
Der letzte Sommer wurden in Österreich Rekordtemperaturen gemessen und der politisch-mediale Komplex malte das Gespenst der „Klimakatastrophe“ und die Wand und schürte Panik. Vor diesem Hintergrund veranstalteten am 6. Oktober die Freiheitliche Akademie Wien, das Freiheitliche Bildungsinstitut sowie der FPÖ-Rathausklub in der Volkshalle des Wiener Rathauses eine Podiumsdiskussion zum Thema „Der Preis des Klimakommunismus – wer zahlt die Zeche?“
In seiner Einleitung warnte FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss vor Klimahysterie und falscher Politik und mahnte stattdessen vernünftige Maßnahmen ein. So müssten etwa in den städtischen Krankenhäusern Klimageräte zur Selbstverständlichkeit werden. Weil der Titel der Veranstaltung – konkret der Begriff „Klimakommunismus“ im Vorfeld für medialen Wirbel gesorgt hatte – ging Wien FPÖ-Chef Dominik Nepp kurz darauf ein. Er betonte, dass es bei der Klimapolitik des Mainstreams wie beim klassischen Kommunismus um Verbotspolitik, Bevormundung und einen Verlust an Freiheit gehe, der mit einer Teuerung verbunden sei.
James Taylor, Präsident des Heartland Institute, einer 1984 gegründeten Denkfabrik im US-Bundesstaat Illinois, wies darauf hin, dass es keine „Klimakrise“ gibt. Denn seit dem Ende der letzten Eiszeit die Zeiten mit höheren Durchschnittstemperaturen als heute länger andauerten als mit niedrigeren. Außerdem sei die sogenannte „kleine Eiszeit“, die kälteste Periode der letzten 10.000 Jahre gewesen. Zudem wies Taylor auf die von Klimahysterikern unterschlagene Tatsache hin, dass Kälte 19-mal mehr Tote fordert als Hitze.
Gerald Zmuegg von der Freiheitlichen Wirtschaft Wien wies auf eine Bevormundung hin, weil sich die Politik nach dem umstrittenen UN-Weltklimarat IPCC richte, dessen Klimamodelle Risikomodelle mit mehr als 70 Variablen sind.
Welche wirtschaftlichen Folgen Panikmache und ideologiegetriebene Politik haben, zeigte die nächste Gesprächsrunde. Nepp erklärte, die Folgen der von SPÖ, Grünen und NEOS betriebenen Panikmache in Wien spüre jeder bei der Energieabrechnung. Zudem werden die Menschen, wie auch die Bundeswettbewerbsbehörde kritisiert, ins Fernwärme-Monopol gedrängt. Zudem sei in Wien die Fernwärme doppelt so teuer wie in Wels – die zweitgrößte Stadt Oberösterreichs wird übrigens mit Andreas Rabl von einem freiheitlichen Bürgermeister regiert. Als weiteres Problem nannte Nepp die durch die CO2-Steuer verteuerten Spritpreise, weshalb er auf die FPÖ-Forderung nach einer Abschaffung der CO2-Steuer verwies.
Taylor wiederum konnte mit einer Menge von Zahlen aufwarten, wie eine falsch verstandene Klimapolitik, wie sie derzeit betrieben wird, den Wirtschaftsstandort Österreich und den hart erarbeiteten Wohlstand bedroht. So hat Österreich unter 212 Ländern weltweit die 13.-höchsten Strompreise hat. Hohe Strompreise wiederum bedeuten für die österreichischen Unternehmen einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ländern. So sind etwa die heimischen Strompreise doppelt so hoch wie in den USA und viermal so teuer wie in China. Extrem hohe Stromkosten sind für Taylor kein Zufall, sondern das Ergebnis katastrophaler politischer Entscheidungen wie etwa die Politik der CO2-Neutralität, die kostengünstige Energiequellen wie Kohle und Gas durch die wesentlich teurere weniger zuverlässige erneuerbare Energie versetze. Hier wies Taylor darauf hin, dass der Ausbau der Wind- und Solarenergie mit extrem hohen Kosten verbunden ist, weil damit sehr kostspielige Anpassungen der Netz-Infrastruktur verbunden sind.
Was Maßnahmen in Bezug auf klimatische Veränderungen betrifft, meinte Nepp, in Wien gäbe es einen „von der SPÖ gemachten Klimawandel“, der auf falscher Stadtplanung beruhe und ein „Zubetonieren“ zur Folge habe. Als Beispiel nannte der Wies FPÖ-Obmann die Seestadt Aspern, wo eine Betonwüste geschaffen wurde. Als weitere Maßnahmen forderte Nepp den verstärkten Einbau von Klimaanlagen in Schulen, Spitälern und Gemeindebauten anstelle von Subventionen für Grünen-nahe NGOs.
Taylor berichtete, dass in den USA ein Umdenken stattfinde und immer mehr Menschen das vorherrschende Klima-Narrativ ablehnten. Daher sei die Zurverfügungstellung seriöser Informationen, wie etwa jener des Heartland-Instituts, umso wichtiger.
Zmuegg konnte Taylors Optimismus nicht teilen und verwies auf die andere politische Ausgangslage in Österreich hin. Außerdem wies der Wirtschaftsvertreter daraufhin, dass Österreich den Klimawandel nicht stoppen kann und fürchtet höhere Lohnnebenkosten durch das geplante Klimagesetz.