Mehr als 1,6 Millionen Syrer sind seit dem Ende des Bürgerkrieges und dem Sturz des Assad-Regimes in ihre Heimat zurückgekehrt. Aber aus Deutschland sind es nur 3.600, obwohl hier fast 900.000 Syrer leben.
Das Regime von Bashar al-Assad ist gestürzt. Der wichtigste Fluchtgrund für Millionen Syrer ist längst weggefallen. Die neue Regierung wirbt damit, dass die Syrer zurückommen sollen, um ihre Heimat wieder aufzubauen
Und über 1,6 Millionen Syrer sind dem Ruf bereits gefolgt. Wie “n-tv” mit Bezug auf Zahlen des Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtet, “sind aus der Türkei fast 640.000, aus dem Libanon etwa 630.000 und aus Jordanien rund 285.000 Syrer in ihr Herkunftsland zurückgekehrt”.
So weit, so gut. Doch was ist mit den Syrern in Deutschland? Immerhin leben rund 900.000 Syrer in Deutschland! Wie viele sind davon nach Syrien zurückgekehrt?
Die Antwort ist ernüchternd: Nach Informationen des “Bundesamts für Migration und Flüchtlinge” (Bamf) sind im Jahr 2025 nur 3.678 Syrer aus Deutschland freiwillig in ihr Heimatland Syrien zurückgekehrt.
Warum wollen ausgerechnet die Syrer in Deutschland nicht in ihre Heimat zurück?
Hier muss die ehrliche Frage gestellt werden. Warum wollen ausgerechnet die Syrer in Deutschland nicht in ihre Heimat zurückkehren?
Kann es sein, dass diesmal Korrelation und Kausation übereinstimmen, dass nämlich die Höhe der Sozialaufwendungen für die Syrer ausschlaggebend dafür ist, ob prozentual mehr oder weniger in ihre Heimat zurückkehren?
Hat die Bundesregierung nicht erklärt, dass mit dem Wegfall des alten Assad-Regimes und dem Ende des Bürgerkrieges der Schutzgrund für viele der syrischen Flüchtlinge entfallen ist?
Hier muss nachgehakt werden: Denn aktuell wird der Flüchtlingsstatus bzw. Schutzstatus von Syrern nur dann überprüft, wenn sie auffällig werden, Straftaten begehen oder unerlaubt das Land verlassen.
Tatsächlich ist es aber nötig, generall den Flüchtlingsstatus vieler Syrer in Deutschland neu zu überprüfen.
FREIE WELT