muss vielmehr um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfen, während die AfD auf ein historisch starkes Ergebnis zusteuert.

Sziborra-Seidlitz selbst will daraus offenbar eine andere Lehre ziehen: Nicht jede frühere politische Verirrung müsse ein lebenslanges Etikett bedeuten. Ihr Ehemann habe sich verändert. Und genau diese Botschaft stellt die Grünen-Spitzenkandidatin nun, ausgerechnet wenige Tage vor der Wahl, ins Zentrum ihrer Verteidigung.

Unzensuriert