Rheinmetall errichtet Kriegsindustrie im Baltikum

Wikimedia Commons, Dacse, CC-BY-SA-4.0

Nur wenige Industriebetriebe in Deutschland sind nicht vom Absturz der deutschen Wirtschaft betroffen. Zu diesen Unternehmen gehört der Kriegsgüter produzierende Betrieb Rheinmetall. Und Rheinmetall expandiert weiter: im Baltikum – direkt an der Grenze zu Russland.

Das erste Investitionsprojekt wird in Baisogala in Zentral-Litauen errichtet. Investiert werden bis zu 300 Millionen Euro über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem litauischen Staat. Das neue Werk wird über 300 Fußballfelder groß sein und soll 2026 in Betrieb genommen werden, mit Produktionshochlauf ab 2027. Rund 150 neue Stellen werden vor Ort geschaffen. In erster Linie werden schwere 155-Millimeter-Artilleriegeschosse produziert, Größenordnung mehrere Zehntausend Geschosse pro Jahr. Als Ziel wird die angebliche Stärkung der NATO-Ostflanke und europäischen Verteidigungsfähigkeit ausgegeben. Es ist die größte Verteidigungsinvestition in der Geschichte Litauens.
Das Werk in Litauen ist nicht das einzige Expansionsprojekt von Rheinmetall. Geplant ist zudem ein Kompetenzzentrum für Treibladungen sowie die Erweiterung des bestehende Werks in Jonava für Instandsetzung von Gefechtsfahrzeugen. In Lettland wird ein weiteres Artilleriewerk geplant.

Rheinmetall errichtet Kriegsindustrie im Balltikum | FREIE WELT