Leipzig: Christliches Café “Stay” muss nach 26 Antifa-Attacken schließen

In Leipzig hat ein christliches Café nach weniger als drei Jahren seinen Betrieb eingestellt. Verantwortlich ist eine nicht abreißende Serie von 26 linksextremen Angriffen. Der Pastor der zugehörigen Freikirche hat die Entscheidung als finanziell unausweichlich bezeichnet und zugleich klargemacht, dass die Täter letztlich nicht gesiegt haben.

Hinter dem Café standen Arbeitsplätze, Träume, jahrelange Arbeit, Gebete und erhebliche Investitionen. Dennoch werde die Gemeinde ihren eigentlichen Auftrag unverändert fortsetzen: beten, predigen und taufen. Der Verkauf von Kaffee und Zimtschnecken sei nie das Ziel gewesen, sondern die Verbreitung von Gottes eifernder Liebe in der Region. Die Räumlichkeiten sollen weiter genutzt werden, konkrete Pläne stehen noch aus.

Von der Eröffnung zum Ruin: Wie linksextreme Gewalt ein Projekt zerstört  

Das Café hatte im September 2023 eröffnet und war von Anfang an Ziel von Attacken. Der schwerste Vorfall geschah in der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag: Ein Buttersäure-Anschlag richtete einen Schaden von rund 20.000 Euro an. Dazu kamen wiederholte Schließungen mit entsprechenden Einnahmeausfällen sowie eingeworfene Scheiben und Graffiti an der Fassade. 

Auf einem linksextremen Szeneportal rechtfertigten die Täter ihre Handlungen damit, das Café werde von „fundamentalistischen“ und „erzkonservativen“ Christen betrieben und stehe für „Queerfeindlichkeit und Misogynie“. Deshalb müsse es „in den Ruin“ getrieben werden. Die Freikirche selbst ist modern in Liturgie und Auftreten, hat Pastorinnen, lehnt aber die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ab und engagiert sich für das Lebensrecht Ungeborener.

Die Stadtregierung verharmlost und will keinen Angriff auf die Religionsfreiheit sehen

Der Pastor René Wagner warf der Stadt Leipzig vor, die Angriffe bis heute nicht als Angriff auf die Religionsfreiheit anzuerkennen. Es sei schmerzhaft, dass die politische Ebene diese Dimension nicht wahrhaben wolle. Wie die Junge Freiheit berichtet, hatte das Ordnungsdezernat früher erklärt, eine Attacke richte sich „nicht unmittelbar gegen die Religionsausübung“. Die Gemeinde hatte in einer ausführlichen Stellungnahme dagegengehalten, es handele sich um anti-christliche Hassverbrechen. 

Zwar könnten Gottesdienste weiter stattfinden, doch würden die christliche Theologie, das konservative Werteverständnis sowie das Verständnis von Ehe und Familie gezielt delegitimiert. Die Stadt nahm diese Kritik lediglich zur Kenntnis und beharrte darauf, die Anschläge richteten sich „gänzlich gegen das kommerzielle Café“, nicht gegen Gebetsräume oder andere Einrichtungen der Gemeinde. Eine Einschränkung der freien Religionsausübung sei daher nicht erkennbar.

Gespräche mit fast allen – nur eine Partei verweigert den Dialog

Wagner berichtete, er habe persönlich mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) gesprochen, der der Gemeinde grundsätzlich zugestimmt habe. Dennoch sei von der Stadt bisher keine konkrete Maßnahme oder klare öffentliche Stellungnahme erfolgt. Gespräche habe es mit Vertretern von CDU, SPD, Grünen, BSW und AfD gegeben. Einzig mit der Linkspartei sei kein Kontakt zustande gekommen – ein Umstand, der besonders auffällt, weil der zuständige Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal dieser Partei angehört.

Wachsender Christenhass: Warum Schweigen keine Option mehr ist  

Der Pastor ist überzeugt, dass Angriffe auf christliche Einrichtungen in Europa weiter zunehmen werden. Der Christenhass steige, immer mehr Kirchen würden attackiert. Gerade deshalb müssten Christen ihre Stimme erheben und auf ihre Rechte pochen. Gleichzeitig warnte er davor, mit Hass oder Bitterkeit zu reagieren: „Wir schlagen nicht zurück.“ Es gehe darum, Täter zur Rechenschaft zu ziehen und deutlich zu machen, dass solche Gewalt das gesellschaftliche Zusammenleben insgesamt gefährdet. Er hoffe, dass das Thema weiter Gehör finde und die Brisanz dieser Entwicklung in Deutschland endlich erkannt werde.

FREIE WELT

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